Rothenberger Brunnen sollen in altem Glanz erstrahlen

Im Odenwaldkreis wird kräftig in die Hände gespuckt. Viele Gruppen, Vereine und Organisationen beteiligten sich am Freiwilligentag, der dieses Jahr am Samstag, 15. September, stattfindet. Ortsbeirat Jens Beisel Ortsbeirat, Thomas Wilcke von Verkehrs- und Verschönerungsverein sowie Patrick Bartmann und Jan Johe von der Feuerwehr haben für Rothenberg gemeinsam das Projekt „Wenn alle Brünnlein sauber fließen“ ausgetüftelt.

Im und um den Ort herum sollen die alten Brunnen auf Vordermann gebracht werden. Es geht darum, die Brunnenbecken zu reinigen und die Anlagen wieder zum Blitzen zu bringen. Teilweise ist Gras zu mähen oder sind Hecken zu schneiden. Zum Teil sind auch Brunnen von Erde und Geröll zu befreien. Andernorts stehen kleinere Ausbesserungsarbeiten an Schildern oder Geländern an.

Treffpunkt ist am Samstag um 8 Uhr an der Sporthalle Rothenberg. Hier werden zunächst die anstehenden Arbeiten an den einzelnen Brunnen besprochen. Dann werden je nach Teilnehmerzahl kleine Arbeitsgruppen gebildet. Brunnen innerorts sind Krämers-, Bernds-, Eckbüschel- und Napoleonsbrunnen, außerorts Matzen-, Klemerts- und Homerichsbrunnen.

Info: Anmeldung auf der Seite der Ehrenamtsagentur unter http://www.freiwillig-im-odenwaldkreis.de.

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Freiwilligentag in Rothenberg: Einzäunungen und Pfosten wurden erneuert, Schilder gesäubert

Eigentlich hieß das Projekt am Freiwilligentag im Odenwaldkreis „Wir schließen die Lücken im Baumlehrpfad“. Doch entgegen dem Motto wurde die geplante Einpflanzaktion auf Anraten von Revierförster Reiner Grünberg verschoben, da der Boden derzeit zu trocken sei. Stattdessen entfernten sechs gut gelaunte, arbeitswillige Helfer um Karl Heinz Braun die Einzäunung an den Bäumen, wo sie nicht mehr notwendig war. Außerdem wurde die Fläche innerhalb der Umzäunung ausgemäht. An der gesamten Beschilderung entlang des Baumlehrpfades erneuerten die Freiwilligen die Pfosten und säuberten Schilder. Zwei eingegangene Bäume wurden unter Einsatz eines Baggers ausgegraben. Da die Gruppe mit ihren Arbeiten nicht ganz fertig wurde, werden zwei Helfer in den nächsten Tagen weitermachen. In freier Natur gab es nach getaner Arbeit eine gemeinsame Vesper.

Finkenbacher spuckten für ihren Ort in die Hände

Für ihren Ort spucken sie gern in die Hände: Über 20 Finkenbacher (und zugereiste Rothenberger) nahmen am Freiwilligentag im Odenwaldkreis Besen, Schippe, Schaufel, Schubkarren und Laubbläser in die Hand, um ihr Dorf etwas aufzuhübschen. Multifunktions- und Beachvolleyball-Feld sowie die Parkanlage am Feuerwehrhaus standen dabei im Fokus. Auf der Höhe, in Rothenberg-Ort, wurden die Lücken im Baumwipfelpfad geschlossen.

Drei Anhänger voll mit Laub, Grünschnitt und gewucherten Pflanzen holten die Feuerwehrleute rund um ihr Gerätehaus aus der Landschaft. 13 Brandschützer und vier zusätzliche Freiwillige gingen hier zu Werk. Der Brunnen, an dem einen Tag später das Weinfest stattfand, wurde gründlich sauber gemacht, sagte Vereinsvorsitzender Jens Schindler. Außerdem nahm man sich die komplette Parkanlage vor.

Das Schachbrett, am kommenden Tag wieder im Einsatz, wurde ebenfalls auf Hochglanz gebracht. Dazu noch Barfußpfad und Tretbecken von Unrat beseitigt. Zwischen der Parkanlage und dem Feuerwehrhaus hatte sich außerdem viel Wildwuchs angesammelt, dem man zu Leibe rückte. Der Finkenbach war an dieser Stelle fast nicht mehr zu sehen, so stark war das Gewässer bereits zugewuchert. Nun plätschert der aus der Hinterbach kommende wieder fröhlich ins Tal.

Schindler freute sich, dass die Gemeinde der Feuerwehr zwei Anhänger zur Verfügung stellt, deren Inhalt dann auch von ihr entsorgt wird. Insgesamt, schätzten die Floriansjünger, dürften an diesem Tag etwa 20 Kubikmeter Grünschnitt zusammen gekommen sein. Die mittägliche Stärkung mit Schnitzel und Pommes hatten sich die Helfer somit mehr als verdient.

An der nahmen auch die anderen Freiwilligen teil, die jenseits der Straße ihr Werk verrichteten. Das vor etwa 20 Jahren angelegte Beachvolleyball-Feld über dem Bach war in der vergangenen Zeit von allen Seiten her stark zugewuchert. Die Mannen und eine Frau mit Walter Braner an der Spitze entfernten das Wurzelwerk und das ins Feld hinein gewachsene Gras. „Bis zu einem Meter weit hatte sich das schon vorgeschafft“, meinte Braner. Vor ein paar Jahren hatte man diese Aktion schon einmal durchgeführt.

Am Multifunktionsfeld, direkt neben dem Schwimmbad gelegen, hatten sich ein paar Bretter der Umrandung in der letzten Zeit verabschiedet. Sie wurden entfernt und durch neue ersetzt. Auch in dieses Feld hatte sich viel Gras vorgeschafft. Die Helfer aus dem Ort entfernten es in langwieriger Kleinarbeit, sodass das Gelände nun wieder in neuem Glanz erstrahlt.

„Die Anregung kam im vergangenen Jahr auf, doch auch etwas in Finkenbach zu machen“, erläuterte Braner. Im Gemeindevorstand überlegte man sich, was in Frage kommen könnte. Der Bauhof steuerte den benötigten Sand fürs Beachvolleyball-Feld und die Hölzer für die Umrandung bei, die Werkzeuge brachten die Freiwilligen selbst mit. Die kümmerten sich auch um die Entsorgung.