Feuerwehren aus Oberzent und Brombachtal erfolgreich beim Landeswettbewerb dabei

Der Odenwaldkreis steht feuerwehrmäßig ganz vorn in Hessen. Beim Landeswettbewerb in Hungen waren Teams aus Beerfelden, Rothenberg, Kortelshütte und Brombachtal am Start und hielten die Fahnen der Region hoch. Der Wettbewerb war in zwei Teile aufgeteilt: Durchführung eines Löschangriffes nach Feuerwehrdienstvorschrift (A-Teil) und Staffellauf mit Hindernissen (B-Teil).

Insgesamt nahmen 62 Gruppen in den drei Wertungsklassen (Staffel, gemischte Gruppen und Mädchengruppen) aus ganz Hessen beim 49. Vergleich der Jugendteams teil. Die Jugendfeuerwehr Beerfelden erreichte in der Staffelwertung Platz 12 mit 1287 Punkten, die Mädchenwehr Rothenberg Platz 4 mit 1386 Punkten und die Jugendfeuerwehr Brombachtal bei den gemischten Gruppen den siebten Platz mit 1416 Punkten (in den jeweiligen Wertungsklassen). Bei den Rothenberger Mädels war im Anschluss der Jubel groß, auf Landesebene eine solch hervorragende Platzierung erreicht zu haben. Denn mehr als die Hälfte der Mädels trat zu ersten Mal bei einem Feuerwehrwettkampf an.

Im A-Teil „zeigten unsere Mädels einmal wieder, dass sich das Training in den vergangenen Wochen gelohnt hat“, freute sich der Rothenberger Jugendfeuerwehrwart Janis Heckmann. Auch im B-Teil als nächste Hürde „bewiesen sie ihr Können und zeigten, was sie so drauf haben“. Die Spannung stieg ins Unermessliche, bis es dann hieß: „Platz 4 für die Mädchenmannschaft aus Rothenberg.“ Die Freude war riesig, da man somit zu den besten Teams in ganz Hessen zählt. Auch die Betreuer waren stolz über das Erreichte.

Bei den Hessischen Meisterschaften der Feuerwehrleistungsübungen, ebenfalls in Hungen, wurde der Odenwaldkreis von den Feuerwehren Kortelshütte und Brombachtal vertreten. Beide qualifizierten sich über Kreis- und Bezirksentscheid. Neben einem theoretischen Fragebogen galt es hier eine feuerwehrtechnische Übung mit Menschenrettung und Verwendung von tragbaren Leitern zu absolvieren.

Die Brandschützer aus Brombachtal repräsentierten den Kreis glänzend und holten den zweiten Platz. Das Team aus Kortelshütte hatte nicht seinen besten Tag erwischt und tröstete sich mit dem Motto „Dabeisein ist alles“. „Wir sind unter der 21 besten hessischen Feuerwehren“, gewann der stellvertretende Kommandant Timo Fink der Teilnahme eine positive Seite ab.

Die Siegerehrung fand in Beisein von Staatsminister Peter Beuth und des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. Ralf Ackermann, statt. Beide bescheinigten allen Teilnehmern einen hohen Ausbildungsstand, mit dem sie die Feuerwehren für die Zukunft gut gerüstet sehen. „Dass der Leistungsstandard der hessischen Feuerwehrkräfte und der Jugendfeuerwehren hoch ist, haben die heutige Leistungsübung und der Wettbewerb zweifellos bewiesen“, so Beuth.

„Die Odenwälder Jugendfeuerwehren lieferten wieder hervorragende Leistungen ab, auf die sie alle stolz sein können“, freute sich Kreisjugendfeuerwehrwart Dominic Groh. „Beim Landesentscheid entscheiden oft Sekunden und Kleinigkeiten über die vorderen Plätze“, betonte er. Die drei Teams hätten zusammen mit den Vertretern der Einsatzabteilungen „den Kreis super vertreten“.

Am Landesentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübung nahmen 21 Mannschaften und bei dem Landesjugendfeuerwehr-Wettbewerb 62 Teams teil. Zusammen waren es rund 750 Wettkampf-Teilnehmende. Bei der Feuerwehrleistungsübung sowie dem Jugendfeuerwehr-Wettbewerb können die einzelnen Gruppen bei einem fairen Leistungsvergleich ihren Leistungsstand unter Beweis stellen und ihre Kenntnisse und Fertigkeiten in Theorie und Praxis festigen. Der Landesentscheid wird vom Land Hessen (Innenministerium und Landesfeuerwehrschule) organisiert und durchgeführt.

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Feuerwehr Kortelshütte fährt zum Landesentscheid nach Hungen

Zum dritten Mal vertritt die Freiwillige Feuerwehr aus dem Oberzent-Stadtteil die Region beim Landesentscheid in Hungen. Die Kortelshütter belegten bei den Feuerwehrleistungsübungen auf Bezirksebene in Echzell (Wetterau) den vierten Platz, der zur Teilnahme berechtigt. Aus dem Odenwaldkreis nimmt außerdem noch Kirchbrombach teil, das sich als Sechster den letzten verfügbaren Platz sicherte. Sieger war Ober-Mockstadt. Die Feuerwehr Kortelshütte hatte sich für die Teilnahme am Bezirksentscheid mit Platz 1 bei den Kreismeisterschaften Odenwald qualifiziert.

Als erstes kam in Echzell die Theorie an die Reihe. Dieser Fragebogen hatte es wirklich in sich „und bereitete uns doch einiges Kopfzerbrechen“, berichtet der stellvertretende Kommandant Timo Fink. „Die war sehr schwer im Vergleich zum Kreisentscheid in Breuberg-Neustadt“, sagte er. Gut gelaunt gingen die sechs Teilnehmer schon ganz früh am Morgen in die theoretische Prüfung (mit 15 Fachfragen).

Nachdem man die Startnummer 12 für die Praxis gezogen hatte, hieß es erst einmal lange warten und zuschauen, was die Konkurrenz so macht – bei schwülwarmen Wetter nicht gerade angenehm. Als die Kortelshütter Staffel endlich an der Reihe war, legte sie eine sehr gute Übung hin. Es gab nichts zu beanstanden und auch die Knotenzeit war super. Der praktische Teil verlief reibungslos und ohne Fehler.

Da er aber auf einem Rasenplatz stattfand, bedeutete das eine große Umstellung fürs Team, die jedoch gut gemeistert wurde. Es waren noch zwei Mannschaften hinter den Kortelshüttern dran, sodass diese auf die Folter gespannt wurden, ob sie letztendlich aufs Neue nach Hungen fahren dürfen. 2016 hatten sie das mit dem fünften Platz auf Bezirksebene ebenfalls geschafft. Die Entscheidung auf Hessenebene findet wie die vergangenen beiden Male wieder im Landkreis Gießen statt. Somit sind die Oberzentler auf vertrautem Terrain unterwegs.

Nachmittags hatte man endlich die Gewissheit: Mit 95,83 Prozent wurde der vierte Platz erreicht und damit erneut die Eintrittskarte für den Landesentscheid am 9. September gelöst. Erneut bewiesen die Brandschützer aus dem kleinen Stadtteil mit seinen 450 Einwohnern, auf welch hohen Niveau sie in den verschiedenen Leistungsübungen mitmischen. „Damit vertreten wir als erste Mannschaft die Stadt Oberzent in einem Landesentscheid“, freute sich Kommandantin Anja Hinrichs. „Für uns ist es die dritte Qualifikation nach 2006 und 2016“, sagte sie.

Wie bei den bisherigen Wettbewerben üblich konnte die Mannschaft auf ihren treuen Fanclub zählen. Gerrit Bissdorf und Theresa Kuntzi versorgten das Wettkampfteam mit einem leckeren Frühstück. Ein ganz dickes Dankeschön der Wehrleute ging an Coach Günter Braner, „ohne den die Mannschaft nie so weit gekommen wäre“, betonte Tina Uhrig.

Auf dem Bild von links: Anja Hinrichs, Manuel Heiß, Malte Hinrichs, Tina Uhrig, Maurice Fink, Timo Fink