1500 Euro von der Oberzent-Schule für die Kinderkrebshilfe „Du musst kämpfen“

Dass an eine Schule gespendet wird, kommt immer mal wieder vor. Dass aber eine Schule für einen sozialen Zweck spendet, dürfte eher die Ausnahme sein. Im Nachklapp zum 50-jährigen Bestehen der Oberzent-Schule gab es nun eine Zuwendung über 1500 Euro für die gemeinnützige GmbH „Du musst kämpfen“. Die Initiative unterstützt damit – wie auch mit vielen weiteren Spenden – die Kinderkrebsstation an der Uniklinik Frankfurt.

Marlon Werrmann, Luca Jungblut und Marco Bartmann aus dem Zehner-Kunstkurs von Mareike Hufer hatten angeregt, zum 50. Jubiläum Freundschaftsbändchen anfertigen zu lassen. Im Gespräch von Schulleiter Bernd Siefert mit Jürgen Nebel, der schon seit ein paar Jahren im Odenwaldkreis für die Belange der Initiative trommelt, wurde dann die Idee geboren, daraus eine Spendenaktion zu machen.

In drei Wochen wurde die Aktion gestemmt. Auf der einen Seite des Bändchens ist „Du musst kämpfen“ zu lesen, auf der anderen „50 Jahre Oberzent-Schule“. Nebel ist mit dem Infostand an den Wochenenden immer wieder in der Region vertreten, um für die gute Sache zu trommeln. Vor kurzem war es bei einem Handballturnier in Oberzent, demnächst wird er in Amorbach zu finden sein. Seit 2016 „habe ich bereits 20.000 Euro durch die Bändchen gesammelt“, erzählte er.

Geschäftsführer Martin Heimes erläuterte der Fünfer-Religionsklasse mit Lehrer Andreas Weinmann und dem stellvertretenden Schulleiter Dirk Konrad Hintergrund und der Ziele der gGmbH, die von seinem 2016 verstorbenen Sohn Jonathan „Johnny“ gegründet worden war. Der, als Kind ein gutes Tennisspieler, erkrankte schon mit 14 Jahren an einem bösartigen Gehirntumor. Es dauerte über ein Jahr, bis er danach wieder auf den Beinen war. Nach Fachabi und FSJ kam der Krebs aber wieder zurück. Im Rücken hatten sich Metastasten gebildet, weshalb Jonathan dann auf den Rollstuhl angewiesen war.

„Johnny hat das angenommen und das Leben positiv gesehen“, so sein Vater. Er machte es sich zur Aufgabe, für die Kinderkrebsstation an der Uniklinik Frankfurt Geld zu sammeln. Durch die Kontakte in die Sport- und Tennisszene (Andrea Petkovic war eine Jugendfreundin) stieß er auf die Aktion des ehemaligen Radprofis Lance Armstrong. Der hatte mit Silikonbändchen eine erfolgreiche Spendenaktion angestoßen.

„Wir haben dann überlegt, was wir draufschreiben“, erzählte Martin Heimes den Schülern. Eine SMS von Johnnys Freund Johann brachte die zündende Idee: „Du musst kämpfen – es ist noch nichts verloren“, schrieb dieser. Den ersten Teil der Nachricht übernahm die Initiative fürs Bändchen. Bekannt wurde der Slogan bundesweit durch das Relegationsspiel der Darmstädter Lilien in Bielefeld vor vier Jahren, als diese unter diesem Motto antraten, erläuterte Heimes. Ein fußballbegeisterter Oberzent-Schüler hatte die Partie sogar damals im Fernsehen angeschaut.

Der Geschäftsführer freute sich, dass durch die Unterstützung auch aus dem Profisport-Bereich seit 2013 stolze 1,4 Millionen Euro gesammelt werden konnten. Zwei Projekte werden aktuell unterstützt: Zum einen will man gemeinsam mit dem Verein „Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt“ die unterstützende Sporttherapie für krebskranke Kinder an der Uniklinik weiter ausbauen. „Die ist bisher keine Krankenkassenleistung“, bedauerte Heimes.

Zum anderen erfährt die psychosoziale Beratung für sterbende Kinder und deren Angehörige Unterstützung. Sie wurde in einem Modellprojekt gemeinsam mit dem Kinderhospiz Bärenherz Wiesbaden eingerichtet. Diese Beraterstelle dient als Ergänzung zur Arbeit des Kinder-Palliativ-Teams Südhessen, das seit 2012 im Regierungsbezirk Darmstadt schwerstkranke und sterbende Kinder und Jugendliche in ihren Familien und Einrichtungen versorgt.

Dirk Konrad freute sich über „die tolle Aktion“ beim Schuljubiläum. Sie erbrachte etwas mehr als 1100 Euro, die von der Firma Bechtold auf 1500 Euro aufgestockt wurden. Martin Heimes hatte für die Schulbibliothek die Biografie seines Sohnes, „Comebacks – Mein Leben“, mitgebracht.

Info: http://www.dumusstkaempfen.de

Advertisements

Erasmus-Programm an der Oberzent-Schule: Völkerverständigung über den Kochtopf hinweg

Fröhliches Stimmengewirr dringt in verschiedenen Sprachen aus der Lehrküche der Oberzent-Schule (OZS). Jugendliche aus gleich fünf Nationen haben sich an diesem Tag im Rahmen des Erasmus-Programms zusammengefunden, um unter dem Oberbegriff „Kiss the cook“ eine Rückbesinnung zum Essensgenuss, weg von Fast Food und Medienüberflutung, zu gestalten. Unter Anleitung von Marco und Sascha Denninger vom „Grünen Baum“ in Gammelsbach brutzelten und kochten die Schüler, was das Zeug hielt.

Auf OZS-Seite hatte das Team um Conny Frank, Derya Özdemir und Felix Sasse die Vorarbeiten für das neue Erasmus-Programm getätigt. Nachdem im August die Zusage gekommen war, musste alles ganz schnell gehen. Ein volles Wochenprogramm wurde für die 40 teilnehmenden Schüler und zwölf Lehrer gestrickt, das unter anderem Heidelberg und Frankfurt auf dem Plan hatte, aber eben auch die gemeinsame Kochaktion mit dem Motto „European open table für open m-eat-tings“.

Die Jugendlichen sollen „das Kochen wertschätzen“, betonte Frank, wissen, wie die Speisen zubereitet werden „und nicht ständig am Handy rumhängen“. Mit diesem Projekt „sind wir neu im (von der EU geförderten) Erasmus-Programm“, freute sich die Lehrerin. Das Konzept dafür erstellte das Koordinationsteam selbst. Sie zeigte sich glücklich, dass es auch für die teilnehmenden Partnerschulen aus Italien, Irland, Portugal und Polend genehmigt wurde.

Im 13. Erasmus-Jahr „konnten wir auf bestehende Kontakte zurückgreifen“, so Frank. Neu dabei ist lediglich die Schule aus Cremona (Italien), alle anderen waren bereits in den Vorjahren irgendwann einmal mit dabei. Joanna Weglowska, Englischlehrerin an der polnischen Schule in Elblag, „ist sogar schon das siebte Mal bei uns“, schmunzelte die Französisch-Lehrerin in Oberzent. Aus Alter Dochao kommen die Portugiesen, aus Dublin die Iren.

Bei beiden Denninger-Köche, selbst ehemalige Oberzent-Schüler, waren sofort mit im Boot, als sie vom Orga-Team angesprochen wurden. „Das ist für uns alle ein Gewinn“, meinte Sascha. Bruder Marco scherzte, „ich war früher noch nie im Lehrerzimmer“, und lobte die „nicht alltäglichen Begegnungen“. Schulleiter Bernd Siefert wies auf die positive Grundstimmung hin. „In der gegenwärtigen politischen Situation ist es wichtig, dass wir ein Zeichen setzen“: dass sich die Jugendlichen der Nationen gegenüber aufgeschlossen sind.

Die Iren freuten sich über das viele Grün und die sanften Hügel, die ihnen aus ihrer Heimat bekannt sind. Als positiv vermerkten sie, „dass es nicht vier Mal am Tag unterschiedliche Regenarten gibt“. Kommen die irischen Schüler aus der Großstadt, so gibt es laut Conny Frank nicht nur durch das ländliche Oberzent einen Austausch von Stadt und Land. Auch die portugiesische Schule liegt abseits der Metropolen.

Joanna Weglowska lobte das Gleichgewicht zwischen Kochen und Kultur. Das Erasmus-Treffen sah sie als „tolle Gelegenheit“ für die Schüler, in einem internationalen Umfeld zusammen zu kochen und dann das selbst Hergestellte gemeinsam zu genießen. Alles immer unter dem „Slow-Food-Aspekt“, der auf diese Weise den Jugendlichen nähergebracht wird.

„Es war eine super Stimmung mit jeder Menge Power, Motivation und Kreativität“, bilanzierte Conny Frank. Das kam besonders bei der Party am letzten Tag zum Ausdruck: DJ Leo Volk legte auf, Erasmus-Schüler kreierten mit großer Begeisterung in international gemischten Teams neue Rezepte für Fingerfood, es wurde getanzt und gelacht. „Es ist aus fünf Ländern ein Team entstanden.“

 

Stimmen

Die 15-jährige Ilayda freute sich, eine Austauschschülerin kennenzulernen. „Da entstehen Freundschaften für später.“ Im Gespräch mit Iona aus Irland kann sie ihre Englischkenntnisse verbessern. „Ich habe in den wenigen Tagen schon was gelernt.“ Dazu lernten die Mädchen voneinander Tänze, die die gemeinsam aufführten.

Mit dem 17-jährigen Milosz aus Polen „habe ich mich sofort verstanden“, sagte Leonard (15). Die ganze Jungen-Gruppe setzte sich zusammen an den Tisch und unterhielt sich. Ihn fasziniert das „sehr offene Projekt“, bei dem es keine Grenzen zwischen den Nationalitäten gibt.

Molly Allman, 16, Lucy Geoghegan, 15, beide aus Irland: „Wir haben beide eine Menge neuer Freunde gefunden. Wir lieben Deutschland und seine liebenswerten Einwohner.“

Karol, Miłosz, Michał, Karolina und Zuza (polnische Schüler): „Wir lernten die einheimische Küche kennen und konnten unser Englisch aufbessern.“ Der Aufenthalt in Deutschland im Rahmen des Erasmus-Programms „war einfach klasse“.

Marta, 16, Italien: Als „eher schüchternes Mädchen“, das sich mit Fremdsprachen schwer tut, fand sie trotzdem Wege, sich mit dem Gasteltern zu verständigen, die wiederum kein Englisch sprachen. „Die Oberzent-Schule ist ein toller Ort, um neue Freunde kennenzulernen.“

Lehrerin Fiona Kelly, Irland: „Der Besuch war eine super Gelegenheit, andere Kulturen über das Thema Lebensmittel und Fitness kennenzulernen.“ Sie freut sich schon auf den Gegenbesuch auf der grünen Insel im kommenden März.

Isabella Zeli, Donata Ardigò, Lehrerinnen aus Italien: „Die ganze Schulgemeinde zeigte sich dem Erasmus-Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen.“ Beide sahen das Treffen als einen Höhepunkt der internationalen Begegnungen an.

Oberzent-Schüler gedachten der Reichspogromnacht

80 Jahre Reichspogromnacht, 100 Jahre Weltkriegsende: Zwei deutsche Schicksalsdaten am 9. November, denen die neunten und zehnten Klassen der Oberzent-Schule gedachten. „Mahnung zum Frieden“ hieß das Oberthema des Rundgangs, der von der Schule aus über evangelische Kirche und ehemalige Synagoge zum katholischen Gotteshaus führte. Auf einem Teil des Weges waren auch Vertreter der muslimischen Ditib-Gemeinde mit dabei.

Brücken bauen, für den Frieden beten, die Geschichte nicht vergessen: Diese drei Punkte stellte Schulleiter Bernd Siefert während seiner Begrüßung in den Vordergrund. Vorbei am Versammlungshaus der muslimischen Gemeinde in der Marktstraße ging es dann in die gegenüber liegende Martinskirche. Dort freute sich Pfarrer Roger Frohmuth, dass über 200 Schüler den mittleren Teil des Kirchenschiffs füllten.

Nach dem Ersten Weltkrieg „gab es keine Sieger“, sagte er. Stattdessen lag Europa in Trümmern. In fast jeder Familie waren Verletzte oder Tore zu beklagen. Anhang von zwei kleinen Geschichten stellt er dar, wie schnell aus einem kleinen Streit eine große Auseinandersetzung entstehen kann. Aus Drohungen wurde ein Krieg der Völker. „So etwas darf es auf der Welt nicht noch einmal geben“, betonte der Geistliche. „Alles, was wir haben, ist auf Frieden aufgebaut.“ Für seine mahnenden Worte erhielt er Beifall von den Jugendlichen.

Mevlüt Erdogan, Vorstandsmitglied der islamischen Ditib-Gemeinde, eröffnete seine Begrüßung mit einem Koranzitat, den ersten Worten, die dem Propheten Mohamed offenbart wurden. „Es geht darin um Lesen und Lernen“, erläuterte er. „Wissen ist der Schlüssel“, sagte er. Gerade heutzutage, wenn sich eine Aussage oder ein Gerücht in Minutenschnelle übers Internet verbreite, „müssen wir lernen zu hinterfragen“, forderte er die Schüler auf. Man dürfe nicht alles ungeprüft übernehmen.

Die Jugendlichen könnten nicht nur von den Lehrern lernen, sondern auch von Gesellschaft, Nachbarn und Freunden. Man lerne gemeinsam und voneinander, „wir lernen, um die Welt gestalten zu können“, so Erdogan. Emily Zimmermann und Ronja Pehmüller gingen in ihren mahnenden Worten auf die mehr als 1400 zerstören Synagogen am 9. November 1938 ein.

Dieser Tag „bildete den furchtbaren Auftakt zur Shoah, dem Holocaust“. In ganz Deutschland gab es über 400 Tote. „Von guten Mächten“ rezitierten Nina Ruf, Sina Haas und Carolin Samstag sowohl in der Kirche als auch an der ehemaligen Synagoge, wo sich heute das „S‘Lagger“ befindet. Diese war in der betreffenden Nacht vor 80 Jahren zerstört worden. Im Gegensatz zu anderen in Deutschland zerstörten jüdischen Gotteshäusern wurde sie nicht gesprengt oder angezündet, da man in der Oberzent-Stadt noch das Trauma des großen Stadtbrandes von 1810 vor Augen hatte.

Um das Jahr 1900 gab es in Beerfelden noch über 100 jüdische Mitbürger. In der heutigen Judengasse wohnten keine Juden. Nur ein Weg führte durch die Straße zur Synagoge. Die Juden waren, das zeigt ein Stadtplan aus dem Jahre 1905, überall in der Stadt verteilt. Schon vor dem Novemberpogrom von 1938 war die jüdische Einwohnerschaft aber stark zurückgegangen. Viele emigrierten, vor allem in die USA.

Die letzten zwölf jüdischen Bewohner wurden im Herbst 1942 – über die Sammelstelle in Darmstadt – „in den Osten umgesiedelt“, wie die Nazi-Propaganda den Weg in die Vernichtungslager euphemistisch beschrieb. Ab Oktober 1942 gab es in Beerfelden keine Juden mehr. „Für diese Menschen haben wir 2012 die Stolpersteine verlegen lassen“, so Siefert. Er las die Eindrücke eines Augenzeugen vor, die dieser 50 Jahre nach 1938 wiedergegeben hatte. Julia Samstag sprach später in der katholischen Kirche zum Thema Frieden. Andreas Weinmann sang dort den Kanon „Herr gib uns Frieden“ und Pfarrer Richard Benner sprach den Segen.

Die Welt ist klein in Oberzent

Die Familie Foshag aus Rothenberg ist so etwas wie ein Paradebeispiel für den familiären Charakter, die Integrationswirkung der Oberzent-Schule und ihre Bedeutung für die Region: Harry Foshag aus Rothenberg besuchte sie von 1979 bis 85, seine spätere Frau Christiane von 1981 bis 1987. Der ältere Sohn Dominik drückte logischerweise hier auch die Schulbank wie jetzt sein jüngerer Bruder Pascal. Der hatte zum 50. Jubiläum eine tolle Idee.

In der elterlichen Schlosserei wurde nach dem Austüfteln im Kunstunterricht von Maraike Hufer ein Kunstwerk geschaffen, das nun eine Wand am Schulgebäude ziert und am großen Tag feierlich enthüllt wurde. „50 Jahre OZS“ lautete das Thema im Unterricht. Eine Woche vor der Feier hatte Pascal dann die zündende Idee, die Zahlen „1968 – 2018“ zusammen mit dem Kürzel „OZS“ in eine Metall-Installation zu formen. Neben dem Vater half auch der Bruder bei der Realisierung.

„Die Schüler haben überlegt, wie sie die Veranstaltung ‚hypen‘ können“, erläuterte Hufer. Es entstanden außerdem Armbändchen, die Jürgen Nebel von der Initiative „Du musst kämpfen“ gegen eine Spende weitergab. Der Erlös geht an krebskranke Kinder. Daneben betätigten sich die Schüler gärtnerisch. Hinter den Gebäuden wurde mit winterharten Herbstblumen eine „50“ gepflanzt. Das Programm war riesig: Es startete mit der Percussion-Band und einem „Oberzent-Schule olé“. Viele andere Beispiele aus dem Schulalltag schlossen sich an.

„Wir sind die Schule für die Region“, betonte Schulleiter Bernd Siefert die Bedeutung. Ohne sie „hätte es vielleicht die Fusion gar nicht gegeben“, denn seit fünf Jahrzehnten ist sie die erste Möglichkeit für die Kinder aus den verschiedenen Oberzent-Orten, Gleichaltrige kennenzulernen. Verbindende, manchmal sogar ehestiftende Wirkung inklusive. Wie bei Harry Foshag und seiner Christiane.

„Es ist wahnsinnig viel los“, freute sich Siefert nachmittags. Viele Ehemalige, die abends auch in die Alte Turnhalle zum Treffen kamen, schauten bereits früher in den Schulräumen vorbei. Wie Gunter Johe aus Olfen, heute Schulelternbeiratsvorsitzender. Ende der 80er Jahre drückte er die Schulbank – klar, wo. Heute geht seine Tochter auf die … – logisch. Ehemalige finden sich immer noch zurecht, meinte Johe. Von der Grundstruktur her sei vieles gleich geblieben.

„Man kennt sich halt“, sagte er über die Dorfgemeinschaft, die auf Oberzent ausgedehnt auch an der Schule gepflegt wurde. Es ist das Familiäre, Unkomplizierte, es sind kurzen Wege, die Lehrer, die früher selbst Schüler an der OZS waren, die das Besondere ausmachen. „Ich ging mit Bernds Bruder in eine Klasse“, grinst Johe und zeigt zum Schulleiter. Der ist einer von sieben ehemaligen, die heute ihr Wissen an die heutigen Schüler weitergeben. Ein Viertel des Kollegiums. Die Welt ist klein in Oberzent.

Das bemerkte auch Ingo Stechmann vom Staatlichen Schulamt Heppenheim. „Ich habe das Gefühl, ich bin der einzige, der nicht auf diese Schule gegangen und mit keinem verwandt ist“, lachte er bei der akademischen Feier. Fast. „Dein Vater ist früher beim Sauter (einem Beerfeldener Transportunternehmen) Bus gefahren“, kam prompt die Replik von Rainer Sauter. Wie Recht Stechmann aber mit seiner Vermutung hatte, zeigten die anderen Redner. Der Finkenbacher Oberzent-Bürgermeister Christian Kehrer ging logischerweise auf die OZS. „Der war einen Jahrgang unter mir“, so Siefert.

Der Landtagsabgeordnete Rüdiger Holschuh aus Gammelsbach drückte natürlich auch die Schulbank auf der „Heumatte“. Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis spielte für den SV Beerfelden Fußball. Eine große Familie. „Das war ein klasse Zusammentreffen mit alten Freunden“, freute sich Siefert über die Ehemaligenfeier. 300 Gäste kamen, die letzten gingen um 3 Uhr morgens. „Tolle Stimmung und gelungene Jubiläums-Feier“, bilanzierte er.

 

Stimmen

Schulleiter Bernd Siefert: „Wir haben die Oberzent zusammengeführt.“

Ex-Schulleiter Bruno Stracke (1981-1998): „Ich bin vor Neid erblasst, was sich in 20 Jahren alles getan hat. Über die OZS-WhatsApp-Gruppe halte ich mich immer auf dem Laufenden.“

Hedi Schulz, Frau von Hans Schulz (Lehrer von 1968-1983 an der OZS), Mutter des ehemaligen Schülers und heutigen Leiters des BSO Michelstadt, Wilfried Schulz: „Mir bleibt immer ein Zitat meines Mannes in Erinnerung. Als es schneite, sagte der Schüler aus dem einen Tal ‚Es schneicht“, der aus dem anderen ‚Es maicht Schnei‘“.

Hartmut Beisel, ehemaliger Schüler bis 1989: „Wenn man im Ort wohnt, ist die Schule immer präsent. Meine beiden Kinder haben sie auch besucht.“

Zum Artikel geht's hier: https://hirschhorner.wordpress.com/2018/09/17/die-welt-ist-klein-in-oberzent/Oberzent-Schule

Posted by Thomas Wilken on Monday, September 17, 2018

Wertschätzung spielt an der Oberzent-Schule eine ganz große Rolle

Wertschätzung wird an der Oberzent-Schule ganz groß geschrieben. Im Jahr des 50. Jubiläums, das am 14. September groß gefeiert wird, blicken nicht nur heutige und ehemalige Schüler, sondern auch derzeitige und frühere Lehrer mit Dank auf das, was ihnen die Lernanstalt auf der „Heumatte“ fürs Leben mitgab und mitgibt. Ein besonderes Merkmal der Schule ist die Vielzahl ihrer Pädagogen, die früher selbst einmal an gleicher Stelle die Schulbank drückten und jetzt auf der „anderen Seite“ stehen.

„Oberzent ist die erste Stadt, die nach einer Schule benannt worden ist“, schmunzelt Schulleiter Bernd Siefert, seit zwei Jahren im Amt und ebenfalls ehemaliger Schüler. „Wir als Schule leben das gemeinsame Miteinander schon lange“, betont er. Die Leitung „ist für mich eine Herzensangelegenheit“, so der 43-Jährige. Bei allen Überlegungen gilt es seinen Worten zufolge, den Blick auf die Schüler und das Lernen richten. „Abläufe evaluieren, Bewährtes beibehalten, Verbesserungen einbringen, unsere Schule gut aufstellen“: So beschreibt er den Leitfaden des Handelns.

Die Schulbank auf der Heumatte drückte gemeinsam mit Siefert auch Stefanie Brand, heute Leiterin der Schillerschule Viernheim. „Ich habe mich dort immer sehr gut aufgehoben gefühlt“, sagt sie. Quer durch alle Gesellschaftsschichten lerne man gemeinsam. „Dies ist gerade im sozialen Lernen ein enormer Zugewinn und macht fit fürs Leben.“ Beim Wechsel aufs Gymnasium in Michelstadt stellte sie in der elften Klasse fest, dass in einigen A-Kursen das Oberzent-Niveau höher war als die Anforderungen dort. „Das machte den Wechsel für mich sehr leicht“, so Brand.

Sie bedauert, dass es an ihrem heutigen Wohnort Lampertheim leider keine integrierte Gesamtschule gibt. Die Entscheidung am Ende von Klasse 4 für eine Schulform „sehe ich als Nachteil an, da somit sehr frühzeitig Entscheidungen getroffen werden, die nicht für jedes Kind zu diesem Zeitpunkt eindeutig ausfallen können“. An einer IGS seien die Übergänge fließend, führten nicht zu Schulwechseln und „es kommt somit nicht zu Brüchen in Bildungsbiographien“.

„Bereits als Schüler lernte ich den ‚familiären‘ und vertrauensvollen Umgang zwischen Lehrern und Schülern zu schätzen“, sagt auch der ehemalige Schüler Stefan Reinhardt, heute bei der OREG tätig. Die Schulsprecher Tom Jahn und Moritz Ondruch schätzen das freundliche und herzliche Miteinander von Schülern und Lehrern. Sie heben die Offenheit untereinander und daneben die künstlerische Freiheit, die Angebote zur Freizeitgestaltung wie die Kunst- und Zirkus-AG hervor. Dazu gebe es viele Austauschprogramme – und dadurch die Möglichkeiten, die Welt zu bereisen.

Für Lehrerin Conny Frank, die gerade auf vier Jahrzehnte in ihrem Beruf zurückblickte, gab es viele Gründe, als Düsseldorferin der OZS „auf dem Land“ treu zu bleiben: gute Luft, hervorragende, inspirierende Stimmung im Kollegium, familiäre Atmosphäre in der Schüler- und Lehrerschaft, wertschätzender und vor allem humorvoller Umgang miteinander, beschreibt sie ihre Eindrücke. „Mein Herz schlägt für die Oberzent-Schule“, so Frank. Das „Top-System“ sei offen und durchlässig. Jeder Schüler habe die Chance, sich in Ruhe so zu entwickeln, dass ihm alle Schulabschlüsse offen stehen. „Soziales Miteinander und Engagement prägen den Schulalltag.“

„Die Oberzent-Schule begleitet mein Leben seit 1981“, erzählt Sekretärin Gabi Neff. Generationen von Kindern aufwachsen zu sehen, sie zu unterstützen und für sie da zu sein, sei eine tolle Aufgabe. „Mein Mann und ich sowie die Kinder haben die OZS besucht“, sagt sie. Eine Schule für alle, „in der man sich wohl fühlt, gerne hingeht und die einfach in die Oberzent passt und gehört“.

Wilfried Schulz, heute Leiter des BSO in Michelstadt, ist der Oberzent-Schule seit seiner Jugend eng verbunden. Er gehörte nämlich zum ersten Jahrgang, sein Vater wirkte dort lange als Lehrer. Schulz durfte damals einen „historischen Schritt in der hessischen Bildungsreform miterleben“. Was heute eine Selbstverständlichkeit sei, dass eine breite Schicht von Schülern aufs Gymnasium geht, „war zuvor gerade im ländlichen Raum nicht vorstellbar“. Erst die OZS habe dieses Bildungsangebot ermöglicht.

„Die Oberzent-Schule war ein sehr wichtiger Teil unseres Lebens. Wir waren engagiert an der Entwicklung beteiligt“, betonen die ehemalige Lehrerin Ingrid Malsy (von Beginn an mit an Bord) und die früher pädagogische Leiterin Johanna Käpernick-Krämer (seit 1971). „Es war eine Zeit des Aufbruchs. Wir waren ein junges Kollegium, für das Schule mehr war als nur ein Job“, sagen sie rückblickend.

Auch der jetzige Oberstudienrat Klaus Seeh war Schüler der Oberzent-Schule. Als er 1969/70 als Fünftklässler begann, „kam ich von der Grundschule Gammelsbach“. Es war für ihn eine große Umstellung und „alles sehr beeindruckend“. Er fand die Oberzent-Schule sehr modern und fortschrittlich. „Aber auch unsere neuen Lehrer haben uns sehr beeindruckt.“ Mit Ingrid Malsy „hatten wir eine tolle Klassenlehrerin. Sie war mir stets ein Vorbild, was mich sicher bei meiner Berufswahl auch beeinflusst hat.“

Als heutiger Lehrer an der Schule „erlebe ich hautnah, was sich alles geändert hat“, so Seeh. Es gebe viel mehr gekurste Fächer, Deutsch, Physik, Chemie kamen dazu. Berufsorientierung, Schulsozialarbeit, Inklusion und Vernetzung mit anderen Schulen seien neue Herausforderungen. Ebenso die demografische Entwicklung: „Waren wir zu meiner Zeit teilweise sechszügig, so haben wir heute zweizügige Jahrgänge.“ Schule müsse heutzutage wesentlich mehr Aufgaben für die Gesellschaft übernehmen als noch vor 50 Jahren.

Info: Das Jubiläum 50 Jahre Oberzent-Schule wird am Freitag, 14. September, groß gefeiert. Um 13.30 Uhr geht es mit dem Schulfest los. „Oberzent-Schule erleben, Vergangenes entdecken und Neues kennenlernen“, heißt es auf dem Schulgelände bis 15.30 Uhr. Eine akademische Feier schließt sich um 16 Uhr an. Ein Treffen und der Austausch mit alten Weggefährten stehen dann ab 18 Uhr in der Alten Turnhalle Beerfelden an, wenn als Umrahmung Musikalisches aus fünf Jahrzehnten Schule geboten wird.

 

Zum Bild: Die Da-Vinci-Brücke wird an der Oberzent-Schule auch zum Teambuilding und zur Klassenfindung genutzt. Es sind 26 gleich geartete Holzstücke, die zusammengefügt werden müssen, wie es hier gerade die Fünfer-Religionsklasse von Bernd Siefert tut.

Förderverein der Oberzent-Schule wird 25 Jahre alt

Der Förderverein der Oberzent-Schule feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Es sind zwei Veranstaltungen zum Vereinsjubiläum geplant, berichtete die Vorsitzende Johanna Käpernick-Krämer. Zum einen wird es eine Präsentation für Lehrer und Eltern unter dem Titel „Das Lernen lernen“ geben. Einladungen gehen an alle Grundschulen, die dortigen Eltern und auch die Eltern der Oberzent-Schüler. Auch benachbarte Lernanstalten wie Erbach, Eberbach, Michelstadt, Wald-Michelbach und Hirschhorn sollen eingeladen werden.

Zum anderen soll es eine kleine Feier zum 25-jährigen Bestehen des Fördervereins geben, für die alle Gründungs- und ehemalige Vorstandsmitglieder (zusammen 35 Personen) auf der Einladungsliste stehen. Geplant ist, sie um 15 Uhr während des Drachenfestes am 28. Oktober zu ehren. Laut Käpernick-Krämer ist neben der Einladung zu Kaffee und Kuchen auch eine Info durch sie über die Arbeit des Schulvereins vorgesehen. Um 11 Uhr soll in der Mensa noch einmal das Musical aufgeführt werden. Danach beginnt das Fest im Außenbereich.

In ihrem Bericht über das vergangene Schuljahr berichtete die Vorsitzende, dass der Verein vielfältig aktiv war. So übernahm er beim Auftritt von Walter Renneisen die Bewirtung in der Alten Turnhalle, war im Februar in der Schule beim Schnuppertag für die Grundschüler und deren Eltern zur Bewirtung eingeteilt und übernahm diese auch bei der Musicalaufführung im Juni. Beim Pferdemarkt wurde das Schul-Musical noch einmal gezeigt. Bei diesem Anlass hatte der Verein das neues Roll-up und den Flyer dabei.

Käpernick-Krämer war bei der Abschlussfeier in der Alten Turnhalle und bei der Begrüßung der neuen Fünftklässler dabei. Jedes Kind bekam wieder ein Geodreieck mit dem Flyer und einem kleinen Brief. Sie bemühe sich, zu allen öffentlichen Veranstaltungen der Schule wie Frühlingskonzert, Begrüßungsfest und The-Mu-Ku zu gehen, „wenn ich den Termin weiß“, sagte die Vorsitzende.

Klaus Kaaden berichtete im Anschluss über die Mitgliederzahl. Ein- und Austritte halten sich in etwa die Waage. Der Verein zählt derzeit etwa 200 Mitglieder. Die Einnahmen bestehen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und dem Kreis-Zuschuss für die Mittagsbetreuung. Ausgaben sind vor allem Personalkosten für die Mittagsbetreuung, Zuschüsse zu schulischen Unternehmungen und Finanzierung von Aktionen wie Drogenprävention oder Berufseignungstests.

Ingrid Schenkel prüfte mit Bruno Stracke die von Klaus Kaaden geführte Kasse. Sie bescheinigte ihm eine korrekte Kassenführung. Die Versammlung entlastete auf Antrag im Anschluss den Vorstand einstimmig. Bei den Neuwahlen wurde Johanna Käpernick-Krämer als Vorsitzende bestätigt. Ein Stellvertreter konnte nicht gefunden werden. Rechner bleibt Klaus Kaaden, Schriftführer wird Dirk Konrad. Beisitzer sind Kerstin Röglin, Claudia Roth und Alexander Brendel, zweite Kassenprüferin wird Marion Neff. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Oberzent-Schule mit Modellcharakter in Hessen

„Die Gesamtschule hat Modellcharakter für ganz Hessen“, hieß es Anfang 1977 in einer örtlichen Tageszeitung. Da gab es die Oberzent-Schule auf der „Heumatte“ bereits seit fast zehn Jahren, als integrierte Gesamtschule (IGS) existierte sie seit 1970. 924 Schüler aus der gesamten Oberzent besuchten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in 32 Klassen die Lernanstalt. Eine Delegation von Schulamt und Regierungspräsidium besuchte damals die Schule und ließ sich über das Erreichte informieren, denn in der Oberzent entstand 1970 eine der ersten Schulen dieser Art in Hessen.

In Beerfelden waren die Verantwortlichen stolz über ihr Wirken. Ende der 60er Jahre erreichten nur 20 Prozent der Schüler einen mittleren Bildungsabschluss. Mitte der 70er Jahre waren es bereits 56 Prozent. „Der planmäßige Unterricht an der Gesamtschule wird fast zu 100 Prozent erfüllt“, erläuterte der damalige Direktor Karl Lebert. Dazu waren auch alle Stellen besetzt.

Die Idee eines horizontalen Schulsystems, in dem Haupt- und Realschule nebst Gymnasium nebeneinander existieren, hat seine Anfänge Ende der 60er Jahre. Mit ihm wollten die Initiatoren „vom Schulkindergarten bis zum Abitur die Ausbildung systematisch fördern“. Bildung könne nicht allein „auf die Heranzüchtung von Arbeitskräften“ beschränkt bleiben, sondern sollte die Menschen in die Lage versetzen, „ihr eigenes Leben selbstbewusst zu führen“. Deshalb wollte man im Zuge des Aufbruchs durch die 68er-Bewegung weg vom „starren und auf Auslese ausgelegten Prinzip der vertikalen Schularten“.

Der „Antrag auf Zulassung eines Schulversuchs mit integrierter Sekundarstufe ab dem siebten Schuljahr“, erstellt im Juni 1970 und bewilligt im Spätjahr, geht detailliert auf die soziostrukturellen Begebenheiten in der Oberzent ein. Er liefert den argumentativen Hintergrund für die Errichtung der integrierten Gesamtschule ab dem 1. August 1970.

Bezug genommen wird auf die schulische Situation Anfang der 1960er Jahre, als nur 18 Prozent der Grundschul-Kinder auf weiterführende Schulen wechselten, obwohl nach Ansicht der Lehrer 42 Prozent des Jahrgangs geeignet gewesen wären. Diesem Aspekt wurde 1968 durch die Gründung der Mittelpunktschule Rechnung getragen, die eine Hauptschule mit Förderstufe, ein Gymnasium für die Klassen 7 bis 10 und eine Sonderschule umfasste.

Der Beginn des Schuljahrs 1970/71 wurde als beste Gelegenheit gesehen, „die Schulverhältnisse in diesem Raum (Oberzent) so zu verbessern, dass allen Kindern optimale Bildungsverhältnisse angeboten werden können“. Denn im ländlichen Gebiet war für die Initiatoren des Projekts der gesellschaftspolitischen Forderung nach Durchsetzung einer echten Chancengleichheit „in besonders ausgeprägtem Maß“ dringend nachzukommen.

Bezug genommen wird auf die sozioökonomischen und -kulturellen Bedingungen: „Das Gebiet der Oberzent ist wirtschaftlich überwiegend agrarisch geprägt“, heißt es. Kleine und mittlere Industriebetriebe sind nur in Beerfelden vorhanden. Die Anstrengungen zur Verbesserung der Infrastruktur liefen, aber wegen der ungünstigen Verkehrslage und der relativ dünnen Besiedlung „kann für die nächste Zeit nur mit kleinen Fortschritten gerechnet werden“.

Zum Schuljahresbeginn 1968/69 war für die fünften Klassen die Förderstufe eingeführt worden, von 240 Schülern besucht. Im folgenden Schuljahr kamen noch einmal 180 Kinder dazu. „Die Gesichtspunkte der Koedukation, des Zusammenlebens konfessionell verschiedener Gruppen, der sozialen Streuung, der unterschiedlichen Begabung und Leistung „wurden weitgehend beachtet“, so der Antrag. Deshalb hätten die elf Klassen „annähernd gleiche Ausgangschancen“. Das Ziel, alle Kinder zu fördern, „kann als erreicht angesehen werden“, so das positive Fazit.

Der Erfolg des Kernunterrichts in der IGS wird herausgestellt, weil er dabei hilft, die soziale Integration zu verwirklichen. Damit wird die Fähigkeit der Schüler gefördert, in einer Gruppe zu arbeiten, die Kommunikation vorangetrieben und die Akzeptanz der Unterrichtsbeiträge aller gefördert. „Der Kernunterricht wirkt sich positiv auf die soziale Interaktion von Schülern verschiedener sozialer Schichten aus“, so die Erkenntnis. Lediglich zu große Klassen behinderten dieses Ziel (5. Schuljahr 36, 6. Schuljahr 39 Kinder).

Meilensteine in der Entwicklung der Oberzent-Schule

1968 Bau der Schulgebäude und Turnhalle „Auf der Heumatte“

1969 „Schulzentrum Oberzent – Volks- und Realschule Beerfelden“, 5. Klassen kommen aus den umliegenden Volksschulen in die Förderstufe

1970 Integrierte Gesamtschule (IGS)

1971 „Gesamtschule des Landkreises Erbach“, Neubau des Hallenbads

1974 Neubau des C-Baus

1982 Neubau der Pausenhalle, Musikräume, Schülerarbeitsräume (SAR), Lehrerzimmer

1983 Neuer Name „Oberzent-Schule“

2006 Sanierung und Erweiterung alter Gebäude zur Mensa

2009 Bushaltestellen werden neu angelegt, Erweiterung des Lehrerzimmers

2014 Neubau des Hallenbads