Stolz, aber auch ein wenig enttäuscht: Stella Stegmann wurde bei Miss-Mermaid-Germany Zweite

„Ich bin stolz auf meine Leistung, aber jetzt trotzdem bisschen enttäuscht“, sagt Stella Stegmann über ihre Teilnahme am Miss-Mermaid-Germany-Wettbewerb im ägyptischen Hurghada. Die 21-Jährige aus Olfen, derzeit Studentin in München, rechnete mit ihrem Sieg bei der Meerjungfrauen-Entscheidung, wurde aber ihrem Eindruck nach auf der Cat-Walk-Zielgeraden von Paulina Pläger aus Frankfurt noch an der Schwanzflosse gepackt und an Land geworfen, sodass es nur zum zweiten Platz reichte.

„Ich habe überall eine super Performance an den Tag gelegt“, erzählt Stella selbstbewusst. Sie kann ihre Enttäuschung kaum verbergen, „da auch sehr viele Mädels mit meinem Sieg gerechnet haben“. Bekannt waren den Teilnehmerinnen jedoch zunächst nur die Punkte, die sogenannten „Mermaid-Parts“. Hier holte sie bei der Long-Distance-Competition und beim Unterwasser-Posing die volle Punktzahl.

Paulina, dieses Jahr dritte beim Miss-Hessen-Wettbewerb, war unter Wasser nicht besonders herausragend, meint die 21-Jährige. „Sie selbst hatte auch nicht mehr mit dem ersten Platz gerechnet.“ Bei der Jury sei die Frankfurterin jedoch beim Catwalk, dem „Miss-Part“, sehr gut angekommen. „Mir ist gleichzeitig klar: Das ist natürlich Typ-Sache und subjektiv“, weiß Stella. Dritte wurde Sarah Milka aus Kassel.

Die Olferin hatte anfangs „wirklich das Gefühl, dass es eher um sportliche Leistung geht“. Jetzt, im Rückblick, kommt ihr der Mermaid-Wettbewerb doch mehr wie eine „ganz normale“ Miss-Wahl vor. „Das finde ich schade und etwas enttäuschend“, sagt sie. Im Laufe der zwei Wochen wurden immer wieder Schärpen für bestimmte herausragende „Perfomances“ vergeben. „Ich hatte ich die Ehre, für die meisten nominiert zu werden“, freut sich die 21-Jährige: Die für „Best Behaviour“ gewann sie auch.

Eine tolle Erfahrung war die Teilnahme definitiv, betont Stella. „Ich habe alle Mermaids und das ganze Team sehr ins Herz geschlossen.“ Mit vielen wird sie weiterhin Kontakt pflegen und ist sich sicher, „dass ich sie irgendwann mal wieder treffen werde“. Die zwei Wochen im Hotel Baron Palace Sahl Hasheesh Hurghada waren für die junge Frau ein wertvolles Erlebnis. „Auch die Fotografen sind wertvolle Kontakte, wenn man sich im Modelbusiness ein kleines Netzwerk schaffen will“, hebt sie hervor. Denn sie fing bereits mit 13 Jahren an zu modeln.

Prinzipiell fiel ihr jede Disziplin nicht schwer, freut sich die Olfenerin. Am meisten Gedanken machte sich beim Mermaid-Part, „denn dort wollte ich definitiv glänzen“. Ihr war aber gleichzeitig klar, dass sie sich keine Sorgen machen musste. „Denn ich bin die geborene Meerjungfrau“, lächelt sie aufgrund ihrer Schwimmkünste, die sie die Long-Distance-Competition mit 75 Metern unter Wasser gewinnen ließen.

Auf der Bühne „kommt bei mir das Meiste ohne nachdenken ganz natürlich“, weiß die 21-Jährige: das Lächeln, das Laufen und dabei – sehr wichtig – selbstbewusst wirken. Stella machte sich ebenfalls sehr viele Gedanken über ihre Outfits, „denn darauf kommt es schließlich auch an“. Die drei Gewinnerinnen erhalten Preise wie etwa ein Kleid des indischen Designers Mohan. Außerdem werden die Mermaids für Veranstaltungen gebucht.

„Die Tage vergingen wie im Fluge“, schildert die junge Frau ihren Aufenthalt. Neben Tagesausflügen wie zur Makadi Water World, Quad fahren, Kamele reiten oder eine Bootstour gab es auch viele Fotoshootings. Es wurden für das Hotel Bilder gemacht, für Magictail mit der gesponserten Flosse und der Mermaid-Wear, für Mermaid Protector und für den indischen Designer.

„14 Tage mit 40 Mädels zu organisieren ist nicht einfach“, lacht sie. Alle Unternehmungen waren mit enormen Wartezeiten verbunden, was auch mit der Mentalität vor Ort zusammenhing. „Freizeit, in der man wirklich das tun kann, wozu man gerade Lust hat, gab es nur wenig“, bedauert sie. Zurück in Deutschland, „geht der Alltag bei Siemens weiter“, wo sie ein Studium in Business Administration absolviert.

Fotograf: Christian Zink | www.lichtfang-foto.de

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Vom Roten Moor in Olfen als Meerjungfrau ans Rote Meer in Ägypten: Stella Stegmann nimmt am Miss Mermaid-Wettbewerb teil

Als Meerjungfrau in den warmen Gewässern des Roten Meeres herumplantschen? Für Stella Stegmann aus dem kleinen Oberzent-Stadtteil wird dieser Mädchen-Traum bald wahr. Die 21-Jährige hat sich für den „Miss-Mermaid-Germany“-Wettbewerb qualifiziert, der ab 31. März im ägyptischen Hurghada stattfindet. Nur gut aussehen reicht aber nicht, betont die Odenwälderin: Sie muss auch schwimmerisch fit sein und sich daneben im Interview beweisen. Für die Einser-Abiturientin des Michelstädter Gymnasiums kein Problem, lächelt sie selbstbewusst.

Geboren in Frankfurt, kam sie mit sechs Monaten in den tiefen Odenwald. Ihre Eltern hatten auch noch den zweieinhalb Jahre älteren Bruder Jannis mit im Gepäck. „Sie dachten sich, es ist schöner, auf dem Land als in der Großstadt aufzuwachsen“, schmunzelt Stella. Es folgte der „klassische Schulweg“, wenn jemand in Oberzent wohnt: Grundschule in der Stried Beerfelden, Oberzent-Schule, Gymnasium Michelstadt.

Schon mit 13 Jahren fing Stella an zu modeln. Seit sie nach dem Abi fürs Duale Studium bei Siemens nach München gezogen ist, „gehe ich das etwas professioneller an“, erzählt die Olfenerin. Sie bereitet sich in der bayrischen Landeshauptstadt auf den Bachelor in Business Administration vor, eine Art international ausgelegtes BWL-Studium.

Da die Teilnehmerinnen des Miss Mermaid-Wettbewerbs sportlich fit sein sollen, kommen der 21-Jährigen ihre bisherigen, vielfältigen Aktivitäten sehr entgegen. „Tanzen ist meine große Leidenschaft“, schildert sie. Ihre ersten Schritte machte sie bei der Tanzschule Hinkelbein in Michelstadt. Stella engagierte sie bereits bei Tanzmodenschauen mit den Schwerpunkt Choreographie. In Olfen unterrichtete sie lange Zumba, in Airlenbach spielte sie Tischtennis.

Der Kontakt zu William Balser, dem Organisator des Meerjungfrauen-Contest, kam im vergangenen Jahr durch ihre Teilnahme an einer Miss Hessen-Wahl zustande. Im Dezember bewarb sie sich und bekam bald darauf die Zusage. „Ich habe vorher vom Meerjungfrauen-Schwimmen noch nie was gehört“, gesteht die Olfenerin. „Das ist eine sehr faszinierende Idee“, sagt sie. Die junge Frau fühlt sich „geehrt“, unter den zwölf Teilnehmerinnen zu sein.

Mit einer von der Firma Magictail zur Verfügung gestellten Flosse durfte sie ausprobieren, wie sich das Schwimmen damit anfühlt. „Ich bin beeindruckt, wie schnell man damit vorankommt und wie ergonomisch es ist“, sagt Stella. Nicht der Fantasy-Effekt, sondern der Sport, den man dabei betreibt, steht für sie im Vordergrund. „Ich bin schon immer gerne geschwommen“, erzählt die 21-Jährige. Jetzt ist es eben noch ein bisschen mehr, um demnächst topfit zu sein.

Daneben übt sie auch das Tauchen, weil es neben dem Fotoshooting auch ein Unterwasserposing geben soll. Das Kostüm gestaltet Stella selbst. Zupass kommt ihr dabei, dass sie schon früher Kleidung selbst genäht und designt hat. Perlen und Muscheln kommen logischerweise zum Einsatz, damit es nach Meer aussieht. Hinzu kommt eine Show, die jede Teilnehmerin selbst einstudieren soll und so ihrer Kreativität freien Lauf lassen kann. „Ich finde es schade, dass Models oft aufs Äußere reduziert werden“, sagt sie. „Dabei ist es doch intelligent, die eigene Schönheit zu nutzen“, meint die Einser-Abiturienten.

Die Wahl-Münchnerin aus Olfen „liebt es, zu den Eltern in den Odenwald zurückzukommen“, fühlt sich aber auch in Bayern sehr wohl. Stella freut sich über die bevorstehenden „zwei Wochen Wärme mit den anderen Mädels“. Untergebracht sind die im Sechs-Sterne-Hotel „Baron Palace“ in der Bucht Sahl Hasheesh bei Hurghada, einem opulenten Strandresort. „Ich liebe es zu reisen“, erzählt sie. Nach der Schule legte sie deshalb ein sechsmonatiges Auslandssemester in Südafrika ein.

„Ich habe sicher keine schlechten Karten“, übt sich Stella in Understatement. Sie möchte natürlich beim ersten Wettbewerb dieser Art, an dem sie teilnimmt, auf jeden Fall aufs Treppchen. Im Verwandten- und Freundeskreis sorgte ihre Teilnahme erst einmal für Schmunzeln, erinnert sie sich. Als Stella dann den Hintergrund erklärte, „sahen die es unter einem anderen Blickwinkel“. Ihre Eltern werden das Abschneiden der Tochter zuhause über die sozialen Medien verfolgen. „Sie sind sehr stolz auf mich“, weiß die 21-Jährige.

Info: www.missmermaid.de oder www.facebook.com/events/331345910853125/