Ansturm auf den Wildweinbraten beim Kelterfest der Kortelshütter Feuerwehr

Max Fink, Sven Völker und Felix Götz leisten Schwerarbeit. In schöner Regelmäßigkeit werden erst die Äpfel zerstampft, ehe sie dann in die Presse kommen, die wiederum den leckeren Süßmost ausspuckt, der reißenden Absatz bei den Besuchern des Kelterfestes findet. „Trink‘ nicht zu viel davon“, grinst Sven Völker. Denn der frische Apfelsaft ist geeignet dazu, die Verdauung anzuregen. Das Getränk war jedoch nur eine Spezialität von vielen, die die Brandschützer am Dorfgemeinschaftshaus auftischten.

Der Besuch bei der 27. Auflage der Traditionsveranstaltung war zwar nicht so gut wie im vergangenen Jahr, aber das lag auch am Samstag. Denn normalerweise wird sonntags gefeiert, was aber dieses Jahr nicht möglich war. Den Sonntag zuvor hatte die Wehr am Landeswettbewerb in Hungen teilgenommen, diesen Sonntag hatten bereits die Finkenbacher ihr Weinfest terminiert – denen wollte man nicht dazwischengrätschen. So gab es dieses Mal zwei in eins: Die normalerweise vorabendliche Bembelparty fand am selben Tag statt. Dazu hatten sich viele Wehren aus der Umgebung angesagt.

Das passende Ausflugswetter lockte die Ausflügler in Scharen auf die Höhe. Die kamen nicht aus den Orten des früheren Rothenbergs, sondern auch aus dem Neckartal und sogar aus Michelstadt, um die hohe Odenwald-Luft zu genießen. Rund ums DGH gab es wieder etliche Sitzgelegenheiten, die sich über Mittag rasch füllten. „Wildschwein-technisch“ agierte man dieses Mal eine Nummer kleiner. Denn 2017 kamen zwei Schwarzkittel auf den Grill, dieses Jahr nur einer.

Mit dessen „Erledigung“ hatte man Glück. „Mittwochs hatten wir noch keine Sau, dann kam zum Glück Donnerstag die SMS: Sau tot“, schmunzelte der stellvertretende Kommandant Timo Fink. Er war es wieder, der bereits ab 6 Uhr morgens am Grill stand und schaute, dass sich der Braten regelmäßig drehte. „Normalerweise fange ich um 2 Uhr nachts an“, meinte er. Man war davon ausgegangen, dass ein kleineres Schwein weniger Garzeit bedeuten würde, hatte aber die Rechnung ohne die Sau gemacht. Die brauchte doch etwas länger, so dass sich die Wildschwein-hungrigen Gäste etwas gedulden mussten.

Über die Mittagszeit waren die Plätze an den 20 aufgestellten Bierbankgarnituren sehr gut belegt, es kamen bestimmt über 200 Besucher zu den Spitzenzeiten auf den Berg. Neben den Kameraden der befreundeten Wehren beobachtete Fink dieses Mal wieder viele Auswärtige, die die Gastfreundschaft der Wehrleute und das ausgefallene Speisen- und Getränkeangebot zu schätzen wussten.

Äpfel gab es dieses Jahr en masse. Die Bäume bogen sich vor der Obstlast, die von 20 Wehrleuten zusammen mit der Jugendfeuerwehr einen Tag lang „auf Kortelshütter Wiesen handgelesen wurden“, lachte Sven Völker. „Weit über eine Tonne“ dürfte den Weg in die Presse gefunden haben. Der kleinere Teil wurde als Süßmost ausgeschenkt, der größere, 300 Liter, wird als Most für Apfelwein angesetzt. Über den Winter werden die Behälter im Sandsteingewölbekeller von Völker gelagert, der dafür beste Bedingungen bietet. „Für die kalte Jahreszeit optimal“, grinst der.

Am Grill stand in bewährter Manier der gelernte Koch Stefan Sonnenburg. Der ist zwar kein Feuerwehr-Mitglied, aber bei den Festen immer an vorderster Front dabei, wenn es ums Helfen geht. Insgesamt waren rund um die Veranstaltung 20 Helfer aus der gesamten Feuerwehr aktiv. Viele Speisen wurden vor Ort selbst zubereitet, so das frisch gekochte Sauerkraut, die Semmelknödel, der Kartoffelsalat oder der Zwiebelkuchen.

Der Andrang ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit im Vorfeld: „Von 11 bis 11 wurde am Vortag gekocht“, macht Fink den Aufwand deutlich. Aber die Gäste wissen auch zu schätzen, dass beim Kelterfest viel selbst Hergestelltes auf den Teller und ins Glas kommt. Nachgeschaltet war die „Bembelparty“. Zur Musik von „DJ Firefighter“ wurde bis spät in die Nacht getanzt.

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Dieses Mal wird in Kortelshütte am Samstag gekeltert und gegrill

Ausnahmsweise wird dieses Jahr an einem Samstag gekeltert: Die Feuerwehrleute im Oberzent-Stadtteil laden am Samstag, 15. September, zum traditionellen Kelterfest ein. Dann läuten bei den Schwarzkitteln in der Region die Alarmglocken. Denn zwei von ihnen werden in bester gallischer Tradition erst gegrillt und dann vertilgt. Um 10.30 Uhr wird das im und um das Dorfgemeinschaftshaus Kortelshütte schon zum fünften Mal der Fall sein. Insgesamt findet das Kelterfest bereits zum 27. Mal statt.

Die Brandschützer wichen dieses Mal auf den Samstag aus, weil der Sonntag schon vollgepackt mit Veranstaltungen war und man am Wochenende zuvor auf dem Landeswettbewerb in Hungen war. Die zahlreichen Gäste lassen sich ein mächtiges Wildschwein vom Spieß aus den heimischen Wäldern munden. Diese Neuerung aus 2014, eine Wildsau am Spieß anzubieten, bewährte sich bisher bestens und beschert den Brandschützern immer einen großen Andrang.

Natürlich muss die Sau auch schwimmen. Deshalb gibt es ab Beginn des Festes wieder leckeren, frisch gekelterten Süßmost von Kortelshütter Äpfeln und neuen Wein. Dazu reichen die Floriansjünger selbstgebackenen Zwiebelkuchen, Haxen, geräucherte Forellen und weitere leckere Spezialitäten. Am Samstagabend findet ab 20 Uhr bei freiem Eintritt eine Bembelparty mit „DJ Firefighter“ statt.

Neben den Kameraden der befreundeten Wehren aus Hirschhorn und den ehemaligen Rothenberger Ortsteilen kommen gerne auch viele Auswärtige, die die Gastfreundschaft der Wehrleute und das ausgefallene Speisen- und Getränkeangebot zu schätzen wissen. Etliche Zentner Äpfel von Wiesen auf der heimischen Gemarkung werden im Vorfeld von Einsatzabteilung und Jugendwehr gesammelt, um daraus viele Liter Apfelsaft direkt vor Ort frisch zu pressen.

Am Grill steht immer in bewährter Manier der gelernte Koch Stefan Sonnenburg. Der ist zwar kein Feuerwehr-Mitglied, aber bei den Festen immer an vorderster Front dabei, wenn es ums Helfen geht. Damit der Grill unter der Wildsau nie ausgeht und sie nach mehr als sechs Stunden das entsprechende Aroma hat, schlagen sich die Feuerwehrleute gern die Nacht davor um die Ohren. Spezialist ist hierfür der stellvertretende Kommandant Timo Fink. Insgesamt sind rund um die Veranstaltung 25 Helfer aus der gesamten Feuerwehr aktiv. Viele Speisen werden vor Ort selbst zubereitet, so das frisch gekochte Sauerkraut oder der Zwiebelkuchen.

Großer Ansturm auf den Wildschweinbraten: Freiwillige Feuerwehr Kortelshütte feierte das 26. Kelterfest

Auch wenn es die Feuerwehrleute nach dem Jubiläums-Kelterfest im vergangenen Jahr mit seinem großen Andrang kaum geglaubt hätten: Der Besuch bei der 26. Auflage war nochmal besser. Wozu auch das super Wetter beitrug, das die Ausflügler in Scharen auf die Höhe in den Rothenberger Ortsteil strömen ließ. Die Straßensperrung von Hirschhorn her machte sich dabei überhaupt nicht bemerkbar, freuten sich die Brandschützer.

Zum Glück hatte die Wehr „Wildschwein-technisch“ noch einmal aufgerüstet. Wurden 2016 schon ein 60-Kilo-Schwarzkittel als Braten vom Spieß und eine 50-Kilo-Ausführung als Gulasch ratzeputz verdrückt, waren es dieses Mal je zehn Kilo mehr. Im Beerfeldener und Brombacher Wald fielen die beiden Wildsauen dem größeren Hunger der Kortelshütter und ihrer Gäste zum Opfer.

Das herrliche Wetter bescherte den Brandschützern noch mehr Gäste als im vergangenen Jahr. „Wir hatten Full House beim Mittagessen“, lachte der stellvertretende Kommandant Timo Fink. Über die Mittagszeit waren die Plätze an den 20 aufgestellten Bierbankgarnituren restlos belegt, es kamen bestimmt über 200 Besucher zu den Spitzenzeiten auf den Berg. Besser hätte man sich den Zuspruch zum 26. Kelterfest rund um das Dorfgemeinschaftshaus nicht wünschen können.

Neben den Kameraden der befreundeten Wehren aus Hirschhorn, Rothenberg, Langenthal, Ober-Hainbrunn und Finkenbach beobachtete Fink dieses Mal auch viele Auswärtige, die die Gastfreundschaft der Wehrleute und das ausgefallene Speisen- und Getränkeangebot zu schätzen wussten. So reisten etwa Gäste aus Fürth im Odenwald an, die über einen Echo-Artikel informiert worden waren, oder Grenzgänger aus dem badischen Schönau.

Der Frost im Frühling hatte zwar die Apfelernte verhagelt, aber über 200 Kilo des wohlschmeckenden Obsts von Kortelshütter Wiesen kamen trotzdem noch zusammen. Sie waren im Vorfeld von Einsatzabteilung und Jugendwehr gesammelt worden, um daraus den Apfelsaft direkt vor Ort frisch zu pressen. „Wir haben zwar weniger, aber dafür schmeckt er super“, meinte Fink.

Malte Hinrichs und Felix Götz gingen hierfür mehrmals am Tag zu Werke, ließen die Äpfel erst durch die Maschine kleinhäckseln und pressten diese dann mit Muskelkraft zu leckerem Saft. Den nahmen kurzerhand viele Besucher auch mit. Am Grill stand in bewährter Manier der gelernte Koch Stefan Sonnenburger. Der ist zwar kein Feuerwehr-Mitglied, aber bei den Festen immer an vorderster Front dabei, wenn es ums Helfen geht. Dieses Mal bekam er Glückwünsche nicht nur für seine Grillkünste, sondern weil er exakt am Festtag auch seinen 43. Geburtstag feierte.

Damit der Grill unter der Wildsau nie ausgeht und sie nach mehr als sechs Stunden das entsprechende Aroma hat, schlägt sich Fink gern die Nacht um die Ohren. „Seit 2 Uhr befeuere ich den Grill“, meinte er elf Stunden später immer noch gut gelaunt. Insgesamt waren rund um die Veranstaltung 25 Helfer aus der gesamten Feuerwehr aktiv. Viele Speisen wurden vor Ort selbst zubereitet, so das frisch gekochte Sauerkraut oder der Zwiebelkuchen.

Der Andrang ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit im Vorfeld: „Von 11 bis 11 wurde am Vortag gekocht“, macht Fink den Aufwand deutlich. Aber die Gäste wissen auch zu schätzen, dass beim Kelterfest viel selbst Hergestelltes auf den Teller und ins Glas kommt. Neben dem Ragout wurden auch die Semmelknödel in Eigenarbeit hergestellt, kümmerten sich die Wehrleute um Haxen und geräucherte Forellen.

Vorgeschaltet war dem Kelterfest die „Bembelparty“. Zur Musik von „DJ Firefighter“ wurde bis spät in die Nacht getanzt. Von den Feuerwehren aus Langenthal, Rothenberg und Höllerbach kamen die meisten Gäste. Zu feiern gab es diesmal den zweiten Platz der Einsatzabteilungs-Mannschaft beim Kreisentscheid. Auch die Jugend landete auf Platz 2 und fährt deshalb nun zum Südhessenpokal.

Beim Kortelshütter Kelterfest am 10. September werden wieder Wildschweine gegrillt

Wenn die Feuerwehrleute im Rothenberger Ortsteil ihr Kelterfest feiern, läuten bei den Schwarzkitteln in der Region die Alarmglocken. Denn zwei von ihnen werden in bester gallischer Tradition erst gegrillt und dann vertilgt. Am Sonntag, 10. September, wird das um 10.30 Uhr im und um das Dorfgemeinschaftshaus Kortelshütte schon zum vierten Mal der Fall sein. Insgesamt findet das Kelterfest bereits zum 26. Mal statt.

Die zahlreichen Gäste lassen sich nicht nur ein mächtiges Wildschwein vom Spieß aus den heimischen Wäldern munden, sondern vertilgen in der Regel noch ein weiteres, das zuvor zu Wildgulasch verarbeitet wurde. Diese Neuerung aus 2014, eine Wildsau am Spieß anzubieten, bewährte sich bisher bestens und beschert den Brandschützern immer einen großen Andrang.

Natürlich muss die Sau auch schwimmen. Deshalb gibt es wieder leckeren, frisch gekelterten Süßmost von Kortelshütter Äpfeln und neuen Wein. Dazu reichen die Floriansjünger selbstgebackenen Zwiebelkuchen, Haxen, geräucherte Forellen und weitere leckere Spezialitäten. Wie schon in den vergangenen Jahren findet am Tag zuvor, Samstag, 9. September, ab 20 Uhr eine Bembelparty mit „DJ Firefighter“ statt.

Neben den Kameraden der befreundeten Wehren aus Hirschhorn und den Rothenberger Ortsteilen kommen gerne auch viele Auswärtige, die die Gastfreundschaft der Wehrleute und das ausgefallene Speisen- und Getränkeangebot zu schätzen wissen. Etliche Zentner Äpfel von Wiesen auf der heimischen Gemarkung werden im Vorfeld von Einsatzabteilung und Jugendwehr gesammelt, um daraus viele Liter Apfelsaft direkt vor Ort frisch zu pressen.

Am Grill steht immer in bewährter Manier der gelernte Koch Stefan Sonnenburger. Der ist zwar kein Feuerwehr-Mitglied, aber bei den Festen immer an vorderster Front dabei, wenn es ums Helfen geht. Damit der Grill unter der Wildsau nie ausgeht und sie nach mehr als sechs Stunden das entsprechende Aroma hat, schlagen sich die Feuerwehrleute gern die Nacht um die Ohren. Insgesamt sind rund um die Veranstaltung 25 Helfer aus der gesamten Feuerwehr aktiv. Viele Speisen werden vor Ort selbst zubereitet, so das frisch gekochte Sauerkraut oder der Zwiebelkuchen.

Zum 25. Jubiläum war der Besuch beim Kortelshütter Kelterfest der Feuerwehr besonders gut

Wenn die Kortelshütter Feuerwehrleute ihr Kelterfest feiern, müssen bei den Schwarzkitteln in der Region die Alarmglocken läuten. Denn zwei von ihnen werden dann in bester gallischer Tradition vertilgt. Heuer schon das dritte Mal in Folge. Die zahlreichen Gäste schafften nicht nur das 55-Kilo-Wildschwein vom Spieß aus Brombacher Wäldern, sondern komplett noch ein weiteres, 30 Kilo schweres, das zuvor zu Wildgulasch verarbeitet worden war. Damit bewährte sich die Neuerung aus 2014, eine Wildsau am Spieß anzubieten, wiederum bestens.

Das herrliche Wetter bescherte den Brandschützern noch mehr Gäste als im vergangenen Jahr. Über die Mittagszeit waren die Plätze an den 20 aufgestellten Bierbankgarnituren restlos belegt, es kamen bestimmt über 200 Besucher zu den Spitzenzeiten auf den Berg. Besser hätte man sich den Zuspruch zum 25. Kelterfest rund um das Dorfgemeinschaftshaus nicht wünschen können. Dazu kommen noch diverse Erfolge der verschiedenen Mannschaften bei Feuerwehr-Wettbewerben in jüngster Vergangenheit, sodass es viel zu feiern gab.

Neben den Kameraden der befreundeten Wehren aus Hirschhorn und Rothenberg beobachtete der stellvertretende Kommandant Timo Fink dieses Mal auch viele Auswärtige, die die Gastfreundschaft der Wehrleute und das ausgefallene Speisen- und Getränkeangebot zu schätzen wussten. Sechs Zentner Äpfel von Kortelshütter und Hainbrunner Wiesen (hier von Michael Ihrig) waren im Vorfeld von Einsatzabteilung und Jugendwehr gesammelt worden, um daraus etwa 300 Liter Apfelsaft direkt vor Ort frisch zu pressen.

Malte Hinrichs und Roman Kabel gingen hierfür mehrmals am Tag zu Werke, ließen die Äpfel erst durch die Maschine kleinhäckseln und pressten diese dann mit Muskelkraft zu leckerem Saft. Den nahmen kurzerhand viele Besucher auch abgefüllt mit. Was nicht verkauft wurde, wird demnächst zum Gären gebracht, kündigte Fink an. Am Grill stand in bewährter Manier der gelernte Koch Stefan Sonnenburger. Der ist zwar kein Feuerwehr-Mitglied, ist aber bei den Festen immer an vorderster Front dabei, wenn es ums Helfen geht.

Damit der Grill unter der Wildsau nie ausgeht und sie nach mehr als sechs Stunden das entsprechende Aroma hat, schlägt sich Fink gern die Nacht um die Ohren. „Seit 2 Uhr befeuere ich den Grill“, meinte er zwölf Stunden später immer noch gut gelaunt. Insgesamt waren rund um die Veranstaltung 25 Helfer aus der gesamten Feuerwehr aktiv. Viele Speisen wurden vor Ort selbst zubereitet, so das frisch gekochte Sauerkraut oder der Zwiebelkuchen.

Der Andrang ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit im Vorfeld: „Von 11 bis 11 wurde am Vortag gekocht“, macht Fink den Aufwand deutlich. Aber die Gäste wissen auch zu schätzen, dass beim Kelterfest viel selbst Hergestelltes auf den Teller und ins Glas kommt. Neben dem Ragout wurden auch die Semmelknödel in Eigenarbeit hergestellt, kümmerten sich die Wehrleute um Haxen und geräucherte Forellen.

Vorgeschaltet war dem Kelterfest die „Bembelparty“. Zur Musik von „DJ Firefighter“ wurde bis spät in die Nacht getanzt. Ganz aktuell wurde da der Gewinn des Südhessenpokals durch die Jugendwehr gefeiert, aber auch der zwölfte Platz beim hessischen Landesentscheid der Feuerwehrübungen für die Kortelshütter Mannschaft.

46. Teilnahme in Folge der Kortelshütter Wehr an den Leistungsübungen – Fürs Kelterfest eigens einen Wildschwein-Grill gebaut

Auf ein im Wesentlichen unspektakuläres Jahr blickte Wehrführerin Anja Hinrichs in ihrem Bericht der Einsatzabteilung auf der Jahreshauptversammlung der Kortelshütter Feuerwehr zurück. Größter Einsatz wie für die anderen Rothenberger Wehren auch war der Wohnhausbrand in Finkenbach. Hinrichs listete daneben verschiedene Hilfeleistungen und Fehlalarme durch Brandmelder auf. In der Kortelshütter Wehr seien derzeit 21 Mitglieder aktiv, dazu kämen noch einmal zehn Personen in der Alters- und Ehrenabteilung, sagte sie.

Wie Hinrichs weiter ausführte, wurden im vergangenen Jahr erst der Mannschaftstransportwagen und dann das Tragkraftspritzenfahrzeug auf Digitalfunk umgerüstet. Dazu gab es Übungen und Unterrichtsabende wie zur Gerätekunde, Kettensägeausbildung oder Löschwasserversorgung. Anfang Oktober habe man beim Aufbau der Flüchtlingsunterkunft in Michelstadt geholfen.

Verschiedene Lehrgänge wurden mit Erfolg absolviert: Daniel Braner zum Maschinisten, Malte Hinrichs und Tina Uhrig zum Truppenführer, Malte Hinrichs zum Gruppenführer sowie Daniel Braner, Maurice und Timo Fink für die mobile Brandsimulationsanlage. „Insgesamt wurden 2015 acht Lehrgänge absolviert“, erläuterte Hinrichs. Für dieses Jahr gebe es bereits wieder ebenso viele Anmeldungen.

Laut ihren Worten trägt die jährliche Teilnahme an den Feuerwehr-Leistungsübungen „einen wesentlichen Teil zur theoretischen und praktischen Ausbildung bei“. Zwei gemischte Staffeln seien am Start gewesen. Inzwischen, so die Wehrführerin stolz, „die 46. Teilnahme der Kortelshütter Wehr an den Leistungsübungen in Folge“. Unter 15 Mannschaften aus dem gesamten Odenwaldkreis habe eine den vierten Platz, einen den neunten Platz belegt. „Beide erreichten die Leistungsstufe Gold“, sagte Hinrichs. Durch einen zusätzlichen theoretischen Teil habe Maurice Fink das goldene Feuerwehr-Leistungsabzeichen erworben.

Auf die Aktivitäten des Feuerwehrvereins ging Anja Bissdorf ein. Sie streifte Winterwanderung, Oster- und Maibaumfest, diverse Versammlungen und (Vorstands-)Sitzungen. 2015 sei die Feuerwehr Ausrichter der Kortelshütter Kerwe gewesen. Daniel Braner ließ sich dabei für die Kerweboschd-Wahl wieder etwas Neues einfallen, so Bissdorf. In der Kerwepredigt deckte er all die kleinen Missgeschicke und Sünden der Kortelshütter auf.

Ein großes Event war ihren Worten zufolge das 24. Kelterfest. Der frische Süßmost stammte dieses Mal ausschließlich von Kortelshütter Apfelbäumen. Es startete schon einen Tag vorher mit einer Bembelparty. Da fürs Wildschwein am Spieß der Grill fehlte, „mussten wir uns selbst was einfallen lassen“. Gerrit Bissdorf hatte die Idee für einen Wildschweingrill, den man aus einer alten Badewanne fertigte. „Unermüdlich wurde gebastelt, geschweißt und dank einiger Helfer der Grill zum Laufen gebracht“, freute sich Bissdorf.

Die Vorsitzende nannte daneben verschiedene Besuche bei befreundeten Wehren: so am Florianstag bei der Hirschhorner Wehr, beim Tag der offenen Tür der Rothenberger Kameraden oder beim Feuerwehrfest in Höllerbach. Dazu kamen noch Brunnenfest Beerfelden und Finkenbacher Grillnacht.

Kortelshütter Wildschwein-Konsum beim Kelterfest macht schon fast Obelix Konkurrenz

Der Kortelshütter Wildschwein-Konsum macht schon fast Obelix Konkurrenz: „Es lief sehr gut“, ist der stellvertretende Wehrführer Timo Fink rundum zufrieden. Beim 24. Kelterfest der Feuerwehr Kortelshütte meldeten die Floriansjünger am Schluss: „alles aufgegessen“. Die zahlreichen Gäste schafften nicht nur das 45-Kilo-Wildschwein vom Spieß, sondern komplett noch ein weiteres, das zuvor zu Wildgulasch verarbeitet worden war. Damit bewährte sich die Neuerung aus dem vergangenen Jahr, eine Wildsau am Spieß anzubieten, bestens.
Besonders freute man sich im Rothenberger Ortsteil, dass am Nachmittag der neue Landrat des Odenwaldkreises, der SPD-Politiker Frank Matiaske, dem Fest einen Besuch abstattete. Er kam beileibe nicht allein: „Nachmittags waren alle Plätze besetzt“, beobachtete Fink. Bestimmt um die 100 bis 150 Leute seien auf einmal am Dorfgemeinschaftshaus gewesen. Darunter auch Mitglieder der anderen Ortsteilwehren und eine Abordnung aus Hirschhorn. Sie ließen sich vom leichten Nieseln nicht abschrecken, war doch ein Großteil der Plätze überdacht.
Eine schöne Bestätigung für die Arbeit im Vorfeld: „Von 11 bis 11 wurde am Vortag gekocht“, macht Fink den Aufwand deutlich. Aber die Gäste wissen auch zu schätzen, dass beim Kelterfest viel selbst Hergestelltes auf den Teller und ins Glas kommt. Neben dem Ragout wurden auch die Semmelknödel in Eigenarbeit hergestellt, kümmerten sich die Wehrleute um Haxen und geräucherte Forellen. Um 4 Uhr in der Früh wurde die Wildsau auf den Grill gehängt, damit sie sechs Stunden später, bei Festbeginn, gut durch war.
Der Süßmost aus Kortelshütter Äpfeln, ganz frisch mit der Presse gekeltert, ging wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln über die Theke. Etwa 500 Kilo Äpfel sammelten Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr in der Zeit vor dem Kelterfest auf den Wiesen rund um den Ort. Was nicht verkauft wurde, wird demnächst zum Gären gebracht, kündigte Fink an.
30 Feuerwehr-Helfer waren nicht nur am Tag selbst, sondern auch in der Vorbereitung rund um und im Dorfgemeinschaftshaus aktiv. Vorgeschaltet war dem Kelterfest die „Bembelparty“. Zur Musik von „DJ Firefighter“ wurde bis spät in die Nacht getanzt. Besonders die Abordnung aus Höllerbach bewies dabei ihre Stand- bzw. Tanzfestigkeit und hielt bis kurz vor 3 Uhr früh durch.