Sommerkonzert der Kunstpflege Hirschhorn mit lateinamerikanischer Musik von Palito Aché

Lateinamerikanische Rhythmen am Neckar: Da muss doch Sommerfeeling aufkommen. Am Samstag, 19. August, findet um 19 Uhr das nächste Konzert der Kunstpflege Hirschhorn statt. Nach längerer Zeit sind wieder Musiker der Gruppe „Palito Aché“ zu Gast. Das Konzert steigt diesmal nicht wie gewohnt im Langenthaler Atelier von Enno Folkerts, sondern im Garten von Vereinsmitglied Jens Hafner in Ersheim, Brentanostraße 8 (direkt hinter der Neckartalschule).

Wer die Musik von Lorenzo Guillén (Gitarre Gesang), Neophytos Stephanou (Bass/Gesang) und Pablo Pellecer (Percussion) hört, kann den rhythmischen Wurzeln der lateinamerikanischen Kultur nachspüren. Die schiere Lebensfreude, welche diese Musik sogar in ruhigen Stücken zum Ausdruck bringt, animiert dazu, sich in Bewegung zu setzen, zu tanzen oder wenigstens mit den Füßen zu wippen.

Bei solchen Rhythmen an einem Sommerabend kann sich mit ein wenig Phantasie das Neckarufer in einen karibischen Strand verwandeln. Und man hat noch den Vorteil, dass man hier keine unliebsamen Begegnungen mit Schlangen, Skorpionen oder Haien zu befürchten braucht. Der Eintritt ist wie immer frei. Es geht der Hut für die Musiker herum.

Virtuose Hommage an Nat „King“ Cole: „Maurice Kühn Trio“ bestritt das erste Atelierkonzert der Kunstpflege Hirschhorn in diesem Jahr

 

Virtuose Klavierläufe, ein wummernder Kontrabass und filigrane Gitarrenarbeit: Das „Maurice Kühn Trio“ war auf Einladung der Kunstpflege Hirschhorn beim ersten Atelierkonzert in diesem Jahr zu Gast. Mit dem Programm „I tip my hat to Nat“ brachten die drei Musiker eine Hommage an Nat „King“ Cole auf die Bühne.

Diese Reminiszenz an einen der großartigsten und einflussreichsten Sänger und Pianisten des 20. Jahrhunderts wurde in Coles Lieblingsbesetzung gespielt – mit Klavier, Bass, Gitarre und Gesang. Die Zuhörer hörten bekannte Originalarrangements des Nat Cole Trios sowie eigene Bearbeitungen der schönsten Songs aus der „Golden Era of Songwriting“.

Die Zuschauer im Atelier von Enno Folkerts waren mehr als angetan vom frischen und unverstaubten Auftritt des Trios. Es entführte die Gäste so detailgetreu in die damalige Zeit, dass diese sich als Teil der Musik fühlten, als Jazz noch keine verschrobene Kopfmusik war. Ehrliche, handgemachte Musik und vor allem Swing.

Der aus Lindenfels stammende Maurice Kühn sang und spielte einen in Quinten anstatt wie sonst üblich in Quarten gestimmten Kontrabass. Dadurch entstand ein klarer, singender Ton. Diese Klangveränderung sowie die vielseitigeren Möglichkeiten der Stimmung wie Akkorde und der größere Tonumfang ergaben einen besonderen Sound. Dazu improvisierte mit Stimme und gestrichenem Bass – à la Slam Stewart und Major Holley.

Von Art Tatum und Bud Powell über Oscar Peterson bis Benny Green (und natürlich Nat Cole) hat Karsten von Lüpke alles aufgesogen. Die Läufe perlten nur so aus seinen Fingern heraus. Florian Hofmann spielte Jazzgitarre als beherzter Solist und sensibler Begleiter. Mit seiner großen Leidenschaft, dem Rhythmusgitarren-Spiel, dem richtigen Sound und Groove war er der Motor des Trios und machte das Schlagzeug überflüssig.

„Maurice Kühn Trio“ mit Hommage an Nat „King“ Cole beim Atelierkonzert der Kunstpflege Hirschhorn

Das erste Atelierkonzert der Kunstpflege Hirschhorn in diesem Jahr findet am Samstag, 29. April, um 20 Uhr statt. Es ist das inzwischen 16. in der Vereinsgeschichte und widmet sich dem Swing. Dieses Mal spielt im Atelier Enno Folkerts, Waldmichelbacher Straße 2 in Langenthal (Alte Pappenfabrik), das „Maurice Kühn Trio“. Der Eintritt ist frei, es wird wie immer am Ausgang um eine Spende gebeten.

Mit dem Programm „I tip my hat to Nat“ bringt das Maurice Kühn Trio seine Hommage an Nat „King“ Cole, einen der großartigsten und einflussreichsten Sänger und Pianisten des 20. Jahrhunderts, auf die Bühne. Gespielt in Coles Lieblingsbesetzung – mit Klavier, Bass, Gitarre und Gesang – erwarten die Zuhörer Originalarrangements des Nat Cole Trios sowie eigene Bearbeitungen der schönsten Songs aus der „Golden Era of Songwriting“.

Dabei spielt das Trio so frisch und unverstaubt auf, als wäre man mittendrin in der Zeit, als Musiker noch mit dem und für das Publikum spielten und Jazz noch keine verschrobene Kopfmusik war. Kein Gedudel oder Free-Irrfahrten, sondern ehrliche, handgemachte Musik, viel Kommunikation und vor allem: Swing.

Maurice Kühn singt und spielt Kontrabass. Dieser ist in Quinten gestimmt anstatt wie sonst üblich in Quarten. Dadurch entsteht ein klarer, singender Ton. Diese Klangveränderung sowie die vielseitigeren Möglichkeiten der Stimmung wie Akkorde und der größere Tonumfang ergeben einen Sound, den man so mit Sicherheit noch nicht gehört hat. Dazu singt er federleicht und improvisiert mit Stimme und gestrichenem Bass – à la Slam Stewart und Major Holley.

An Karsten von Lüpke kommt, wenn es um das Swing-Piano geht, niemand vorbei. Von Art Tatum und Bud Powell über Oscar Peterson bis Benny Green (und natürlich Nat Cole) hat er alles aufgesogen und nun dies perlt nur so aus seinen Fingern heraus.

Florian Hofmann spielt Jazzgitarre, so wie es sein soll: als beherzter Solist und sensibler Begleiter. Seine große Leidenschaft ist – wonach man bei den meisten Gitarristen vergeblich sucht – das Rhythmusgitarrenspiel. Mit dem richtigen Sound und Groove ist er der Motor des Trios und macht das Schlagzeug überflüssig.

Roberto Tardito entführt bei der Kunstpflege Hirschhorn musikalisch auf den italienischen Stiefel

„Se fossi Dylan“, „Wenn ich Dylan wäre“, heißt eine CD von Roberto Tardito. Und wirklich lassen sich einige Parallelen zwischen dem italienischen „Cantautore“, wie die Liedermacher im Süden genannt werden, und dem amerikanischen Nobelpreisträger finden. Allerdings ist das Italienisch des aus dem Piemont stammenden Tardito eindeutig besser verständlich aus das Genuschel des US-Singer-Songwriters Bob Dylan.

Über den Kortelshütter Musiker Heiko Plank, der neben anderen internationalen Künstlern auf dieser CD mitwirkte, kam auch der Kontakt zur Kunstpflege Hirschhorn zustande. Auf deren Einladung spielte der sympathische 32-Jährige jetzt eines seiner drei Deutschland-Konzerte im Rahmen der Tournee „La strada verso casa“ im Langenthaler Atelier von Enno Folkerts. Das steht somit einer Reihe mit München, Ingolstadt, Turin, Mailand, Bergamo oder Rom.

Tardito lebt seine manchmal poetischen, manchmal aber auch gesellschaftskritischen Songs. Nur mit seiner akustischen Gitarre, teilweise auch sich selbst auf der Mundharmonika begleitend – siehe Dylan -, philosophiert er über den Sinn des Lebens, die vielen Verbote im täglichen Einerlei, das fehlende Engagement in der Gesellschaft. Eben die klassischen Liedermacher-Themen, die man dem völlig in seine Musik vertieften Tardito sofort abnimmt.

Im Gespräch vor dem Konzert zeigt der sich aber ebenso von seiner lockeren Seite, plaudert mit den Kunstpflege-Mitgliedern, macht einen Scherz, nimmt sich neben dem Aufbau immer die Zeit für seine deutschen Gastgeber. In den Genuss eines typisch deutschen Essens kommt der sicherlich andere Küche gewohnte Italiener auch: Königsberger Klopse mit Kapern, Kartoffeln und Rote Beete…

Mit Alessandro Mino hat Tardito einen Freund dabei, der sich um den besten Ton kümmert. Da der Italiener mit verschiedenen Soundeffekten arbeitet, auch mal eine Panflöte einsetzt, ist das von Vorteil. Mino schafft es auch, die leicht rauchige Stimme bestens zur Geltung zu bringen, mit der der Musiker seinen Stücken den richtigen Klang gibt. Mal mit leichten Rap-Einflüssen, mit getragen-traurig, dann wieder vor Lebensfreude sprühend gibt der seinen Zuschauern einen Einblick in seine Gefühlswelt.

Resignation ist dabei Tarditos Sache nicht, wie in den von Giuseppe Lauria zu Beginn jeden Stückes sinngemäß übersetzten Texten zum Ausdruck kommt. Der Landsmann führt in Hirschhorn das Ristorante „Bei Peppe“ und brachte den Gästen die Themen des „Cantautore“ näher. Mehr Hoffnung, weniger Verbote, mehr Einsatz für die Gesellschaft – wie ein roter Faden ziehen sich diese Punkte durch das Schaffen des 32-Jährigen.

Die begeisterten Zuschauer sparten nicht mit dem Applaus für den besonderen Künstler, mit dem die Kunstpflege wieder einmal ein Highlight in die alte Pappenfabrik brachte. Das im Übrigen ein paar mehr Zuschauer verdient hätte. Zu Beginn des zweiten Sets gab’s dann noch eine deutsch-italienisch Koproduktion, als Heiko Plank auf seinem gleichnamigen Saiteninstrument zu Tardito auf die Bühne kam und beide zusammen ein Stück spielten.

Tarditos raue und sehr einfühlsame Stimme liegt irgendwo zwischen Angelo Branduardi und Paolo Conte. Er ist in seiner Musik immer auf der Suche nach Berührungspunkten zwischen den Kulturen und den verschiedenen musikalischen Traditionen. Tardito singt Balladen und Revolutionslieder, aber auch populäre Songs aus der ganzen Welt. Seine Texte sind voller Reife und Aussagekraft, wie sie in der Tradition eines Hannes Wader, Reinhard Mey oder Konstantin Wecker zu finden sind.

2007 wurde Tarditos Debütalbum „Controvento“ veröffentlicht. Dank dieser Arbeit war er der erste italienische Künstler, der an dem von Peter Gabriel organisierten internationalen Projekt WE7 teilnahm. 2010 folgte „Se fossi Dylan“, das in den USA, Italien, Deutschland, Bulgarien und Frankreich aufgenommen wurde. Der Veröffentlichung des Albums „Porto Argo“ folgten 2011 Konzertreisen in Italien, Belgien, Deutschland und Slowenien. 2012 entstand „Punto di Fuga“ in Zusammenarbeit. 2014 kam das aktuellste Werk heraus: „Era una gioia appiccare il fuoco“.

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Italienischer Songwriter Roberto Tardito kommt am 3. November zur Hirschhorner Kunstpflege ins Atelier von Enno Folkerts

Die Kunstpflege Hirschhorn lädt ein zum letzten Konzert in diesem Jahr mit Roberto Tardito. Es findet statt am Donnerstag, 3. November, um 20 Uhr im Atelier Enno Folkerts in der Waldmichelbacher Straße 2. Auf seiner Tournee 2016 „La strada verso casa“ spielte Roberto Tardito bereits in Rom, Turin, Mailand, Bergamo, Bellinzona und Banco. In Deutschland gibt er nur drei Konzerte: in München, in Ingolstadt und eben in Langenthal.

Robert Tardito spielt akustische und elektrische Gitarre, Percussions, Bodhrán und Harmonica. Seine raue und sehr einfühlsame Stimme liegt irgendwo zwischen Angelo Branduardi und Paolo Conte. Er ist in seiner Musik immer auf der Suche nach Berührungspunkten zwischen den Kulturen und den verschiedenen musikalischen Traditionen. Tardito singt Balladen und Revolutionslieder, aber auch populäre Songs aus der ganzen Welt. Seine Texte sind voller Reife und Aussagekraft, wie sie in der Tradition eines Hannes Wader, Reinhard Mey oder Konstantin Wecker zu finden sind.

Die sehr poetischen, aber dennoch gesellschaftsspiegelnden Texte des Singer/Songwriters werden zum besseren Verständnis von Giuseppe Lauria, der in Hirschhorn das Ristorante „Bei Peppe“ führt, sinngemäß übersetzt. Teilweise gibt es aber auch Textpassagen zu hören, um die Poesie von Tarditos Texte deutlich zu machen. Wie immer gilt: kein Eintritt, sondern ein freiwilliger Obolus.

2007 wurde Tarditos Debütalbum „Controvento“ veröffentlicht. Dank dieser Arbeit war er der erste italienische Künstler, der an dem von Peter Gabriel organisierten internationalen Projekt WE7 teilnahm. Durch die virtuelle Plattform „Second Life“ erreichte dieses Konzert die Hauptstädte der Vereinigten Staaten, von Europa und Australien – mit insgesamt 116 Auftritten und mehr als 45000 Zuschauern.

2010 folgte „Se fossi Dylan“, ein Album, das in Zusammenarbeit mit Musikern wie Nicholas Burns, Heiko Plank, Peyo Peev und Milen Slavov realisiert, in den USA, Italien, Deutschland, Bulgarien und Frankreich aufgenommen und in London von Chris Stilmant produziert wurde. Auch eine englische Version des Albums gibt es: „If I were Dylan“.

Der Veröffentlichung des Albums „Porto Argo“ folgten 2011 Konzertreisen in Italien, Belgien, Deutschland und Slowenien. 2012 entstand „Punto di Fuga“ in Zusammenarbeit mit Riccardo Galardini, Steve Cooper, Peter Sitka, Nathan Steers, Carlos Meza und Milen Slavov. 2014 kam das aktuellste Werk heraus: „Era una gioia appiccare il fuoco“ – mit Fabrizio Barale, Claudio Fossati, Riccardo Galardini, Max Gelsi und Guido Guglielminetti.

Mächtigen Orgelklänge und virtuose Gitarrensoli beim Konzert von Jo Aldingers „Downbeatclub“ im Langenthaler Atelier Folkerts

Was die Besucher zahlenmäßig nicht hergaben, das machten sie durch ihre Begeisterung wett: Die drei Musiker von Jo Aldingers „Downbeatclub” wurden nach ihren epischen Stücken immer wieder mit viel Beifall bedacht. Kein Wunder, standen doch absolute Könner auf der Bühne des Ateliers von Enno Folkerts. Dort fand die zweite Veranstaltung in der Zusammenarbeit von „Konzerte am Neckar“ und der „Kunstpflege Hirschhorn“ statt.

Konni Behrendt, Gitarre, Jo Aldinger, Hammondorgel, und Matthias Macht, Schlagzeug, spielten nach eigener Definition „Psychedelic Jazz Funk Rock“. Und wie: Die mächtigen Orgelklänge wechselten sich ab mit diversen Gitarrensoli und virtuosen Schlagzeugklängen. Die Musiker waren oft völlig versunken in ihre Instrumente, konzentrierten sich voll auf die einzelnen Töne, ließen der Improvisation freien Lauf.

Die flirrende Weite, die diese Band erzeugte, ließ mehr als drei Künstler vermuten. Chamäleonartig passten sie ihre musikalischen Farbgebungen einander an und erschufen so ein einzigartiges, homogenes und klares Klangbild. Der Psychedelic Rock von „Pink Floyd“ oder „Deep Purple“ kam mehr als einmal in den Stücken zum Vorschein.

Der 1973 in Stuttgart geborene Jazzpianist, Hammondorganist und Komponist Jochen Aldinger konzertiert aktuell auch mit „Goetheallee“, „aldimenz“ und der „Lena Sundermeyer Band“. Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa. Seit 2004 ist er Dozent für Klavier, Korrepetition und Musiktheorie an der Hochschule für Musik in Dresden. Für sein Spiel und seine Kompositionen wurde er mehrfach im In- und Ausland mit Preisen ausgezeichnet. Ein feines Gespür für Strukturen und Stimmengewichtung und ein besonderer Sinn für Melodik charakterisieren diesen eigenständigen und innovativen Klangästheten.

Der Gitarrist und Komponist Konni Behrendt studierte an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Er spielt in verschiedensten Formationen, denen er vor allem durch seine stilistische und klangliche Vielfalt eine eigene Note verleiht. Ob Jazz, Rock, Pop oder frei improvisierte Musik, aus allen Genres schöpft der gebürtige Magdeburger die Zutaten seiner Klangwelt. Auch als Komponist gibt es für ihn keine Grenzen und Gesetze.

Seit 1984 spielte Matthias Macht auf etwa 20 CDs und 500 Konzerten mit „Tijuana mon amour broadcasting inc.“, „Hegner“, „Pawella ice” oder „Paul Sprawl”. Er studierte Schlagzeug bei Jazzlegende Günter „Baby“ Sommer an der Musikhochschule Dresden. Macht ist ein Schlagzeuger mit außergewöhnlichem Ausdruck, Soundvielfalt und Kreativität. In seinem unverwechselbaren Stil verbindet er Elemente aus Jazz, Drum & Bass, Funk und Freejazz.

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Französische Balladen, Jazz, Swing und Balladen beim Konzert der Kunstpflege in Langenthal

„Alles in allem eine wunderbare Alternative zum Fußball“, schmunzelte Enno Folkerts. Wenn natürlich auch das Achtelfinalspiel der deutschen Mannschaft die Zuschauerzahl beim Konzert von Sängerin Anna Leauviers und dem Pianisten Anton Cik beeinflusste. Doch die über 30 Gäste im Langenthaler Atelier des Hirschhorner Malers wussten bei der Veranstaltung der Kunstpflege, was sie hatten, und zeigten sich als dankbares Publikum, das drei Zugaben erklatschte.

Französische Balladen, Jazz, Swing, Balladen und eigene Kompositionen sowie große Klassiker bildeten den Schwerpunkt des Programms. „Imagine“, „Dream a little dream“ oder „Besame mucho“ gehörten dabei zu den eingängigen, zeitlosen Songs, die jeder schon einmal gehört hat. Drei Stücken von Edith Piaf drückte die Sängerin mit großer Ausdruckskraft und enormem Tonumfang ihren Stempel auf: „Je ne regrette rien“, „La vie en rose“ und „L’hymne a l’amour“.

Besonders gut kamen zwei Lieder von Claire Waldoff an: „Warum soll er nich‘ mit ihr“ und „Wegen Emil seine unanständige Lust“. Unter dem Motto „Kultur zur Teezeit“ gab es neben der Musik auch Malerei von Jens Hafner und Enno Folkerts sowie den beiden Leipzigern Sylvi Reinhardt und Joachim Niggemeyer (Cartoons) zu sehen.

Anna Leauviers liebte schon als Kind die französischen Chansons und sang sie gerne. In ihrem Programm bevorzugte sie sowohl weiche als auch kraftvolle Klänge – Melodien, die im Rhythmus zwischen zarter Melancholie und lustvollem Schwung tanzten, die sich würdevoll aufbauten und durch Ausdruck an Stärke gewannen.

Seit 2009 arbeitet die Sängerin mit dem tschechischen Pianisten Anton Cik zusammen. Leauviers‘ Lieder entstehen mal spontan aus Inspirationen, mal setzt sie sich hin und schreibt gezielt die Texte. Mit Cik werden sie dann gemeinsam musikalisch umgesetzt. Dessen Klavierspiel begleitete nicht nur ihre Stimme äußerst gefühlvoll, sondern malte zu den Liedtexten regelrecht musikalische Bilder. Dank seines virtuosen Könnens auf dem Instrument setzte er zudem viele eigene Akzente.