Heile Welt bei Narrhallas Narren in Ober-Hainbrunn

Im Odenwald ist die Welt halt noch in Ordnung. „Es kracht und brummt in aller Welt, die Narrhalla stets zusammen hält“, lautet das Motto der diesjährigen Kampagne, zu der die Fastnachter aus dem Finkenbachtal einluden. Unter der Regie der beiden Sitzungspräsidenten Jochen Sauter und Alexander Friedrich sowie den närrischen Augen des Elferrats ging es in der SV-Sporthalle heiß her, auch wenn es einem draußen nahe am Gefrierpunkt fröstelte.

Die Narrhalla bewies wieder einmal, mit welchem Potenzial das kleine Odenwalddorf gesegnet ist. Die Jüngste bei der Minischautanzgruppe war gerade einmal zweieinhalb Jahre alt, die Ältesten standen schon vor 35 Jahren in der Bütt und haben die 70 bereits überschritten. Wie Seppel Denner sind sie sich aber immer noch für nichts zu schade. Nur mit einer Pumphose bekleidet, blendete dieser bei seiner Eunuchen-Bütt mit freiem Oberkörper das schöne Geschlecht.

Ein Selbstläufer ist bei jeder Prunksitzung Ralph Volk als „Schakeline“. Die ersten Lacher gibt es schon, wenn er in hautengem roten Kleid mit hohen Stöckelschuhen über die Bühne stakst, dazu voll geschminkt die eigene geschwundene Haarpracht mit wallender Perücke kaschiert, die Achseln vielleicht mal wieder heißwachsen sollte. Dabei teilt er/sie kräftig nach allen Seiten aus und erzeugt immer wieder begeisterten Applaus bei den Gästen.

Fünf Stunden lang prunkte sich die Narrhalla durch den Abend. Als dann nach Mitternacht das schweißtreibende Programm schloss, bedeutete das noch lange nicht das Ende. Bis in den frühen Morgen feierten die Narren unermüdlich weiter, immer die eigene Hymne auf Hainbrunn auf den Lippen. Das komplette Programm wurde mit einheimischen Kräften gestemmt, die dann oftmals in drei oder vier Rollen glänzten oder die Tanzbeine schwangen. 150 Aktive stehen bei den drei Prunksitzungen auf der Bühne. Zusammen mit den 40 Helfern kommt so schon fast halb Hainbrunn zusammen.

Mehr als 250 Zuschauer zählen die Fastnachter pro ausverkaufter Prunksitzung – an den drei Terminen plus Generalprobe sind so an die 1000 Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung zu Besuch. Auf sie wartet ein buntes Programm mit Garden, Tänzen, Sketchen und Büttenreden. Dieses Mal waren alle drei Termine innerhalb von vier Worten ausverkauft – ein Novum in der 35-jährigen Sitzungsgeschichte.

Nach dem Einzug von Elferrat und Garden ergriff Narrhalla-Präsident Frank Flachs das Wort und begrüßte die Gäste. Alexander Friedrich und Jochen Sauter als Sitzungspräsidenten führen ironisch, scharfzüngig und aufschlussreich durch die Sitzung mit ihren 23 Programmpunkten. Einen „Hardrock-Karneval“ vom Himmelreich bis ins Wiesental feierten die Bembelsänger, natürlich mit Langhaarperücken, ausschweifend tätowiert, spannenden weißen T-Shirts über dem Waschbärbauch und stilecht in Lederjacken.

Anna Lähn als 90er-Kind las den „Nullern“ die Leviten. „Die räumen nur noch auf, wenn kein WLAN mehr durchkommt“, meinte sie. Und wehe, wenn sie Auto fahren. Früher, sagte sie wehmütig, „war Oma das Wikipedia und die großen Geschwister die Firewall“. Karl-Heinz Werner als „Herr Kall“ ist ein Urgestein. Aber ohne seine Frau wäre er nichts – und seine Bütt unvollständig. „Der hab ich zu Weihnachten einen Hula-Hoop-Reifen geschenkt“, erzählte er. „Passt“, kommt es trocken hinterher.

Mit der Rothenberger Theatergruppe feierten sie im Spätjahr schon einen Riesen-Erfolg mit der neuen Aufführung: Dominik Seip und Tanja Schmidt als Jupp und Trudi. Ein prächtiges Proll-Pärchen, das die Bude aufmischte. Immer auf der Suche nach den schlechtesten Seiten beim Partner. Mit Erfolg.

„Another one bites the dust“, „We will rock you“, „Bohemian Rhapsody“ oder „Don’t stop me now”: Die Crazy Girls sind ein königlicher Augenschmaus. Jochen Roland gibt den Freddie Mercury, während die Gruppe zu den schönsten Queen-Songs über die Bühne wirbelt. Dann en Schlager-Medley als krönender Abschluss: Die „Söhne Hainbrunns“ läuten das große Finale ein.

Mitwirkende: Mini-Schautanzgruppe, Dancing Starlets, Seppel Denner, Next Generation, Jörg Heckmann, Happy Feet, Ralph Volk, Paula Manschitz, Jungspatzen, Rhythm Attack/Biergorgler, Bembelsänger, No Limits, Anna Lähn, Tanzpaar Amelie und Lara, Karl-Heinz Werner, Tanzfieber, Dominik Seip und Tanja Schmidt, SV-Funken, Crazy Girls, Söhne Hainbrunns

Zum Bericht geht's hier: https://hirschhorner.wordpress.com/2019/02/05/heile-welt-bei-narrhallas-narren-in-ober-hainbrunn/

Posted by Neckartal-Nachrichten on Tuesday, February 5, 2019

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„Herr Kall“ hat noch lange nicht genug von der Hainbrunner Narretei

Rote Jacke, schwarze Hose, graubraunes Hemd, überdimensionale, farbig-karierte Fliege und schwarze Melone mit Band: So kennt man Karl-Heinz Werner seit Jahrzehnten. Gemächlich schlurft der Ober-Hainbrunner immer in die Bütt, um dann als „Herr Kall“ Geschichten, die das Leben schrieb, zum Besten zu geben. An diesem Wochenende beginnt im Odenwaldkreis wieder die heiße Sitzungszeit – nicht nur bei der Narrhalla, auch die anderen Faschingsvereine rüsten sich.

„Ich will den Leuten Freude bereiten“, erzählt Werner über seine Motivation, Jahr für Jahr in die Bütt zu steigen und auch nach 35 Jahren noch nicht „amtsmüde“ zu sein. „Die sollen Spaß haben“, betont er, ein wenig aus dem Alltag rauskommen. Zu diesem Zweck sammelt er das ganze Jahr über Ideen. „Wenn irgendwo ein Witz erzählt wird, schreibe ich den auf“, schmunzelt er. Immer nach dem Motto: „Worüber ich lachen kann, finden auch andere witzig.“ Dazu kommen Begebenheiten aus dem Ort.

Ganz von null startete man im kleinen Odenwald-Dorf vor dreieinhalb Jahrzehnten nicht ins närrische Abenteuer. „Wir waren früher immer mit der Clique auf Maskenbällen“, erinnert sich das Faschings-Urgestein. Dazu gab es Sketche beim Familienabend. Die entstanden nach dem Vorbild der SDR Radio-Sendung „Die Straßenkehrer“. Nach dem Besuch einer Sitzung der Hirschhorner Ritter sagten die Ober-Hainbrunner: „So etwas stellen wir auch auf die Beine.“

Gesagt, getan, doch aller Anfang war schwer: Vor allem in der damals noch viel kleineren Turnhalle. Die platzte aus allen Nähten, die Zuschauer drängten sich. Ausverkauft. Alle Karten gingen bereits im Vorverkauf weg, aber trotzdem standen noch Massen an Besuchern vor der Abendkasse, erinnert sich seine Frau Hildegard, die sich immer noch um den Kartenvorverkauf kümmert. Die heutige Bühne gab’s noch nicht. Wo heute Garderobe und Technik-Raum sind, zogen sich Männlein und Weiblein gemeinsam auf engstem Raum um.

In den folgenden Jahren wurden deshalb erst zwei, heute drei Termine daraus. Eines hat sich nicht geändert: Es heißt wieder ausverkauft. Dieses Mal „so schnell wie noch nie“. Was für Karl-Heinz Werner nahelegt, dass die Fastnacht im Finkenbachtal nach wie vor die Menschen anzieht. Wie damals, als alles begann.

Der Oberzent-Stadtteil entwickelte sich zur Hochburg der fastnachtlichen Umtriebe. 35 Aktive zählte die Narrhalla zu Beginn, heute sind es um die 120. Wenn Werner sieht, mit welchem Feuereifer die Kleinsten in der Minigarde dabei sind, weiß der närrische Rentner, dass sich die gelohnt hat. „Wir bieten der Jugend im Ort eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung“, freut er sich – wo sonst auf dem Land die Möglichkeiten eher begrenzt sind.

Die Bütt hatte es Karl-Heinz Werner gleich angetan. „Ich hatte nie Lampenfieber“, meint er. „Es hat mir schon immer sehr viel Spaß gemacht.“ Dabei ist er uneitel. „Wenn einer sagt, Karl, her uff“, dann würde er das auch tun. Doch bisher, lacht er, bekam der Büttenredner das noch nicht zu hören. Im Laufe der vielen Jahre verschlug es ihn auf viele befreundete Bühnen, so nach Erbach, Michelstadt oder Breitenbronn. In den vergangenen beiden Jahren tat der Faschingssenior bisschen langsamer. „Daheim ist es doch am schönsten“, lächelt er.

Was rät der Profi den Jungnarren, die den ersten Schritt in die Bütt wagen wollen? „Ruhe ist ganz wichtig“, sagt Werner. Außerdem sollte man sich nicht zwingen (lassen) und vom eigenen Vortrag überzeugt sein. Ein wenig Talent zur Selbstdarstellung ist auch nicht schlecht. „Man muss ein bisschen dazu geboren sein“, weiß er. Und natürlich Spaß an der Sache haben.

An die erste Narrhalla-Prunksitzung vor 35 Jahren erinnert sich „Herr Kall“ noch zurück, als wäre es gestern. „Der Elferrat bestand aus sieben Personen“, grinst er. Das Männerballett gab es schon, eine Garde, die Damengymnastik-Gruppe – und natürlich die Bütten. Seppl Denner trat gleich drei Mal auf, „Schakeline“ Ralph Volk war schon dabei, und er selbst führte auch durchs Programm.

Karl-Heinz Werner (71) hat es nicht weit zum Auftrittsort: Die Sporthalle Ober-Hainbrunn in der Neckarstraße liegt quasi schräg gegenüber von seinem Wohnhaus. Da geht er gerne mal zwischendurch nach Hause, wenn der eigene Auftritt noch bisschen auf sich warten lässt. Den 1972 gegründeten Sportverein (SV) leitete er ab 1976 36 Jahre als Vorsitzender. Nachdem 1984 dessen Narrhalla-Abteilung gegründet worden war, war er 29 Jahre lang deren Präsident, außerdem 23 Jahre Sitzungspräsident, bevor er dieses Amt an Sohn Andreas weitergab. Auch Sohn Carsten ist familiär närrisch vorbelastet. Er ist fester Bestandteil der Sitzungen und außerdem als Bauchredner unterwegs.

Lauter Narren auf der Welt: Narrhalla Ober-Hainbrunn startet in neue Kampagne

Paula Manschitz ist das Gesicht der neuen Narrhalla-Kampagne. Die 19-Jährige wird in der kommenden Saison auf den eigenen Sitzungen über die Bühne wirbeln und bei Repräsentationsterminen Präsident Frank Flachs zur Seite stehen. Bei der Kampagneneröffnung wurde sie wie das Tanzpaar Lara Köhler und Amelie Ihrig vorgestellt. Auch der aktuelle Orden fand erstmals seinen Weg ins Licht der Öffentlichkeit. Der bisherige Elferrat Markus Michel, seit Juni zweiter Vorsitzender, durfte sich über einen besonderen Präsidenten-Orden freuen.

„Es kracht und brummt in aller Welt, die Narrhalla stets zusammenhält“, ist auf dem neuen Kampagne-Orden zu lesen, der in einer 300er-Auflage an die Narren verteilt wird. Symbolisiert wird die Anspielung auf unruhige Zeiten auf dem Globus durch einen Narren, der über der Weltkugel mit den Flaggen von verschiedenen Ländern steht. Quasi „Narrhalla for Weltfrieden“.

Gleichzeitig stellte Flachs auch den neuen Herrensitzungs-Orden vor. Der ist deutlich seltener: Nur 40 Stück wurden von ihm hergestellt. Er wird an Aktive und Helfer verliehen sowie an Besucher vergeben, „die schon zum x-ten Mal mit dabei sind“, sagte er. Die Herrensitzung unter dem Motto „Shoot-out in Haibrunn City“ findet nach einer mehrjährigen Pause erstmals wieder statt. Es gibt noch einige weniger Restkarten für den Freitag, 16. November, unter E-Mail shootout@ober-hainbrunn.de oder WhatsApp 0163/1616134.

Paula Manschitz liegt das Tanzen im Blut. Schon mit zwei Jahren, kaum konnte sie laufen, fing sie damit an. Vor acht Jahren stieß sie zur Narrhalla, war dort bei den No Limits und Funken aktiv. Voraussetzung für den „Job“ als Funkenmariechen ist die Mitwirkung in einer aktiven Garde und ein Mindestalter von 18. Bewerben sich mehrere Mädels, bekommt die Älteste den Zuschlag. „Das wird eine schöne Kampagne“, sagte Paula. So viele Veränderungen gegenüber bisher erwartet sie nicht: „Das Kostüm ist der Unterschied“, lächelte sie.

Lara Köhler (14) und Amelie Ihrig (15), die in diesem Jahr das Tanzpaar bilden, stammen aus der Happy-Feet-Garde. Zwischen 13 und 16 Jahren sollen die Mädels sein, die in dieser Form auftreten, so Flachs. Im vergangenen Jahr gab es noch ein Tanzquartett, aber für die neue Kampagne rückten zu wenige jüngere nach.

„Von null auf 100“ ging es für den neuen Vize Markus Michel. Den besonderen Orden, den er jetzt erhielt, „haben aktuell nur vier Aktive“, erläuterte der Narrhalla-Chef. Alle, bei denen irgendwo ein „Präsident“ im Namen ist, flachste er. Das Unikat hat nicht nur fünf blaue Steine, sondern dazu noch fünf weiße in den Ecken.

Zum dritten Mal hatte die Narrhalla zur Eröffnung der dieses Mal besonders langen Kampagne eingeladen. „Drei Wochen mehr als vergangenes Jahr“, meinte Flachs. Als Besonderheit hatte die Bar den „Flamingo Klopfer“ mit dem Namen Pink Juan im Angebot. „Den musste ich direkt bei der Firma bestellen“ – so schwer ist das Getränk zu bekommen.

Der Narrhalla-Präsident dankte beim Rückblick dem scheidenden Funkenmariechen Kim Weyrauch. „Sie hat mich wenn möglich auf wirklich jede Sitzung begleitet“, sagte er. Er hoffe, witzelte Flachs, „dass Paula mich bei der langen Kampagne nicht so schnell über hat“. Der Narrenchef wünschte sich Hilfe, wenn immer es geht. Denn in Hainbrunn „stellen wir ordentlich was auf die Beine“. Und der Erfolg gibt den Narren Recht, meinte er selbstbewusst.

Info: Für die drei Prunksitzungen am 2., 8. und 9. Februar in der Sporthalle Ober-Hainbrunn gibt es ab sofort Karten bei Hildegard Werner, Telefon 06275/586.

Legendäre Herrensitzung bei der Narrhalla Hainbrunn – Vorverkauf läuft

Die Herren lassen bitten. Nach vier Jahren Pause ist es wieder so weit: Die Narrhalla Ober-Hainbrunn lädt zur legendären Herrensitzung. Die findet am Freitag, 16. November, um 20.11 Uhr in der Sporthalle statt. „Shoot-out in Hainbrunn City“ lautet das Motto. Der Abend wird ganz im Zeichen des Wilden Westens stehen.

Hochkarätige Büttenredner aus der Umgebung, etwa aus Zwingenberg, Eberbach und Rockenau, sowie aus Hainbrunn selbst und „extra aus Texas eingeflogene“ Saloon-Damen werden die Location in eine Wildwest-Kulisse verwandeln, versprechen die Organisatoren. Mottogetreue Kostümierung ist ausdrücklich erwünscht.

„Jetzt heißt es Kumpels mobilisieren und ab nach Hainbrunn City“, fordert Narrhalla-Präsident Franks Flachs die Herren-Narren auf. Da es nur eine Sitzung geben wird, sind die Tickets sehr begehrt. Es herrscht Fotoverbot, Einlass ist erst ab 18 Jahren. „Die berühmte Hainbrunner Bar ist bestens bestellt“, verspricht er.

Urheber dieser speziellen Sitzung war vor zwölf Jahren Narrhalla-Urgestein Ralph Volk, der selbst immer in den Faschingssitzungen als Weltenbummler oder „Schackeline“ in der Bütt dabei ist. Seitdem finden die Events in unregelmäßigen Abständen statt und sind in der Regel schnell ausverkauft. Frauen, auch in Männer-Klamotten, dürfen nicht rein, bedauert der Präsident.

Info: Der Vorverkauf läuft. Kartenbestellungen bis 6. Oktober unter E-Mail shootout@ober-hainbrunn.de oder WhatsApp 0163/1616134. Eine komplette Tischeinheit besteht aus 18 Plätzen, falls diese jemand buchen möchte.

Ober-Hainbrunner Karnevalisten feiern erstmals Beach-Party

Bevor der Herbst kommt, wird es bei der Narrhalla Hainbrunn noch einmal so richtig Sommer. Die erste Beach-Party der Karnevalisten findet am Freitag, 31. August, ab 21 Uhr um die und in der SV-Sporthalle (Neckarstraße) statt. Die Idee zu dieser Veranstaltung kam auf einer Vorstandssitzung von den jüngeren Mitgliedern. Denen fehlten außer der Fastnacht weitere Veranstaltungen im Dorf. „Im engeren Organisationsteam sind wir etwa zehn Leute“, erzählt Kim Weyrauch vom Orga-Team.

Attraktion des Abends ist das „Beer-Pong-Turnier“ ab 21.30 Uhr. Dabei handelt es sich um ein Spiel, bei dem immer zwei Teams (mit zwei bis vier Personen) im Turniermodus gegeneinander antreten und versuchen, mit Ping-Pong-Bällen in die gegnerischen Becher zu treffen. Die Startgebühr beträgt 25 Euro. Es können maximal 20 Teams teilnehmen. Nachdem ein Mannschaftsname gefunden ist, kann die Anmeldung über Facebook unter NarrhallaHainbrunn bis zum 28. August erfolgen.

Bei der Mischung aus Party und geselligem Beisammensein gibt einen regulären Bar-Betrieb, Musik und leckere Sommer-Cocktails, unter anderem die Klassiker Pina Colada, Mojito, Sex on the Beach oder Gin Tonic. Der Eintritt (ab 16 Jahren mit Mutti-Zettel, den es auf Facebook-Seite zum Download gibt) kostet drei Euro.

 

Narrhalla Ober-Hainbrunn setzt auf die „Fastnacht mit Herz“: Kampagneneröffnung in der Narren-Hochburg

Die fünfte Jahreszeit hat in der Narrenhochburg des Finkenbachtals begonnen. Die Fastnachter des SV Narrhalla starteten bestimmt 100 Mann und Frau hoch in die neue, kurze Kampagne 2017/2018. Unterstützt wurden sie dabei von einer Abordnung des MGV/TSV Sensbachtal, die kurzerhand ihren närrischen Auftakt in die Saison zwei Odenwald-Täler weiter verlegte und bei den SV-Narren mit diesem Ansinnen auf offene Ohren stieß. Von SV-Präsident Frank Flachs wurden Motto, Orden und neue Gesichter der aktuellen Kampagne vorgestellt.

Neu im Vereinsheim, der Sporthalle, ist auch eine „Narrhalla-Hall of Fame“. Sophia Blutbacher und Paula Manschitz stellten zahlreiche Bilder aus den vergangenen Jahren zusammen, soweit sie sich auftreiben ließen. Alle Tanzmariechen, Gruppen, Büttenredner, Elferräte und (Sitzungs-)Präsidenten, die es in 34 Jahren jemals gab, sind dort an die Wand gepinnt.

„Aus Ägypten, China und Japan sind unsere Vorstandsmitglieder extra zur Kampagneneröffnung eingeflogen“, scherzte Flachs. Er selbst landete um 16.30 Uhr am Frankfurter Flughafen, um direkt nach Ober-Hainbrunn zu brausen. Der Präsident lachte immer noch über die Blicke der Umstehenden, als er mittags in der ägyptischen Hotellobby angerufen wurde und der Narrhalla-Marsch als Klingelton losging. „Am 11.11. um 11.11 Uhr stellt der sich automatisch ein und bleibt dann bis Aschermittwoch so“, erklärte er.

Flachs begrüßte traditionell die Feierwütigen zu Beginn in der eigens dafür schön geschmückten Sporthalle. Er stellte dann das neue Motto vor, das sich der Fastnachtsausschuss in langen Sitzungen ausgedacht hatte. Danach wurde der Blick von ihm auf den Orden gelenkt. Der wurde in einer Auflage von 300 Stück gepresst. An diesem Abend gab es aber nur ein einziges Exemplar, das das neue Funkenmariechen Kim Weyrauch in Händen hielt.

Die Oberzent-Fusion ist Thema der Kampagne 2017/2018 und wurde auf der Plakette verewigt. „Gemeinde Rothenberg“ wird auf dem Ortsschild in Rot durchgestrichen, dafür steht oben drauf nun Stadt Oberzent. „Auch als Städter, das ist kein Scherz, Hainbrunn macht weiter Fastnacht mit Herz“, heißt das Motto der aktuellen Kampagne. Seit Jahrzehnten „pflegen wir die Fastnacht mit Herz“, so Flachs. Auch in der „großen Stadt“ will sich die Narrhalla die eigene Hainbrunner Identität auf die Fahnen schreiben.

Es wurden von Flachs zwei neue Elferratsmitglieder aus dem badischen Nachbardorf Brombach vorgestellt. Dennis Weber konnte nicht vorbeikommen. Markus Michel, auch bei den Hainbrunner Dartfreunden aktiv, ist das zweite neue Gesicht. „Ich hatte schon länger vor mitzumachen“, sagte er. Denn der Brombacher ist ein Fastnachter durch und durch, hat in seinem Dorf die Faschingsgruppe „Wilde 13“ mitbegründet und fährt mit seiner Frau gerne zum Kölner Karneval. „Da wären wir heute auch gewesen“, meinte er schmunzelnd – aber Ober-Hainbrunn hatte Priorität.

Frank Flachs ging aber auch aufs Organisatorische ein. „2018 stellt uns alle vor Herausforderungen“, sagte er. Denn der Verein braucht nach drei Jahren Vakanz wieder einen zweiten Vorsitzenden. „Der muss theoretisch nicht viel machen“, grinste er. Denn „es ging auch längere Zeit ohne“. Die Kampagne ist drei Wochen kürzer als im vergangenen Jahr, deshalb muss alles schneller als sonst ablaufen. Am 7. Januar ist bereits die Generalprobe, die Prunksitzungen finden am 13., 19. und 20. Januar statt.

Das neue Funkenmariechen, die 20-jährige Kim Weyrauch, ist wie ihre Vorgängerin Janna Schwinn ein Eigengewächs der Narrhalla. Sie tanzt derzeit in der großen Garde mit, den SV-Funken. Daneben ist sie auch Vorstandsmitglied. Ebenfalls wurde das neue Tanzquartett den Gästen vorgestellt. Marie-Luise Koch, Sina Koch, Alica Stadler und Trajana Heckmann sind die vier jungen Tänzerinnen. „Das schönste, was die Narrhalla zu bieten hat“, meinte Flachs zu den fünf Mädels. Ein dreifach donnerndes Helau beschloss die Vorstellung.

Zwei hohe karnevalistische Ehrungen gibt es für zwei Narrhalla-Mitglieder. Die hessischen Ober-Hainbrunner sind ja bekanntermaßen Mitglied im badisch-pfälzischen Karnevalsverband. Der verlieh den Goldenen Löwen als seine höchste Auszeichnung an Diana Kasper für 22 Jahre ununterbrochene fastnachtliche Aktivitäten. Frank Flachs ist 19 Jahre närrisch aktiv und bekam den großen Verdienstorden zugesprochen. Die Überreichung der Auszeichnungen soll dann während der Prunksitzung erfolgen.

Info: Narrhalla-Prunksitzungen 2018 unter dem Motto „Auch als Städter, das ist kein Scherz, Hainbrunn macht weiter Fastnacht mit Herz“ am Samstag, 13., Freitag, 19., und Samstag, 20. Januar, jeweils 19.31 Uhr in der Sporthalle Ober-Hainbrunn. Karten unter der bewährten Hotline 06275-586 bei Hildegard Werner.

 

Versammlung des SV Ober-Hainbrunn: Die Narrhalla boomt wie nie zuvor

„Der SV leibt und lebt“, freute sich Vorsitzender Frank Flachs auf der Mitgliederversammlung. Die Bereitschaft zur Mithilfe im Verein sei gerade bei den Jüngeren „auf dem besten Weg“. Jedoch nehmen seinen Worten zufolge die Anforderungen im Fastnachtsbereich stetig zu. Nur mit einem starken SV könne man die Sporthalle als „quasi Dorfgemeinschaftshaus“ unterhalten – „indem wir bestimmen, wo es lang geht, wenn Feiern sind“. Ohne die Veranstaltungen zu Fasching und 1. Mai wäre auf der Landkarte des Rothenberger Ortsteils schnell ein grauer Fleck, „wo es jetzt viele bunte Tupfer gibt“.

Wie Flachs erläuterte, führte man erstmals seit längere Zeit das bekannte Maifest durch. „Es zahlte sich aus, die Nerven zu behalten“, denn das Wetter war auf SV-Seite, während es anderswo Absagen gab. Die Gäste strömten. Da es auch für den Ober-Hainbrunner Gesangverein immer schwieriger wird, genug Personal zu finden, soll das Fest nun im Wechsel zwischen den beiden Vereinen ausgerichtet werde. Der Vorsitzende wies weiter auf die stimmungsvolle Weihnachtsfeier der Ortsvereine hin. Die Zusammenarbeit untereinander „macht den Ort ein Stück lebens- und liebenswerter“.

Flachs hob hervor, dass bei der Fastnachtsabteilung ein ungebrochener Zulauf auch aus anderen Vereinen zu verzeichnen sei. „Die Narrhalla boomt wie nie zuvor.“ Es gebe eine „gigantische Hilfsbereitschaft“, die Herausforderung Fastnacht zu stemmen. Unter der Leitung von Christa Friedrich „floriert und pulsiert“ das Sportleben bei der Damengymnastik, sagte er. Die Altersstruktur bei den Tischtennisspielern stimmt ihn etwas nachdenklich.

Für die Narrhalla wies Diana Kasper auf die Jubiläumskampagne „33 Jahre Bleedsinn und Ferz“ im vergangenen Jahr hin. Die Piraten-Party nach dem Rosenmontagsumzug war ein voller Erfolg. Die neu konzipierte Sitzungseröffnung im Spätjahr mit Vorstellung der Sitzungspräsidenten, des Ordens, der Kampagne und des Funkenmariechens war eine echte Bereicherung. Ende 2016 zählte die Narrhalla vier Tanzgarden, fünf Showtanzgruppen, ein Funkenmariechen sowie das Tanzquartett. Dazu noch zwei Musikgruppen und vier Büttenredner. „Mit großem Eifer laufen die Vorbereitungen für die anstehende Kampagne“, sagte sie.

Für die Tischtennisabteilung bedauerte Bernd Diemer, dass die dritte Herrenmannschaft zu oft Spiele abgesagt hatte und deshalb vom weiteren Verlauf der Rückrunde ausgeschlossen wurde. Generell gestaltete sich die Saison schwierig, da durch etliche fehlende Stammspieler immer mit Ersatzakteuren angetreten werden musste.

Die ersten Herren belegten in der Bezirksliga den neunten Platz. Mit Kontakten konnte man den Indonesier Habibie Wahid als Ersatz gewinnen und so „durch seine herausragende Leistung“ den Abstieg verhindern. Die zweite Herrenmannschaft holte in der ersten Kreisklasse den Titel und stieg in die Kreisliga auf. Leider werde die Trainingsbeteiligung der aktiven Spieler geringer, sagte er. „Wir können nur hoffen, dass sich dies in Zukunft wieder bessert.“

Eine schöne Aufwärtsentwicklung erfuhren die 2015 als neue Abteilung aufgenommenen Dartfreunde. Abteilungsleiter Uwe Kölbl blickte auf die Hainbrunn-Open mit „Maximiser“ Max Hopp zurück. Nach dem Beginn eines regelmäßigen Trainingsbetriebs waren die Dartcracks auch mit großem Erfolg bei auswärtigen Turnieren vertreten. Schmunzelnd erwähnte er das Antreten von Frank Flachs bei den „Egypt Open“ in Hurghada.

Ein weiteres Highlight war das zweite Turnier Ende 2016, zu dem man 42 Interessierte begrüßte. Das zeigte laut Kölbl, dass sich die Hainbrunner in der kurzen Zeit ihres Bestehens schon in der näheren und weiteren Umgebung einen guten Namen gemacht hatte. Neuzugänge ließen sich ebenfalls verzeichnen, sodass im Schnitt donnerstags immer zehn Spieler pfeilschnell bei der Sache sind. Diese Kontinuität „macht schon ein wenig stolz“, da alles aus einen Versuch heraus entstanden sei.