Die Hunde-Tretminen sollen aus Ober-Hainbrunn verschwinden

Mit Hundekotmülleimern will der Ortsbeirat erreichen, dass es weniger übelriechende Tretminen auf den Straßen und Wiesen des Oberzent-Stadtteils gibt. Bisher existiert ein solcher Behälter samt den dazugehörigen Tüten in der Poststraße. „Der wird ganz gut angenommen“, meinte Ortsvorsteher Stefan Hofmann. Seinem Eindruck wurden dadurch die hinderlichen Hunde-Hinterlassenschaft in der Landschaft weniger.

Vier zusätzliche Standorte kristallisierten sich in der Beratung auch unter Einbeziehung der Zuschauer heraus: Sportplatz-Brücke, Panoramaweg, Hommerich und Neckarstraße. Letztere auf Anregung von Karlheinz Werner, der über seine Zählaktion im Winter berichtete. Auf einer kurzen Strecke konnte er im Schnee 17 Hunde-Haufen ausmachen, die von den Besitzern nicht entfernt worden waren. Bürgermeister Christian Kehrer nahm die Liste mit und will die Beschaffung angehen.

Eine andere Form von Ablagerung war die von Müll im Himmelreich. Nach der Anfrage beim Ordnungsamt „ist alles schon eine Weile weg“, freute sich Hofmann. Verkehrsspiegel sind in Ober-Hainbrunn ein großes Thema. Einer an der Ecke zur Sporthallen-Zufahrt wurde ausgetauscht, weil er „blind“ war. Ein anderer fehlt an der Ecke Post- und Neckarstraße wegen Bauarbeiten.

Nach deren Abschluss soll überlegt werden, wo er wieder hinkommt. Die gegenüber liegende Laterne ist angedacht. Auch an anderen Stellen konnten sich Bürger einen Spiegel vorstellen. Allerdings wurde die „trügerische Sicherheit“ durch einen solchen angesprochen. Eine angepasste Geschwindigkeit könnte daneben vielleicht so manchen Spiegel überflüssig machen, lautete ein Einwurf.

Bürgermeister Kehrer trug ein Anliegen der Verwaltung vor. Ihm sei bewusst, sagte er, „dass in den vergangenen Jahren vieles nicht abgearbeitet wurde“. Die 13 Ortsbeiräte befassten sich in ihren Sitzungen aktuell mit etlichen Themenfeldern. Er bat aber darum, die einzelnen Punkte abzuwägen, eine Prioritätenliste zu erstellen „und auch noch etwas für die kommenden Jahre übrig zu lassen“. Denn sonst komme die Verwaltung schnell an ihre Grenzen.

Schlaglöcher sind in allen Stadtteilen ein Thema. Es ist Kehrer zufolge aber schwer, eine Baufirma zu finden, die ihnen zu Leibe rückt. Zumindest die Erneuerung von Verbindungswegen über die Flurbereinigung steht in den dortigen Plänen drin, erläuterte der Rathauschef. Bis zu 80 Prozent Zuschuss lässt sich für die Maßnahmen auf der früheren Gemarkung Rothenberg erwarten. Bis 2023 stehen 600.000 Euro im Planwerk drin.

Enthalten sind 1200 Meter Strecke vom Sägewerk Ihrig hoch nach Rothenberg, außerdem 2000 Meter in den Brunnenwiesen. Nicht dabei ist laut Kehrer aber der im Gremium angesprochene Panoramaweg, wo eine Sanierung als dringend notwendig erachtet wird. Deshalb wurde angeregt, ob nicht ein Maßnahmentausch stattfinden könnte, wenn schon keine zusätzliche Aufnahme möglich ist. Der Bürgermeister wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die in den 60er Jahren gebauten Wege nicht für die heutigen, viel schwereren und breiteren Fahrzeuge ausgelegt seien.

 

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