Mit viel Lärm wurde bei der Rothenberger Feuerwehr es auf der Höhe feurig

„Es gab einen Riesenandrang, den wir mit Mann und Maus bewältigt haben“, ist Jan Johe von der Rothenberger Feuerwehr auch am Tag darauf noch baff über die tolle Resonanz auf die Lärmfeuer-Beteiligung der Brandschützer. Schon am frühen Abend saß die Fahrzeughalle voll, später gesellten sich noch mehr Gäste auf der Hirschhorner Höhe zu den Schaulustigen, die diese historische Form der Kommunikation von der Bergstraße bin in den tiefen Odenwald miterleben wollten.

Die Entzündung klappte bestens. Bogenschütze Michael Dorsch aus Großheubach ließ mit Feuerpfeilen das Lärmfeuer auflodern. Der 55-Jährige brachte vor einer großen Menschenmenge auf der Wiese gegenüber des Feuerwehrhauses den großen Haufen aus aufgeschichteten, dürren Weihnachtsbäumen gleich mit dem ersten Pfeil in Brand. Um die 150 von ihnen wurden von der Jugendfeuerwehr Anfang Januar eingesammelt. Viele Ahs und Ohs begleiteten das Spektakel.

Der Begriff „Lärmfeuer“ war durchaus wörtlich zu nehmen: Laut prasselnd, Funken sprühend und mit dichtem Qualm verkündeten die Bäume von der Rothenberger Höhe aus den Beginn des feurigen Spektakels. Die Feuerwehr beteiligte sich zum neunten Mal an der Odenwald weiten Aktion, deren Ursprungsgedanke bei den Römern zu finden sein könnte.

Zu der Großveranstaltung ist so gut wie die gesamte Rothenberger Ortsteil-Feuerwehr auf den Beinen. Schon Ende des vergangenen Jahres gingen die Vorbereitungen los, nach Fastnacht folgten die Detailplanungen. Beim Aufbau am Morgen und während der Veranstaltung am Abend halfen etwa 20 Kinder und Jugendliche der Jugendwehr. Hierbei unterstützte die Einsatzabteilung mit etwa 25 Frauen und Männern. Die rücken bereits morgens an und erledigen den Aufbau. Geplant wird alles vom Jugendausschuss.

„Uns ist es wichtig, dass es kein normales Grillfest ist“, betonte Johe. Sondern dem Event soll ein besonderer Charakter zukommen. Deshalb gibt es auch „zünftige Speisen“ wie Salzfleisch mit Erdrüben, Kartoffeln aus dem holzbefeuerten Kessel mit Quark, Steak oder Bratwurst vom Schwenkgrill.

Bei herrlichen Wetter wurden die Floriansjünger von den Besuchern förmlich überrannt. Mehrere hundert Gäste waren es am Abend, die sich das Schauspiel auf dem 470 Meter hohen Hügelrücken zwischen Beerfelden und Hirschhorn nicht entgehen lassen und gleichzeitig die Gastfreundschaft genießen wollten. „Zum Glück war es recht mild, deshalb saßen viele auch vor der Fahrzeughalle“, freute sich Johe. Denn die Massen hätte man drinnen nicht alle untergebracht.

Für die Kinder war es ein großes, beeindruckendes Spektakel. Das archaische Element Feuer hat seine ganz eigene Magie. Die Kleinen schauten nicht nur fasziniert zu, wie sich die warmen, hellen, prasselnden Flammen immer weiter in die Christbäume hineinfraßen. Für sie gab es daneben auch mit einbrechender Dunkelheit eine Fackelwanderung über die Felder und Wälder auf der Höhe. Dutzende Kinder waren mit ihren Eltern dieses Mal unterwegs.

Michael Dorsch ist seit 2010 beim KKSV Trennfurt aktiv. Er schoss mit einem selbst gebauten Esche-Flachbogen, den er in einem Bogenbaukurs herstellte. „Das ist hier etwas Besonderes“, meinte der 55-Jährige mit Blick auf das herrliche Ambiente mit den vom Sonnenuntergang noch zart beleuchteten Odenwald-Hügeln. Die hell lodernden Bäume schufen ein fast schon magisches Bild an diesem Flecken, wo es außer wenigen Gebäuden nichts gibt, nur freie Natur. „Die Pfeile müsse in punkto Zugkraft immer zum Bogen passen“, erläuterte Dorsch. Seine jetzigen waren für einen 50- bis 55-Pfund-Bogen ausgelegt.

Als das Feuer langsam am Niederbrennen war, schlug die große Stunde des Feuerkünstlers Jeremy. Der Gammelsbacher Ralf Breitinger ist mit seiner Show bereits regelmäßiger Gast beim Lärmfeuer. Ein großer Kreis bildete sich schnell um seine Darbietung, wenn er mit brennenden Reifen, Stühlen, Fackeln oder Diabolos jonglierte. Krönender Abschluss dabei natürlich die meterhohe gespuckte Flamme.

Das Lärmfeuer hat ein lange Tradition: In früheren Zeiten war es ein nützliches Instrument, um schnell über große Entfernungen vor Gefahr etwa im Falle eines Angriffs warnen zu können. Die deutschen Wörter Lärm und Alarm kommen vom französischen „all‘armes“, was „zu den Waffen“ bedeutet.

Im Odenwald könnten Lärmfeuer schon von den Römern gezündet worden sein: Zur Warnung vor dem Feind, der aus dem Westen drohte, haben sie während der Zeit der germanischen Provinz (1.-4. Jahrhundert n. Chr.) aller Wahrscheinlichkeit nach eine bemannte Signalkette vom Rhein bis zum Limes unterhalten. Friedrich Höreth, einer der bekanntesten Odenwälder Heimatforscher und sozusagen „Altvater“ der Lärmfeuer, hat viel unersetzliches Wissen über deren Einsatz erhalten.

Der Limes verläuft im östlichen Odenwald, er zieht sich von der Wetterau über den Main bei Obernburg und über den Höhenzug von Lützelbach im Norden bis Schloßau im Süden und weiter Richtung Bad Wimpfen. Er war jedoch nur von ca. 110 bis 160 n.Chr. besetzt und wurde dann weiter nach Osten verlegt.

Die einzelnen Veranstaltungsorte der Lärmfeuers, dieses Jahr 27 an der Zahl, erstrecken sich über ein Gebiet von etwa 8000 Quadratkilometern vom Rhein bis ins Herz des Odenwaldes und bilden dadurch die „weltgrößte Open-Air-Veranstaltung“. Von Schloss Auerbach bei Bensheim im Westen bis Bad König, vom Greiner Ecke im Süden bis Hippelsbach ziehen sich die Feuer.

Mit dem Lärmfeuer-Projekt wird der Versuch unternommen, eine historische Kommunikationsmethode vor dem Vergessen zu bewahren. Mehr Infos unter http://www.felsenmeerdrachen.de/odenwaldweite-laermfeuer/

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Mit viel Lärm wurde es auf der Rothenberger Höhe feurig

Im zweiten Versuch klappte es hervorragend. Bogenschütze Michael Dorsch entzündete mit Feuerpfeilen das Rothenberger Lärmfeuer. Vor zwei Jahren war der Versuch noch fehlgeschlagen. Dieses Mal hatte der 54-Jährige aus Groß-Heubach „aufgerüstet“ und andere Pfeile dabei. Vor einer großen Menschenmenge brachte er den großen Haufen aus aufgeschichteten, dürren Weihnachtsbäumen in Brand. Viele Ahs und Ohs begleiteten das Spektakel.

Der Begriff „Lärmfeuer“ war durchaus wörtlich zu nehmen: Laut prasselnd, Funken sprühend und mit dichtem Qualm verkündeten die Bäume von der Rothenberger Höhe aus den Beginn des feurigen Spektakels. Die Feuerwehr beteiligte sich zum achten Mal an der odenwaldweiten Aktion, deren Ursprungsgedanke bereits den Römern zugeschrieben wird.

Dorsch ist seit 2010 beim KKSV Trennfurt aktiv. Er schoss an diesem Abend mit einem selbst gebauten Esche-Flachbogen, den er in einem Bogenbaukurs herstellte. „Das ist hier etwas Besonderes“, meinte der 54-Jährige mit Blick auf das herrliche Ambiente mit den vom Sonnenuntergang noch zart beleuchteten Odenwald-Hügeln. „Die Pfeile müsse in punkto Zugkraft immer zu Bogen passen“, erläuterte er. Seine jetzigen waren für einen 50- bis 55-Pfund-Bogen ausgelegt.

Dass er die richtigen gewählt hatte, zeigte sich an dem sanften Prasseln, das schon nach dem ersten Schuss einsetzte. Noch ein paar Pfeile und schlagartig brannte plötzlich der ganze Haufen lichterloh. Die hell lodernden Bäume schufen ein fast schon magisches Bild an diesem Flecken, wo es außer wenigen Gebäuden praktisch nicht gibt – außer freie Natur.

Bei herrlichen Wetter wurden die Floriansjünger von den Besuchern fast überrannt. Mehrere hundert Gäste waren es am Abend, die sich das Schauspiel auf dem 470 Meter hohen Hügelrücken zwischen Beerfelden und Hirschhorn nicht entgehen lassen und gleichzeitig die Gastfreundschaft der Feuerwehr genießen wollten. Schon zeitig gab es kaum noch Sitzplätze im eng bestuhlten Feuerwehrhaus, das zu diesem Zweck von den Fahrzeugen „befreit“ worden war.

Den Feuerwehrleuten ist dabei wichtig, dass es „kein normales Grillfest“ ist, sondern dem Event ein besonderer Charakter zukommt. Deshalb erwarteten im beheizten Feuerwehrgerätehaus Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung die Gäste mit zünftigen Speisen. Als Spezialität aus der germanischen Provinz gab es an diesem Abend „Salzfleisch mit Erdrüben“, dazu natürlich auch klassische schmackhafte Gerichte wie Kartoffeln mit Quark, Steak oder Bratwurst – aber die vom mit Holzkohle befeuerten Schwenkgrill.

Zu der Großveranstaltung ist so gut wie die gesamte Rothenberger Ortsteil-Feuerwehr auf den Beinen. Schon Ende des vergangenen Jahres gingen die Vorbereitungen fürs Lärmfeuer los, nach Fastnacht folgten die Detailplanungen. Am Tag selbst ist dann die komplette Jugendfeuerwehr mit über 25 Mitgliedern im Einsatz und kümmert sich um das Wohl der Gäste. Die Mitglieder der Einsatzabteilung rücken bereits morgens an und erledigen 15 Mann stark den Aufbau. Nicht zu vergessen die Jugendbetreuer. Geplant wird alles vom Jugendausschuss.

Für die Kinder war die Veranstaltung ein großes, beeindruckendes Spektakel. Das archaische Element Feuer hat seine ganz eigene Magie. Die Kleinen schauten nicht nur fasziniert zu, wie sich die warmen, hellen, prasselnden Flammen immer weiter in die Christbäume hineinfraßen, die die Jugendfeuerwehr Anfang Januar eingesammelt und dann neben dem DRK-Heim zwischengelagert hatte. Für sie gab es daneben auch mit einbrechender Dunkelheit eine Fackelwanderung über die Felder und Wälder auf der Höhe. Dutzende Kinder waren mit ihren Eltern dieses Mal unterwegs.

Als das Feuer langsam am Niederbrennen war, schlug die große Stunde des Feuerkünstlers Jeremy. Der Gammelsbacher Ralf Breitinger ist mit seiner Show bereits regelmäßiger Gast beim Lärmfeuer. Ein großer Kreis bildete sich schnell um seine Darbietung, wenn er mit brennenden Reifen, Stühlen, Fackeln oder Diabolos jonglierte. Krönender Abschluss dabei natürlich die meterhohe gespuckte Flamme.

 

Das Lärmfeuer hat ein lange Tradition: In früheren Zeiten war es ein nützliches Instrument, um schnell über große Entfernungen vor Gefahr etwa im Falle eines Angriffs warnen zu können. Die deutschen Wörter Lärm und Alarm kommen vom französischen „all‘armes“, was „zu den Waffen“ bedeutet.

Im Odenwald sollen Lärmfeuer schon von den Römern gezündet worden sein: Zur Warnung vor dem Feind, der aus dem Westen drohte, haben sie während der Zeit der germanischen Provinz (1.-4. Jahrhundert n. Chr.) aller Wahrscheinlichkeit nach eine bemannte Signalkette vom Rhein bis zum Limes unterhalten.

Der Limes verläuft im östlichen Odenwald, er zieht sich von der Wetterau über den Main bei Obernburg und über den Höhenzug von Lützelbach im Norden bis Schloßau im Süden und weiter Richtung Bad Wimpfen. Er war jedoch nur von ca. 110 bis 160 n.Chr. besetzt und wurde dann weiter nach Osten verlegt.

Die einzelnen Veranstaltungsorte der Lärmfeuers, etwa 30 an der Zahl, erstrecken sich über ein Gebiet von etwa 8000 Quadratkilometern vom Rhein bis ins Herz des Odenwaldes und bilden dadurch die „weltgrößte Open-Air-Veranstaltung“. Mit dem Lärmfeuer-Projekt wird der Versuch unternommen, eine historische Kommunikationsmethode vor dem Vergessen zu bewahren.

Mit Pfeil und Bogen wird am 24. März das Lärmfeuer auf der Rothenberger Höhe entzündet

Ein Lärmfeuer lodert am Samstag, 24. März, auch wieder im südlichsten hessischen Odenwald. Veranstaltet wird es, Name verpflichtet, von der Rothenberger Feuerwehr und in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrgerätehauses auf einer Höhe von 470 Metern bei Einbruch der Dämmerung entzündet. Diese Reminiszenz an eine historische Kommunikationsmethode, die bereits den Römern zugeschrieben wird, findet im Oberzent-Stadtteil bereits seit 2011 statt.

In den Jahren zuvor habe man immer ein Fastnachtsfeuer veranstaltet, „das wir aber aufgrund rückläufigen Zuspruchs nicht mehr durchführten“, berichtet Jugendbetreuer Jan Johe vom Feuerwehrverein. Nach einem Frühlingsfeuer 2010 stießen die Rothenberger auf der Suche nach neuen Ideen im Jahr darauf auf die Odenwald-weiten Lärmfeuer „und beteiligen uns seitdem jedes Jahr an diesen“. Mit Erfolg.

Ab 17 Uhr lädt am 24. März die Jugendfeuerwehr ins beheizte Feuerwehrgerätehaus ein. Die traditionelle Fackelwanderung für Kinder startet etwa um 18.15 Uhr. Bei Einbruch der Dunkelheit, etwa gegen 19.30 Uhr, wird das Lärmfeuer wie schon 2016 vom Bogenschützen Michael Dorsch aus Großheubach mit seinen Pfeilen entzündet.

Von dort aus, hoch über den Tälern von Finkenbach und Gammelsbach, wird der Flammenschein weithin zu sehen sein. Bei gutem Wetter ist hier alleine schon der Sonnenuntergang eine Augenweide. Ebenso gibt es in diesem Jahr wieder eine atemberaubende Feuershow. Ab ungefähr 20.30 Uhr begeistert der Gammelsbacher Jongleur, Artist und Feuerkünstler Jeremy (Ralf Breitinger) mit seiner Darbietung. Je nach Wetterbedingungen können sich die Zeiten leicht verschieben.

Im beheizten Feuerwehrgerätehaus erwarten Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung die Gäste mit zünftigen Speisen aus dem Kessel und vom Grill sowie mit heißen und kalten Getränken. Als Spezialität aus der germanischen Provinz gibt es an diesem Abend „Salzfleisch mit Erdrüben“, natürlich auch klassische schmackhafte Gerichte wie Steak oder Bratwurst vom Schwenkgrill mit Bauernbrot oder Pellkartoffeln aus dem holzbefeuerten Kessel mit Quark. An Sporthalle und Feuerwehrgerätehaus stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Rothenberg befindet sich auf einer Rodungsinsel der Hirschhorner Höhe. Diese erstreckt sich von Beerfelden bis zum 300 Meter tiefer gelegenen Hirschhorn. Das Lärmfeuer hat ein lange Tradition: In früheren Zeiten war es ein nützliches Instrument, um schnell über große Entfernungen vor Gefahr etwa im Falle eines Angriffs warnen zu können. „Lärm“ kommt vom französischen „all‘armes“, was „zu den Waffen“ bedeutet.

Im Odenwald sollen Lärmfeuer schon von den Römern gezündet worden sein: Zur Warnung vor dem Feind, der aus dem Westen drohte, haben sie während der Zeit der germanischen Provinz (1.-4. Jahrhundert nach Christus) aller Wahrscheinlichkeit nach eine bemannte Signalkette vom Rhein bis zum Limes unterhalten.

Der Limes verläuft im östlichen Odenwald, er zieht sich von der Wetterau über den Main bei Obernburg und über den Höhenzug von Lützelbach im Norden bis Schloßau im Süden und weiter Richtung Bad Wimpfen. Er war jedoch nur von ca. 110 bis 160 n.Chr. besetzt und wurde dann weiter nach Osten verlegt.

Die einzelnen Veranstaltungsorte der Lärmfeuers, etwa 30 an der Zahl, erstrecken sich über ein Gebiet von etwa 8000 Quadratkilometern vom Rhein bis ins Herz des Odenwaldes und bilden dadurch die „weltgrößte Open-Air-Veranstaltung“. Heute flammen die Feuer nur noch zum Spaß auf – und das nicht nur entlang der historisch belegten Signallinien der Römer. Mit dem Lärmfeuer-Projekt wird der Versuch unternommen, eine historische Kommunikationsmethode vor dem Vergessen zu bewahren

Auf 470 Meter Höhe lodert am 25. März weithin sichtbar das Rothenberger Lärmfeuer

Ein Lärmfeuer lodert am Samstag, 25. März, auch wieder im südlichsten hessischen Odenwald. Veranstaltet wird es, Name verpflichtet, von der Rothenberger Feuerwehr und in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrgerätehauses auf einer Höhe von 470 Metern bei Einbruch der Dämmerung entzündet. Diese Reminiszenz an eine historische Kommunikationsmethode, die bereits den Römern zugeschrieben wird, findet in der Oberzent-Kommune bereits seit 2011 statt.

In den Jahren zuvor habe man immer ein Fastnachtsfeuer veranstaltet, „das wir aber aufgrund rückläufigen Zuspruchs nicht mehr durchführten“, berichtet Jugendbetreuer Jan Johe vom Feuerwehrverein. Nach einem Frühlingsfeuer 2010 stießen die Rothenberger auf der Suche nach neuen Ideen im Jahr darauf auf die Odenwald-weiten Lärmfeuer „und beteiligen uns seitdem jedes Jahr an diesen“. Mit Erfolg.

Ab 17 Uhr lädt am 25. März die Jugendfeuerwehr ins Feuerwehrgerätehaus ein. Die traditionelle Fackelwanderung für Kinder startet etwa um 18.45 Uhr. Bei Einbruch der Dunkelheit, etwa gegen 19.30 Uhr, wird das Feuer entzündet. Von dort aus, hoch über den Tälern von Finkenbach und Gammelsbach, wird der Flammenschein weithin zu sehen sein. Ebenso gibt es in diesem Jahr wieder eine atemberaubende Feuershow. Ab ungefähr 20 Uhr begeistert der Gammelsbacher Jeremy mit seiner Darbietung. Je nach Wetterbedingungen können sich die Zeiten leicht verschieben.

Im beheizten Feuerwehrgerätehaus erwarten Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung die Gäste mit zünftigen Speisen aus dem Kessel und vom Grill sowie mit heißen und kalten Getränken. Als Spezialität aus der germanischen Provinz gibt es an diesem Abend „Salzfleisch mit Erdrüben“, natürlich auch klassische schmackhafte Gerichte wie Steak oder Bratwurst vom Schwenkgrill.

Rothenberg befindet sich auf der Hirschhorner Höhe. Diese erstreckt sich von Beerfelden bis zum 300 Meter tiefer gelegenen Hirschhorn. Das Lärmfeuer hat ein lange Tradition: In früheren Zeiten war es ein nützliches Instrument, um schnell über große Entfernungen vor Gefahr etwa im Falle eines Angriffs warnen zu können. „Lärm“ kommt vom französischen „all‘armes“, was „zu den Waffen“ bedeutet.

Im Odenwald sollen Lärmfeuer schon von den Römern gezündet worden sein: Zur Warnung vor dem Feind, der aus dem Westen drohte, haben sie während der Zeit der germanischen Provinz (1.-4. Jahrhundert nach Christus) aller Wahrscheinlichkeit nach eine bemannte Signalkette vom Rhein bis zum Limes unterhalten.

Der Limes verläuft im östlichen Odenwald, er zieht sich von der Wetterau über den Main bei Obernburg und über den Höhenzug von Lützelbach im Norden bis Schloßau im Süden und weiter Richtung Bad Wimpfen. Er war jedoch nur von ca. 110 bis 160 n.Chr. besetzt und wurde dann weiter nach Osten verlegt.

Die einzelnen Veranstaltungsorte der Lärmfeuers, etwa 30 an der Zahl, erstrecken sich über ein Gebiet von etwa 8000 Quadratkilometern vom Rhein bis ins Herz des Odenwaldes und bilden dadurch die „weltgrößte Open-Air-Veranstaltung“. Heute flammen die Feuer nur noch zum Spaß auf – und das nicht nur entlang der historisch belegten Signallinien der Römer. Mit dem Lärmfeuer-Projekt wird der Versuch unternommen, eine historische Kommunikationsmethode vor dem Vergessen zu bewahren.

Info: http://www.feuerwehr-rothenberg.de

Rothenberger Jugendfeuerwehr schaffte es bei den Landesentscheid – Lärmfeuer-Veranstaltung ein großer Erfolg

Stolze 24 Mitglieder, genau paritätisch in zwölf Jungen und zwölf Mädchen unterteilt, zählt derzeit die Rothenberger Jugendfeuerwehr. Diese Zahl nannte der scheidende Jugendfeuerwehrwart Steffen Bartmann auf der Jahreshauptversammlung. Sein Nachfolger ist Janis Heckmann, der einstimmig bestätigt wurde. 2016 wurden 69 Stunden für feuerwehrtechnische Ausbildung und 49 für allgemeine Jugendarbeit in den wöchentlichen Gruppenstunden aufgewendet, sagte er.

Hinzu kommen Bartmanns Worten zufolge noch neun ganze Tage für Zeltlager, Fahrten und sonstige Aktivitäten. Der zusätzliche Zeitaufwand der Jugendbetreuer für Vor- und Nachbereitungen, Sitzungen sowie für die eigene Aus- und Fortbildung auf Kreis- und Landesebene komme hinzu. „Insgesamt wurden somit über 1178 Stunden in die Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg investiert“, hob er hervor.

2016 begann laut Bartmann mit der Sammlung der alten Christbäume. Im Frühjahr beteiligte sich die Jugendfeuerwehr wieder an den überregional stattfindenden Lärmfeuern. Neben der schon fast traditionellen Feuershow von Jeremy wagte man ein neues Highlight. Ein Bogenschütze sollte mit Feuerpfeilen das Lärmfeuer entzünden. „Hat leider nicht geklappt“, schmunzelte er. „Dieses Jahr will er es aber erneut versuchen und ist guter Dinge.“

Auf Grund guter überregionaler Beziehungen konnten die vier Jugendfeuerwehren der Gemeinde an den Wettkämpfen des Löschbezirks 3 in Langenthal teilnehmen. Das Format war Neuland, aber man freute sich trotzdem über einen neunten und einen 13. Platz. Dieses Jahr wurden außerdem die Zelte imprägniert, um für die nachfolgende Generationen ein trockenes Zelten zu ermöglichen. Ebenfalls wurden Investitionen in einen neuen Pavillon und eine Grillschale getätigt.

Ausprobiert wurden die Unterkünfte beim Kreisjugendfeuerwehrtreffen Ende August in Mümling-Grumbach. Der Bundeswettbewerb fand in diesem Rahmen am 27. August statt. Trotz schlechter Trainingsbedingungen wegen der Ferienzeit belegte die Jungenmannschaft einen sehr guten zweiten Platz. Die frisch aufgestellte Mädchenmannschaft war einen Punkt besser als die direkte Konkurrenz aus Beerfelden und holte in der Wertung den ersten Platz. Die gezeigten Leistungen qualifizierten für den Südhessenpokal und den Landesentscheid.

Im September stand der Landesentscheid in Hungen auf dem Programm. Mit 1383 Punkten erreichte die Mädchenmannschaft den sechsten Platz. Zwei Wochen später holte die Jungenmannschaft einen sehr guten zweiten Platz beim Südhessenpokal in Erbach. Auch 2016 gab es Bartmann zufolge beim Christbaumverkauf großen Andrang. „Es wurden fast alle Bäume verkauft“, freute er sich. Die Veranstaltung und der Lieferservice kamen bei der Bevölkerung sehr gut an.

Ohne Hilfe der Wehrführung, des Vereinsvorstands und der komplette Einsatzabteilung „wären Veranstaltungen wie das Lärmfeuer nicht zu stemmen und die Jugendarbeit in Rothenberg hätte nicht diesen guten Stand“, bedankte sich Steffen Bartmann. „Mein persönlich größter Dank gilt meinem Betreuerstab“, sagte er. „Ohne euch wäre so eine Jugendarbeit nicht möglich.“ Er sprach seinen Dank für die vergangenen Jahre aus, „in denen ihr mich als Jugendfeuerwehrwart unterstützt habt“. Mit Freude sehe er, „dass die Jugendfeuerwehr auch ohne mich eine Zukunft hat“, betonte der aus dem Amt scheidende.

Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1407125865998225.1073741991.100001024761983&type=1&l=7ab0c04ce3

Mit viel Lärm wird es auf der Rothenberger Höhe feurig

Der Begriff „Lärmfeuer“ war durchaus wörtlich zu nehmen: Laut prasselnd, Funken sprühend und mit dichtem Qualm verkündeten die ausgedienten Weihnachtsbäume von der Rothenberger Höhe aus vom Beginn des feurigen Spektakels. Die Feuerwehr beteiligte sich zum sechsten Mal an der Odenwaldweiten Aktion, dessen Ursprungsgedanke bereits den Römern zugeschrieben wird. Dieses Mal hatte man sich mit dem Bogenschützen Michael Dorsch aus Klein-Heubach eine besondere Attraktion zum Anzünden mit Brandpfeilen geholt.

Bei herrlichen Wetter wurden die Floriansjünger von den Besuchern förmlich überrannt. Mehrere hundert Gäste waren es am Abend, die sich das Schauspiel auf dem 470 Meter hohen Hügelrücken zwischen Beerfelden und Hirschhorn nicht entgehen lassen und gleichzeitig die Gastfreundschaft der Feuerwehr genießen wollten. Schon zeitig gab es kaum noch Sitzplätze im eng bestuhlten Feuerwehrhaus, das zu diesem Zweck von den Fahrzeugen „befreit“ worden war. Auch die Open-Air-Sitzbänke wurden in der untergehenden Sonne gerne angenommen.

In den Jahren zuvor habe man immer ein Fastnachtsfeuer veranstaltet, „das wir aber aufgrund rückläufigen Zuspruchs nicht mehr durchführten“, berichtet Jugendbetreuer Jan Johe vom Feuerwehrverein. Nach einem Frühlingsfeuer 2010 stießen die Rothenberger auf der Suche nach neuen Ideen im Jahr darauf auf die Lärmfeuer „und wir beteiligen uns seitdem jedes Jahr an diesen“. Mit viel Erfolg.

Den Feuerwehrleuten ist dabei wichtig, dass es „kein normales Grillfest“ ist, sondern dem Event ein besonderer Charakter zukommt. Deshalb erwarten im beheizten Feuerwehrgerätehaus Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung die Gäste mit zünftigen Speisen. Als Spezialität aus der germanischen Provinz gab es an diesem Abend „Salzfleisch mit Erdrüben“, dazu natürlich auch klassische schmackhafte Gerichte wie Kartoffeln mit Quark, Steak oder Bratwurst – aber die vom mit Holzkohle befeuerten Schwenkgrill.

Zu der Großveranstaltung ist so gut wie die gesamte Rothenberger Ortsteil-Feuerwehr auf den Beinen. Schon Ende des vergangenen Jahres gingen die Vorbereitungen fürs Lärmfeuer los, nach Fastnacht folgten die Detailplanungen. Am Tag selbst ist dann die komplette Jugendfeuerwehr mit über 25 Mitgliedern im Einsatz und kümmert sich um das Wohl der Gäste. Die Mitglieder der Einsatzabteilung rücken bereits morgens an und erledigen 15 Mann stark den Aufbau. Nicht zu vergessen die zehn Jugendbetreuer. Geplant wird alles vom Jugendausschuss.

Am Abend herrscht dann Hochbetrieb. Zwischenzeitlich reichen die Kapazitäten kaum noch aus. „Kein Vergleich zum letzten Jahr, als es regnete“, freut sich Jan Johe über den großen Andrang. Dann packen alle mit an. Timm Bartmann, der zweite Vorsitzende des Feuerwehrvereins, ist am Schwenkgrill der Mann der Bratwürste und legt im Minutentakt nach. Gemeindebrandinspektor Marco Johe kümmert sich an den beiden Kesseln darum, dass die Kartoffeln nicht ausgehen.

Für die Kinder ist die Veranstaltung ein großes, beeindruckendes Spektakel. Das archaische Element Feuer hat seine ganz eigene Magie. Die Kleinen schauen nicht nur fasziniert zu, wie sich die warmen, hellen, prasselnden Flammen immer weiter in die Christbäume hineinfressen, die die Jugendfeuerwehr Anfang Januar eingesammelt und dann neben dem DRK-Heim zwischengelagert hatte. Für sie gibt es daneben auch mit einbrechender Dunkelheit eine Fackelwanderung über die Felder und Wälder auf der Höhe. 40 Kinder waren mit ihren Eltern dieses Mal unterwegs.

Wenn das Feuer langsam am Niederbrennen ist, schlägt die große Stunde des Feuerkünstlers Jeremy. Der Gammelsbacher Ralf Breitinger ist mit seiner Show bereits regelmäßiger Gast beim Lärmfeuer. Ein großer Kreis bildet sich schnell um seine Darbietung, wenn er mit brennenden Reifen, Stühlen, Fackeln oder Diabolos jongliert. Krönender Abschluss dabei natürlich die meterhohe gespuckte Flamme.

Lärmfeuer

Das Lärmfeuer hat ein lange Tradition: In früheren Zeiten war es ein nützliches Instrument, um schnell über große Entfernungen vor Gefahr etwa im Falle eines Angriffs warnen zu können. Die deutschen Wörter Lärm und Alarm kommen vom französischen „all‘armes“, was „zu den Waffen“ bedeutet.

Im Odenwald sollen Lärmfeuer schon von den Römern gezündet worden sein: Zur Warnung vor dem Feind, der aus dem Westen drohte, haben sie während der Zeit der germanischen Provinz (1.-4. Jahrhundert n. Chr.) aller Wahrscheinlichkeit nach eine bemannte Signalkette vom Rhein bis zum Limes unterhalten.

Der Limes verläuft im östlichen Odenwald, er zieht sich von der Wetterau über den Main bei Obernburg und über den Höhenzug von Lützelbach im Norden bis Schloßau im Süden und weiter Richtung Bad Wimpfen. Er war jedoch nur von ca. 110 bis 160 n.Chr. besetzt und wurde dann weiter nach Osten verlegt.

Die einzelnen Veranstaltungsorte der Lärmfeuers, etwa 30 an der Zahl, erstrecken sich über ein Gebiet von etwa 8000 Quadratkilometern vom Rhein bis ins Herz des Odenwaldes und bilden dadurch die „weltgrößte Open-Air-Veranstaltung“. Mit dem Lärmfeuer-Projekt wird der Versuch unternommen, eine historische Kommunikationsmethode vor dem Vergessen zu bewahren.

Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1136327383078076.1073741915.100001024761983&type=1&l=f545793296

Auf 470 Meter Höhe lodert am 2. April weithin sichtbar das Rothenberger Lärmfeuer

Ein Lärmfeuer lodert am Samstag, 2. April, auch wieder im südlichsten hessischen Odenwald. Veranstaltet wird es, Name verpflichtet, von der Rothenberger Feuerwehr und in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrgerätehauses auf einer Höhe von 470 Metern bei Einbruch der Dämmerung entzündet. Diese Reminiszenz an eine historische Kommunikationsmethode, die bereits den Römern zugeschrieben wird, findet in der Oberzent-Kommune bereits seit 2011 statt.

In den Jahren zuvor habe man immer ein Fastnachtsfeuer veranstaltet, „das wir aber aufgrund rückläufigen Zuspruchs nicht mehr durchführten“, berichtet Jugendbetreuer Jan Johe vom Feuerwehrverein. Nach einem Frühlingsfeuer 2010 stießen die Rothenberger auf der Suche nach neuen Ideen im Jahr darauf auf die Odenwald-weiten Lärmfeuer „und beteiligen uns seitdem jedes Jahr an diesen“. Mit Erfolg.

Ab 18 Uhr lädt am 2. April die Jugendfeuerwehr ins Feuerwehrgerätehaus ein. Die traditionelle Fackelwanderung für Kinder startet etwa um 19.45 Uhr. Bei Einbruch der Dunkelheit, etwa ab 20.30 Uhr, entzünden die Bogenschützen ihre Brandpfeile an den Feuerquellen. Dort, wo die brennenden Pfeile einschlagen, nehmen die Flammen ihren Lauf. Der Schein des Lärmfeuers wird weithin zu sehen sein. Ebenso gibt es in diesem Jahr wieder eine atemberaubende Feuershow. Ab 21 Uhr begeistert der Gammelsbacher Jeremy mit seiner Darbietung.

Im beheizten Feuerwehrgerätehaus erwarten Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung die Gäste mit zünftigen Speisen aus dem Kessel und vom Grill sowie mit heißen und kalten Getränken. Als Spezialität aus der germanischen Provinz gibt es an diesem Abend „Salzfleisch mit Erdrüben“, natürlich auch klassische schmackhafte Gerichte wie Steak oder Bratwurst vom Schwenkgrill.

Rothenberg befindet sich auf der Hirschhorner Höhe. Diese erstreckt sich von Beerfelden bis zum 300 Meter tiefer gelegenen Hirschhorn. Das Lärmfeuer hat ein lange Tradition: In früheren Zeiten war es ein nützliches Instrument, um schnell über große Entfernungen vor Gefahr etwa im Falle eines Angriffs warnen zu können. „Lärm“ kommt vom französischen „all‘armes“, was „zu den Waffen“ bedeutet.

Im Odenwald sollen Lärmfeuer schon von den Römern gezündet worden sein: Zur Warnung vor dem Feind, der aus dem Westen drohte, haben sie während der Zeit der germanischen Provinz (1.-4. Jahrhundert nach Christus) aller Wahrscheinlichkeit nach eine bemannte Signalkette vom Rhein bis zum Limes unterhalten.

Der Limes verläuft im östlichen Odenwald, er zieht sich von der Wetterau über den Main bei Obernburg und über den Höhenzug von Lützelbach im Norden bis Schloßau im Süden und weiter Richtung Bad Wimpfen. Er war jedoch nur von ca. 110 bis 160 n.Chr. besetzt und wurde dann weiter nach Osten verlegt.

Die einzelnen Veranstaltungsorte der Lärmfeuers, etwa 30 an der Zahl, erstrecken sich über ein Gebiet von etwa 8000 Quadratkilometern vom Rhein bis ins Herz des Odenwaldes und bilden dadurch die „weltgrößte Open-Air-Veranstaltung“. Heute flammen die Feuer nur noch zum Spaß auf – und das nicht nur entlang der historisch belegten Signallinien der Römer. Mit dem Lärmfeuer-Projekt wird der Versuch unternommen, eine historische Kommunikationsmethode vor dem Vergessen zu bewahren.

Infos: http://www.feuerwehr-rothenberg.de.