Feuerwehr-Hochburg im Höhendorf

Die Feuerwehr im Oberzent-Stadtteil Rothenberg ist eine starke Truppe. Sie zählt derzeit im 850-Seelen-Dorf 53 Mitglieder in der Einsatzabteilung, sieben Frauen und 46 Männer. Die Alters- und Ehrenabteilung besteht aus elf ehemaligen aktiven Kameraden. Die Jugendfeuerwehr hat aktuell 25 und die Kinderfeuerwehr 19 Mitglieder. Eindrucksvolle Zahlen angesichts der Ortsgröße.

Um immer einsatzbereit zu sein, wurden im abgelaufenen Jahr zahlreiche Stunden in die Ausbildung investiert, berichtete Wehrführer Jochen Weinthäter auf der Jahreshauptversammlung. So wurden drei Unterrichte mit verschiedenen feuerwehrtechnischen Themen abgehalten. In den wärmeren Monaten wurden zudem 13 praktische Übungen durchgeführt. Im Durchschnitt nahmen daran 25 Einsatzkräfte teil.

Waren es im Jahr 2018 noch 48 Einsätze, so sank diese Zahl auf 16 im vergangenen Jahr, erläuterte er. Es waren dabei zwischen sechs und 28 Feuerwehrleute anwesend, im Durchschnitt elf Einsatzkräfte. Die Ausrückzeit lag im Schnitt bei etwas über drei Minuten. Drei Mittelbrände und zehn technische Hilfeleistungen bildeten den Hauptteil.

Der Vereinsvorsitzende Steffen Bartmann hatte die Jahreshauptversammlung eröffnet. Schriftführer Janis Heckmann verlas den Jahresbericht für den Feuerwehrverein. Er nannte unter anderem Lärmfeuer, Kreisfeuerwehrtag in Michelstadt und 85. Jubiläum der Rothenberger Wehr als besondere Ereignisse. Die Gründung der Kinderfeuerwehr Mitte Juni bildete dabei ein Highlight. „Es gibt manche Familien in Rothenberg, die mit allen Generationen in allen Abteilungen der Feuerwehr vertreten sind“, freute er sich. Weihnachtsfeier und Winterwanderung bildeten den Abschluss.

Neun Mädchen und 16 Jungen sind in der Jugendwehr aktiv, so Heckmann, gleichzeitig Jugendwart. 2019 wurden 59 Stunden für feuerwehrtechnische Ausbildung und 39 für allgemeine Jugendarbeit in den wöchentlichen Gruppenstunden aufgewendet. Der zusätzliche Zeitaufwand der Jugendbetreuer betrug 620 Stunden, erläuterte er.

Einsammeln der Christbäume, Lärmfeuer, Berufsfeuerwehrnacht, Bundeswettbewerb, gemeinsamer Ausflug und Leistungsspange hießen die Aktivitäten. Beim Südhessenpokal erreichte die Mädchenstaffel Platz 1 und die gemischte Gruppe Platz 3. „Wieder mal ein erfolgreiches Jahr für die Jugendfeuerwehr Rothenberg“, betonte Heckmann. Leider reichte es zeitlich nicht mehr für einen gemeinsamen Jahresabschluss. Dieser ist nun für 2020 angesetzt.

Ein hohes Level an Jugendarbeit hält sich nicht von alleine, hob er hervor. Wenn man noch motivierter und zuverlässiger arbeite, „dann können wir die Stadt Oberzent auf Kreis- und Landesebene würdig vertreten“, motivierte er die Aktiven. Ein Einzelner könnte diese Jugendarbeit, wie sie in Rothenberg geleistet wird, nie alleine stemmen, nannte Heckmann die Gemeinschaftsleistung als tragendes Element. Die stellvertretende Kinderfeuerwehrwartin Chantal Freidel verlas danach den Jahresbericht dieser Gruppe.

Kassenwart Stefan Brand nannte die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres in seinem Bericht. Benjamin Götz und Claus Weyrauch prüften die Kasse und bestätigten ihm eine einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Da Claus Weyrauch bereits zwei Jahre lang Revisor war, stand eine Neuwahl an. Jens Beisel wurde einstimmig zum Nachfolger gewählt.

 

 

 

Beförderungen: Patrick Bartmann, Sandra Amend (Löschmeister)

Beste Übungsteilnahme: Jan Reiche (16), Sebastian Braun, Steffen Bartmann (je 15)

Oberzent räumt beim Südhessenpokal der Jugendfeuerwehren ab

Die Jugendfeuerwehren aus dem Odenwaldkreis sind südhessenweit spitze: Vier der sechs möglichen Pokale nahmen sie vom Südhessenpokal in Babenhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg) mit nach Hause. Bei den gemischten Gruppen siegte der Titelverteidiger JFW Ober-Hainbrunn mit 1397 Punkten vor Rothenberg (1367), bei den gemischten Staffeln Kortelshütte (1390) vor Brombachtal (1388). Insgesamt 14 Teams traten in den beiden Wertungsklassen der Gruppen und Staffeln an, um ihre Sieger zu küren.

Früh morgens reisten die Teams aus dem Odenwaldkreis in den Nachbarlandkreis, um sich mit den benachbarten Landkreisen (Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Groß-Gerau, Offenbach) im Bundeswettbewerb zu messen. Auch die kreisfreien Städte Darmstadt und Offenbach waren einbezogen. Bei den Gruppen (neun Teams) traten die Jugendfeuerwehren Rothenberg und Ober-Hainbrunn an, bei den Staffeln (fünf Mannschaften) Finkenbach, Brombachtal, Kortelshütte und Hainstadt aus dem Odenwald.

Alle Teams zeigten in den beiden Disziplinen (Übung nach Feuerwehrdienstvorschrift und Staffellauf mit Hindernissen) ihr Können. Schon vor der Siegerehrung war abzusehen, dass die Odenwälder Mannschaften wieder ganz vorne mitspielen würden. Die Siegerehrung im Beisein zahlreicher Ehrengäste brachte dann den Beweis.

Jeweils die drei Erstplatzierten wurden mit Pokalen belohnt. Alle Teilnehmer erhielten auch noch Urkunden. Mehr als 20 Punkt- und Wertungsrichter waren beim Wettbewerb im Einsatz. Eingeladen waren die jeweils erfolgreichsten Jugendfeuerwehren, die bereits auf Kreisebene siegreich waren. Ausrichter des Wettbewerbs war diesmal die Kreisjugendwehr Darmstadt-Dieburg.

Die Rothenberger fuhren zusammen mit den Jugendfeuerwehren der ehemaligen Ortsteile Finkenbach, Kortelshütte und Ober-Hainbrunn nach Babenhausen. Vor Ort entschied sich die Truppe aus dem Höhendorf nach kurzem Überlegen für den B-Teil als erste Aufgabe. „Dieser lief bis auf eine kleine Kleinigkeit perfekt“, so Jugendwart Janis Heckmann. Jedoch: Vor dem B-Teil ist vor dem A-Teil.

Ein wenig geknickt „bewiesen unsere Kids dennoch, dass sich das Training der letzten Wochen gelohnt hat“, freute er sich. Eine sehr gute Zeit und fehlerfrei lautete das Ergebnis der Schauübung. Nun hieß es Warten. Die Siegerehrung ging los und es war kaum auszuhalten. Doch dann kam: „Jugendfeuerwehr Rothenberg Platz 2“. Alle waren stolz auf sich und die Mannschaft bekam ihren wohlverdienten Ruhm für das ganze Training, sagte er.

Platzierungen

Gemischte Gruppen: Ober-Hainbrunn, Rothenberg, Bensheim-Zell (Landkreis Bergstraße), Trebur (LK Groß-Gerau), Wald-Erlenbach (LK Bergstraße)

Gemischte Staffeln: Kortelshütte, Brombachtal, Astheim (LK Groß-Gerau), Hainstadt, Finkenbach, Hergershausen (LK Da-Di), Schönmattenwag (LK Bergstaße), Wembach-Hahn (LK Da-Di), Ober-Ramstadt (LK Da-Di).

Feuerwehren aus Oberzent und Brombachtal erfolgreich beim Landeswettbewerb dabei

Der Odenwaldkreis steht feuerwehrmäßig ganz vorn in Hessen. Beim Landeswettbewerb in Hungen waren Teams aus Beerfelden, Rothenberg, Kortelshütte und Brombachtal am Start und hielten die Fahnen der Region hoch. Der Wettbewerb war in zwei Teile aufgeteilt: Durchführung eines Löschangriffes nach Feuerwehrdienstvorschrift (A-Teil) und Staffellauf mit Hindernissen (B-Teil).

Insgesamt nahmen 62 Gruppen in den drei Wertungsklassen (Staffel, gemischte Gruppen und Mädchengruppen) aus ganz Hessen beim 49. Vergleich der Jugendteams teil. Die Jugendfeuerwehr Beerfelden erreichte in der Staffelwertung Platz 12 mit 1287 Punkten, die Mädchenwehr Rothenberg Platz 4 mit 1386 Punkten und die Jugendfeuerwehr Brombachtal bei den gemischten Gruppen den siebten Platz mit 1416 Punkten (in den jeweiligen Wertungsklassen). Bei den Rothenberger Mädels war im Anschluss der Jubel groß, auf Landesebene eine solch hervorragende Platzierung erreicht zu haben. Denn mehr als die Hälfte der Mädels trat zu ersten Mal bei einem Feuerwehrwettkampf an.

Im A-Teil „zeigten unsere Mädels einmal wieder, dass sich das Training in den vergangenen Wochen gelohnt hat“, freute sich der Rothenberger Jugendfeuerwehrwart Janis Heckmann. Auch im B-Teil als nächste Hürde „bewiesen sie ihr Können und zeigten, was sie so drauf haben“. Die Spannung stieg ins Unermessliche, bis es dann hieß: „Platz 4 für die Mädchenmannschaft aus Rothenberg.“ Die Freude war riesig, da man somit zu den besten Teams in ganz Hessen zählt. Auch die Betreuer waren stolz über das Erreichte.

Bei den Hessischen Meisterschaften der Feuerwehrleistungsübungen, ebenfalls in Hungen, wurde der Odenwaldkreis von den Feuerwehren Kortelshütte und Brombachtal vertreten. Beide qualifizierten sich über Kreis- und Bezirksentscheid. Neben einem theoretischen Fragebogen galt es hier eine feuerwehrtechnische Übung mit Menschenrettung und Verwendung von tragbaren Leitern zu absolvieren.

Die Brandschützer aus Brombachtal repräsentierten den Kreis glänzend und holten den zweiten Platz. Das Team aus Kortelshütte hatte nicht seinen besten Tag erwischt und tröstete sich mit dem Motto „Dabeisein ist alles“. „Wir sind unter der 21 besten hessischen Feuerwehren“, gewann der stellvertretende Kommandant Timo Fink der Teilnahme eine positive Seite ab.

Die Siegerehrung fand in Beisein von Staatsminister Peter Beuth und des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. Ralf Ackermann, statt. Beide bescheinigten allen Teilnehmern einen hohen Ausbildungsstand, mit dem sie die Feuerwehren für die Zukunft gut gerüstet sehen. „Dass der Leistungsstandard der hessischen Feuerwehrkräfte und der Jugendfeuerwehren hoch ist, haben die heutige Leistungsübung und der Wettbewerb zweifellos bewiesen“, so Beuth.

„Die Odenwälder Jugendfeuerwehren lieferten wieder hervorragende Leistungen ab, auf die sie alle stolz sein können“, freute sich Kreisjugendfeuerwehrwart Dominic Groh. „Beim Landesentscheid entscheiden oft Sekunden und Kleinigkeiten über die vorderen Plätze“, betonte er. Die drei Teams hätten zusammen mit den Vertretern der Einsatzabteilungen „den Kreis super vertreten“.

Am Landesentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübung nahmen 21 Mannschaften und bei dem Landesjugendfeuerwehr-Wettbewerb 62 Teams teil. Zusammen waren es rund 750 Wettkampf-Teilnehmende. Bei der Feuerwehrleistungsübung sowie dem Jugendfeuerwehr-Wettbewerb können die einzelnen Gruppen bei einem fairen Leistungsvergleich ihren Leistungsstand unter Beweis stellen und ihre Kenntnisse und Fertigkeiten in Theorie und Praxis festigen. Der Landesentscheid wird vom Land Hessen (Innenministerium und Landesfeuerwehrschule) organisiert und durchgeführt.

Odenwälder Jugendfeuerwehren räumten beim Südhessenpokal in Offenbach ab

Große Erfolge der Jugendfeuerwehren aus dem Odenwaldkreis beim Südhessenpokal: Besonders die angehenden Brandschützer aus der Oberzent räumten bei der Veranstaltung kräftig ab und belegten reihenweise vordere Plätze. Die Dominanz machte sich besonders bei den gemischten Gruppen bemerkbar. Hier siegte Ober-Hainbrunn vor Rothenberg und Finkenbach. Der Südhessenpokal wird jährlich vom Verein Jugendfeuerwehr Megazeltlager Südhessen ausgerichtet. Dieses Mal fand er im Sportpark Rosenhöhe Offenbach statt.

Dabei treffen sich die jeweils bestplatzierten Mannschaften, die nicht am Landesentscheid teilnehmen. Sie kommen aus den Landkreisen Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Odenwald, Bergstraße und den kreisfreien Städten Darmstadt und Offenbach, um sich im Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr zu messen. Beim Bundeswettbewerb geht es zum einen darum, eine feuerwehrtechnische Übung nach Dienstvorschrift möglichst fehlerfrei zu absolvieren. Zum anderen muss ein Staffellauf mit feuerwehrtechnischen Hindernissen auf Zeit und fehlerfrei absolviert werden.

Durch die Jugendfeuerwehren der Stadt und des Kreises Offenbach wurden perfekte Rahmenbedingungen geschaffen. Auch der Wettergott meinte es wieder gut mit den 14 angetretenen Mannschaften. Die Jugendfeuerwehren zeigten in einem spannenden und fairen Wettbewerb hervorragende Leistungen. Nachmittags wurde im Beisein zahlreicher Ehrengäste die Siegerehrung durchgeführt. Unter anderem waren dabei: MdB Patricia Lips, der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Rolf Scheuermann. Aus Odenwälder Sicht hat sich die Reise nach Offenbach sehr gelohnt. Sechs der acht Pokale nahm man mit in die Region.

Ergebnisse

Gemischte Gruppen: Ober-Hainbrunn (1410 Punkte), Rothenberg (1401), Finkenbach (1368), Wallerstädten (LK Groß-Gerau, 1351), Wald-Erlenbach (LK Bergstraße, 1349), Beerfelden (1328), Rembrücken (LK Offenbach, 983).

Gemischte Staffeln: Brombachtal (1387), Kortelshütte (1385), Hessenaue (LK Groß-Gerau, 1369,9), Breuberg/Hainstadt (1361,8), Allmendfeld (LK Groß-Gerau, 1360)

Mädchen-Gruppen: Beerfelden (1352)

Mädchen-Staffeln: Hergershausen (LK Darmstadt-Dieburg, 1288)

79 Jugendfeuerwehrleute legten in Beerfelden die Leistungsspange ab

Nur gemeinsam sind sie stark: Die Leistungsspange, das höchste Abzeichen für Jugendfeuerwehrleute, wird zwar jedem einzeln verliehen, aber die Wettkämpfe und Aufgaben lassen sich nur im Team lösen. Mindestens 15 Jahre müssen die Jugendlichen alt sein, wenn sie die letzte Prüfung vor der Einsatzabteilung angehen wollen. Knapp 80 von ihnen kamen jetzt in Beerfelden zusammen, um zentral für den Odenwaldkreis (sieben Teams) und den Landkreis Groß-Gerau (3) die Spange abzulegen. Dazu waren noch Helfer und jüngere JFW-Leute angereist.

Die Kriterien sind bundeseinheitlich, erläuterte Dominic Groh, Jugendfeuerwehrwart des Odenwaldkreises. Es gilt fünf Disziplinen zu bewältigen. Beim Staffellauf über 1500 Meter ist es den Teams selbst überlassen, wer wie viele Meter zurücklegt. „Einer kann 30 und der andere 900 laufen“, schmunzelte Groh. Ähnlich beim Kugelstoßen. Hier müssen die Neuner-Teams mindestens 55 laufende Meter erreichen. Mädchen haben die Drei-Kilo-, Jungs die Vier-Kilo-Kugel.

Bei der Schnelligkeitsübung geht es darum, in möglichst kurzer Zeit acht Feuerwehrschläuche aneinander zu reihen. Hinzu kommen noch eine Übung nach Feuerwehr-Dienstvorschrift und eine Fragerunde mit Themen aus dem Brandschützer-, aber auch allgemein-politischen Bereich. „Allein kann keiner bestehen“, meint Groh. Es geht nur in der Gruppe. Da die Teams immer neun Teilnehmer umfassen müssen, wurden teilweise auch Gemeinden übergreifende Mannschaften gebildet.

Die verschiedenen Stationen hatten die Helfer der Beerfelder Jugendwehr im Sportpark an der Stried, auf der Wiese hinter dem Bauhof und in einem Klassenzimmer der Grundschule aufgebaut. Da die Aufgaben teilweise nicht ganz einfach und auch körperlich anspruchsvoll sind, wird die Leistungsspange erst bei den Älteren ab 15 gewertet. Als „Teamworker“ können aber Jüngere zum Einsatz kommen, um die Mannschaften aufzufüllen. Sie erhalten dann spezielle Anstecker, um ihnen für die die Teilnahme zu danken. „Die kommen sehr gut an“, freut sich Groh.

„Wir versuchen die Abnahme im Odenwaldkreis jedes Jahr durchzuführen“, betont der Jugendwart. Um größere Einheiten zu bilden, stemmt man das Projekt gemeinsam mit Nachbarkreisen. 2016 geschah dies im Landkreis Offenbach mit der dortigen Jugendfeuerwehr, dieses Mal mit Groß-Gerau. Fast die ganze Dauer des Wettkampfs über blieben die Jugendlichen trocken, nur das letzte Team wurde auf dem Sportplatz noch nass.

„Ein Vierteljahr vorher starten schon die Vorbereitungen“, weiß Groh um den Ehrgeiz der Jugendlichen, die Leistungsspange zu bestehen. Sie ist nicht nur „absolutes Highlight“ der Zeit als Jugendfeuerwehr-Angehöriger, sondern wird auch in der Einsatzabteilung angerechnet. Dadurch ist es den Neulingen nach Übertritt möglich, ein Jahr früher in die Lehrgänge einzusteigen. Der Spange vorgeschaltet sind die Jugendflammen in der Stufe 1 bis 3, die im Alter zwischen zehn und 15 Jahren abgelegt werden.

Die Aktivitäten der Jugendlichen wurden von Kreisbrandinspektor Horst Friedrich und seinem Stellvertreter Rolf Scheuermann in Augenschein genommen. Zur Eröffnung sprachen Kreisbeigeordneter Michael Reuter, Kreistagsvorsitzender Rüdiger Holschuh und Bürgermeister Gottfried Görig Grußworte. Ein besonderes Erlebnis war dann die Überreichung der Abzeichen, nachdem sich alle kräftig an den Schnitzel mit Spätzle gestärkt hatten. Dafür und für die Vorbereitung des Events hatte die JFW Beerfelden gesorgt. Um Ablauf und Auswertung kümmerte sich die JFW des Odenwaldkreises.

79 Leistungsspangen wurden verliehen. 54 gingen an Odenwälder, 25 an Jugendliche aus dem Landkreis Groß-Gerau. Die Odenwälder kamen aus folgenden Kommunen: Rothenberg, Beerfelden, Lützelbach, Fränkisch-Crumbach, Brensbach, Breuberg, Bad König, Höchst. Mannschaften aus dem Landkreis Groß-Gerau: Biebesheim, Gernsheim, Mörfelden-Walldorf.

Kortelshütter Jugendwehr fährt zum Südhessenpokal

Große Freude bei der Kortelshütter Jugenderwehr. Ihre Staffel holte beim Bundeswettbewerb im Rahmen des Kreisjugendfeuerwehrtags den zweiten Platz. Das bedeutet wie im vergangenen Jahr auch die Teilnahme am Südhessenpokal, der Ende September in Offenbach stattfindet. Aus der Oberzent war ebenfalls die Rothenberger Mädchenmannschaft sehr erfolgreich, die den ersten Platz belegte.

Die Mannschaften mussten beim Wettbewerb einen A- und einen B-Durchgang absolvieren. Dabei wurde ein feuerwehrtechnischer Teil mit einer Übung durchlaufen sowie die Sportlichkeit des jeweiligen Teams in Form eines Staffellaufs mit einigen Feuerwehr-Bestandteilen getestet. Nach dem Wettkampf gab es für alle Jugendlichen die Möglichkeit, an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen, um die Zeit bis zur Siegesehrung zu verkürzen.

Große Freude herrschte bei den Kortelshüttern, dass sie hinter Nieder-Kainsbach den zweiten Platz belegten. Das bedeutet aber auch, dass nach einer kurzen Sommerpause wieder fleißig weiter trainiert werden muss. Die Gruppe bestand aus Staffelführerin Celina Kabel, Maschinistin Mira Schober, Angriffstruppführerin Theresa Kuntzi, Angriffstruppmann Florian Fink, Wassertruppführer  Max Fink, Wassertruppmann Benedikt Ludwig und Ersatzfrau Jennifer Folville. Verletzungsbedingt ausgefallen ist Jonas Schader.

Mira Schober bestritt ihren allerersten Wettkampf und machte ihre Sache wirklich hervorragend. Nächstes Jahr sind bestimmt auch Felix Völker und Lena Bissdorf mit dabei. Der Dank der Teilnehmer ging außerdem an Maurice Fink und Malte Hinrich, die neben ihrem Einsatz in Einsatzabteilung und Wettkampfmannschaft auch die Jungfeuerwehr betreuen. „Ihr habt eure Sache wieder mal sehr gut gemacht“, lautete das einhellige Lob.

Info: Wer Interesse an der Jugendfeuerwehr habt, kann dienstags um 18.30 Uhr am Feuerwehrhaus in Kortelshütte vorbeischauen.

 

Rothenberger Jugendfeuerwehr schaffte es bei den Landesentscheid – Lärmfeuer-Veranstaltung ein großer Erfolg

Stolze 24 Mitglieder, genau paritätisch in zwölf Jungen und zwölf Mädchen unterteilt, zählt derzeit die Rothenberger Jugendfeuerwehr. Diese Zahl nannte der scheidende Jugendfeuerwehrwart Steffen Bartmann auf der Jahreshauptversammlung. Sein Nachfolger ist Janis Heckmann, der einstimmig bestätigt wurde. 2016 wurden 69 Stunden für feuerwehrtechnische Ausbildung und 49 für allgemeine Jugendarbeit in den wöchentlichen Gruppenstunden aufgewendet, sagte er.

Hinzu kommen Bartmanns Worten zufolge noch neun ganze Tage für Zeltlager, Fahrten und sonstige Aktivitäten. Der zusätzliche Zeitaufwand der Jugendbetreuer für Vor- und Nachbereitungen, Sitzungen sowie für die eigene Aus- und Fortbildung auf Kreis- und Landesebene komme hinzu. „Insgesamt wurden somit über 1178 Stunden in die Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg investiert“, hob er hervor.

2016 begann laut Bartmann mit der Sammlung der alten Christbäume. Im Frühjahr beteiligte sich die Jugendfeuerwehr wieder an den überregional stattfindenden Lärmfeuern. Neben der schon fast traditionellen Feuershow von Jeremy wagte man ein neues Highlight. Ein Bogenschütze sollte mit Feuerpfeilen das Lärmfeuer entzünden. „Hat leider nicht geklappt“, schmunzelte er. „Dieses Jahr will er es aber erneut versuchen und ist guter Dinge.“

Auf Grund guter überregionaler Beziehungen konnten die vier Jugendfeuerwehren der Gemeinde an den Wettkämpfen des Löschbezirks 3 in Langenthal teilnehmen. Das Format war Neuland, aber man freute sich trotzdem über einen neunten und einen 13. Platz. Dieses Jahr wurden außerdem die Zelte imprägniert, um für die nachfolgende Generationen ein trockenes Zelten zu ermöglichen. Ebenfalls wurden Investitionen in einen neuen Pavillon und eine Grillschale getätigt.

Ausprobiert wurden die Unterkünfte beim Kreisjugendfeuerwehrtreffen Ende August in Mümling-Grumbach. Der Bundeswettbewerb fand in diesem Rahmen am 27. August statt. Trotz schlechter Trainingsbedingungen wegen der Ferienzeit belegte die Jungenmannschaft einen sehr guten zweiten Platz. Die frisch aufgestellte Mädchenmannschaft war einen Punkt besser als die direkte Konkurrenz aus Beerfelden und holte in der Wertung den ersten Platz. Die gezeigten Leistungen qualifizierten für den Südhessenpokal und den Landesentscheid.

Im September stand der Landesentscheid in Hungen auf dem Programm. Mit 1383 Punkten erreichte die Mädchenmannschaft den sechsten Platz. Zwei Wochen später holte die Jungenmannschaft einen sehr guten zweiten Platz beim Südhessenpokal in Erbach. Auch 2016 gab es Bartmann zufolge beim Christbaumverkauf großen Andrang. „Es wurden fast alle Bäume verkauft“, freute er sich. Die Veranstaltung und der Lieferservice kamen bei der Bevölkerung sehr gut an.

Ohne Hilfe der Wehrführung, des Vereinsvorstands und der komplette Einsatzabteilung „wären Veranstaltungen wie das Lärmfeuer nicht zu stemmen und die Jugendarbeit in Rothenberg hätte nicht diesen guten Stand“, bedankte sich Steffen Bartmann. „Mein persönlich größter Dank gilt meinem Betreuerstab“, sagte er. „Ohne euch wäre so eine Jugendarbeit nicht möglich.“ Er sprach seinen Dank für die vergangenen Jahre aus, „in denen ihr mich als Jugendfeuerwehrwart unterstützt habt“. Mit Freude sehe er, „dass die Jugendfeuerwehr auch ohne mich eine Zukunft hat“, betonte der aus dem Amt scheidende.

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