Kinderkulturfestival des Kreises in Beerfelden: Kleine Artisten trafen auf Maler und Schauspieler

Es war toll“, meinte die sechsjährige Abby am Schluss. In dem Urteil wollten ihre Spielkameraden nicht nachstehen. Auch Hannah fand es „super“, was sie beim Kinderkulturfestival in der Alten Turnhalle erlebte. „Klasse“, sagte Liam (8). Drei begeisterte Aussagen von 26 Kids im Alter zwischen sechs und elf Jahren aus dem gesamten Odenwaldkreis, die auf Einladung der Kinder- und Jugendförderung einen aufregenden Tag hatten. So kurzweilig, dass es nach dem Mittagessen die ersten traurigen Nachfragen ob, ob denn der Workshop schon vorbei sei.

Drei Themen hatten die Kinder im Vorfeld zur Auswahl: Artistik, Theater und Kunst. Die Ergebnisse des dritten Workshops ließen sich gleich beim Betreten des Foyers in Augenschein nehmen. Unter der Leitung von Olga Malkovskaja aus Reichelsheim ging es darum, ein Bild von sich selbst zu malen. „Sehr vertieft waren die angehenden Künstler am Werk“, lautete das Fazit. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen und wurden von den stolzen Eltern am Nachmittag ausgiebig in Augenschein genommen.

So zufrieden wie die Betreuer waren auch die jungen Teilnehmer selbst. Für ihren Workshop vergaben sie allesamt die Note 1 in der abschließenden Wertung. Als „sehr interessiert und motiviert“ empfand Tanja Hauck von der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises die Kinder. Beim Artistik-Workshop von Felix Hauke „wollten die gar keine Pause machen“. Und beim Theaterangebot unter der Leitung von Alexander Kaffenberger aus Erbach „waren ständig neue Rollen gefragt“.

Dem siebenjährigen Dominique gefiel es denn auch besonders, Theater spielen gelernt zu haben. „Den Teller auf dem Stock balancieren“ lautete eine weitere Rückmeldung aus Kindermund, was besonders gefiel. Oder generell die Artistik inklusive Bälle jonglieren. Chantal (10) fand einfach alles gut, was am Tag geboten wurde. Dass alle zum Abschluss mit ihren Eltern das Figurentheater „Der Froschkönig“ vom Maren Kaun Theater aus Mannheim anschauen durften, machte den Kids viel Freude.

Fürs nächste Jahr, in dem das Festival dann in Brensbach stattfindet, bekamen die Organisatoren schon haufenweise Anregungen. Dustin (7) würde gerne Fußball spielen. Der neunjährige Fabian wünschte sich einen einen Workshop mit Technikbausätzen. Denn das macht ihm riesigen Spaß. Reiten auf der Wiese, Schwertkampf, Klettern, Spielen, Schwimmen, Baggern, Basketball, Kamera-Bedienung und und und: An Ideen herrschte kein Mangel. Roman (9) möchte gern Kochen und Backen lernen. Die knapp sechsjährige Kassia erntete einen Lacher mit der Aussage, sie würde gern noch einmal zu Mittag essen.

Spielend wurden beim Theater-Workshop fantastische Geschichten und Abenteuer auf die kleine Werkstattbühne gebracht. Dabei standen die eigenen Ideen der Kinder im Mittelpunkt. Vom Sams bis zu Schneewittchen oder Sindbad, von Pinocchio bis zur Prinzessin oder Pippi Langstrumpf durften sich die Kinder in allen Rollen einbringen. Auf der Laufkugel und auf Stelzen wuchsen die kleinen Teilnehmer über sich hinaus. Beim Jonglieren lernten sie Diabolo, Tücher und Bälle kennen.

„Das Konzept wurde 2016 entwickelt“, erläuterte Hauck die Idee hinter der Sache. Die große Resonanz der Erstveranstaltung in Bad König führte dazu, dass es eine Fortführung gab. Die soll es auch im kommenden Jahr unter dem Motto „Freundschaft“ geben, denn die Nachfrage war wieder sehr groß. Nicht nur aus der Oberzent, sondern auch von Bad König, Erbach und Reichelsheim kamen die Kinder nach Beerfelden.

Vorschläge der jungen Teilnehmer wurden gerne aufgegriffen. So etwa der Wunsch, den anderen beim Theater präsentieren zu dürfen, was erarbeitet wurde. Ganz demokratisch wurde darüber abgestimmt, ob das auch alle wollten. Natürlich wollten sie es. Von der elfjährigen Arjeta kam zusätzlich die Anregung, das gelernte Stück auch den Eltern zu präsentieren. Was jetzt fürs kommende Jahr aufgegriffen werden soll. „Wir schauen bei der Auswertung immer, was mit aufgenommen oder verbessert werden kann“, so Hauck.

Info: Die Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises bietet ein breitgefächertes Jahresprogramm an. Mehr unter E-Mail kijufoe@odenwaldkreis.de oder www.odenwaldkreis.de.

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79 Jugendfeuerwehrleute legten in Beerfelden die Leistungsspange ab

Nur gemeinsam sind sie stark: Die Leistungsspange, das höchste Abzeichen für Jugendfeuerwehrleute, wird zwar jedem einzeln verliehen, aber die Wettkämpfe und Aufgaben lassen sich nur im Team lösen. Mindestens 15 Jahre müssen die Jugendlichen alt sein, wenn sie die letzte Prüfung vor der Einsatzabteilung angehen wollen. Knapp 80 von ihnen kamen jetzt in Beerfelden zusammen, um zentral für den Odenwaldkreis (sieben Teams) und den Landkreis Groß-Gerau (3) die Spange abzulegen. Dazu waren noch Helfer und jüngere JFW-Leute angereist.

Die Kriterien sind bundeseinheitlich, erläuterte Dominic Groh, Jugendfeuerwehrwart des Odenwaldkreises. Es gilt fünf Disziplinen zu bewältigen. Beim Staffellauf über 1500 Meter ist es den Teams selbst überlassen, wer wie viele Meter zurücklegt. „Einer kann 30 und der andere 900 laufen“, schmunzelte Groh. Ähnlich beim Kugelstoßen. Hier müssen die Neuner-Teams mindestens 55 laufende Meter erreichen. Mädchen haben die Drei-Kilo-, Jungs die Vier-Kilo-Kugel.

Bei der Schnelligkeitsübung geht es darum, in möglichst kurzer Zeit acht Feuerwehrschläuche aneinander zu reihen. Hinzu kommen noch eine Übung nach Feuerwehr-Dienstvorschrift und eine Fragerunde mit Themen aus dem Brandschützer-, aber auch allgemein-politischen Bereich. „Allein kann keiner bestehen“, meint Groh. Es geht nur in der Gruppe. Da die Teams immer neun Teilnehmer umfassen müssen, wurden teilweise auch Gemeinden übergreifende Mannschaften gebildet.

Die verschiedenen Stationen hatten die Helfer der Beerfelder Jugendwehr im Sportpark an der Stried, auf der Wiese hinter dem Bauhof und in einem Klassenzimmer der Grundschule aufgebaut. Da die Aufgaben teilweise nicht ganz einfach und auch körperlich anspruchsvoll sind, wird die Leistungsspange erst bei den Älteren ab 15 gewertet. Als „Teamworker“ können aber Jüngere zum Einsatz kommen, um die Mannschaften aufzufüllen. Sie erhalten dann spezielle Anstecker, um ihnen für die die Teilnahme zu danken. „Die kommen sehr gut an“, freut sich Groh.

„Wir versuchen die Abnahme im Odenwaldkreis jedes Jahr durchzuführen“, betont der Jugendwart. Um größere Einheiten zu bilden, stemmt man das Projekt gemeinsam mit Nachbarkreisen. 2016 geschah dies im Landkreis Offenbach mit der dortigen Jugendfeuerwehr, dieses Mal mit Groß-Gerau. Fast die ganze Dauer des Wettkampfs über blieben die Jugendlichen trocken, nur das letzte Team wurde auf dem Sportplatz noch nass.

„Ein Vierteljahr vorher starten schon die Vorbereitungen“, weiß Groh um den Ehrgeiz der Jugendlichen, die Leistungsspange zu bestehen. Sie ist nicht nur „absolutes Highlight“ der Zeit als Jugendfeuerwehr-Angehöriger, sondern wird auch in der Einsatzabteilung angerechnet. Dadurch ist es den Neulingen nach Übertritt möglich, ein Jahr früher in die Lehrgänge einzusteigen. Der Spange vorgeschaltet sind die Jugendflammen in der Stufe 1 bis 3, die im Alter zwischen zehn und 15 Jahren abgelegt werden.

Die Aktivitäten der Jugendlichen wurden von Kreisbrandinspektor Horst Friedrich und seinem Stellvertreter Rolf Scheuermann in Augenschein genommen. Zur Eröffnung sprachen Kreisbeigeordneter Michael Reuter, Kreistagsvorsitzender Rüdiger Holschuh und Bürgermeister Gottfried Görig Grußworte. Ein besonderes Erlebnis war dann die Überreichung der Abzeichen, nachdem sich alle kräftig an den Schnitzel mit Spätzle gestärkt hatten. Dafür und für die Vorbereitung des Events hatte die JFW Beerfelden gesorgt. Um Ablauf und Auswertung kümmerte sich die JFW des Odenwaldkreises.

79 Leistungsspangen wurden verliehen. 54 gingen an Odenwälder, 25 an Jugendliche aus dem Landkreis Groß-Gerau. Die Odenwälder kamen aus folgenden Kommunen: Rothenberg, Beerfelden, Lützelbach, Fränkisch-Crumbach, Brensbach, Breuberg, Bad König, Höchst. Mannschaften aus dem Landkreis Groß-Gerau: Biebesheim, Gernsheim, Mörfelden-Walldorf.

Rothenberger Feuerwehren spenden zwei digitale Pager fürs Kriseninterventionsteam des Odenwaldkreises

Eine Hilfsorganisation hilft der anderen. Gemeinde und Feuerwehren von Rothenberg vereinbarten, dem Team der Notfallseelsorge und Krisenintervention des Odenwaldkreises zwei digitale Pager aus den Haushaltsmitteln der Feuerwehr im Wert von fast 1000 Euro kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Übergabe fand jetzt im Rahmen der monatlichen Schulung statt. Die fand in den neuen Feuerwehrräumen in der Rothenberger Sporthalle statt.

„Leider sind es bis jetzt erst drei Kreis-Kommunen, die dies so umsetzen wollen“, bedauerte Gemeindebrandinspektor (GBI) Marco Johe. „Wenn alle 15 Odenwälder Gemeinden zwei solcher Pager spenden würden, wäre das Team der Krisenintervention bestens versorgt und könnte so schnell und zielgerichtet alarmiert werden“, führte er aus. Denn die Ehrenamtlichen werden nicht staatlich gefördert und sind auf Spenden angewiesen. „In der Vergangenheit haben sie sich immer per Telefon irgendwie gegenseitig zu Einsätzen gerufen“, erläuterte der GBI.

Gerade vor kurzem habe es mehrere tödliche Unfälle gegeben, bei denen es den Helfern vor Ort eindringlich bewusst wurde, „wie sehr man Leute wie die Notfallseelsorger braucht“, um Angehörige und Freunde zu betreuen. Auch für die Feuerwehrleute sei es eine große seelische Belastung, an einen Unfallort zu kommen und dort unter den Opfern möglicherweise einen Bekannten zu finden. Es sei wichtig, „eine schnelle Aktivierung zu gewährleisten“.

Die Grundeinrichtung der Geräte ist laut Johe bereits geschehen. Die Bedienung ist denkbar einfach: „Die Menüführung funktioniert wie bei alten Nokia-Handys“, schmunzelte er. „Ich hoffe, die Pager müssen nicht so oft zum Einsatz kommen“, meinte der GBI. Wie Johe erläuterte, geschieht die Feuerwehr-Alarmierung seit Ende 2016 digital. Die Rothenberger hätten die Geräte Ende März eingeführt.

Teamleiterin Annette Herrmann-Winter zeigte sich sehr dankbar über die Spende. Für weitere Pager-Anschaffungen habe man bereits Rücklagen gebildet, sagte sie. „Denn wir wissen, dass es ein Thema ist.“ Dem Ehrenamtlichen-Kreis gehören derzeit 43 Personen an, davon drei aus Rothenberg.

Diese dort ehrenamtlich engagierten Menschen leisten Betroffenen in schweren Notsituationen seelischen Beistand und helfen, schreckliche Erlebnisse besser zu verarbeiten. Auch Feuerwehren werden bei schweren Schadensereignissen von ihnen unterstützt, um die eventuell erlebten traumatischen Einsätze besser verarbeiten zu können.

Die Helfer waren von Bürgermeister Hans Heinz Keursten als erste Nutzer des neu gebauten Feuerwehr-Mehrzweckraums begrüßt worden. „Viel Schweiß“ sei in die Räume geflossen, betonte der Rathauschef. Denn dieser wie auch die Sporthalle wurde mit viel Eigenleistung gebaut. „Wo findet man einen Raum mit einem solchen Ausblick“, meinte Keursten mit Hinweis auf den Blick aus dem Fenster auf die Odenwaldhügel. „Die Aufgaben des Teams sind schon etwas Besonderes“, sagte er verbunden mit einem Dank für die geleistete Hilfe.

Ansprechpartner der Notfallseelsorge des Odenwaldkreises

Leiterin Pfarrerin Annette Herrmann-Winter ist seit 2004 Supervisorin und Ausbilderin für die Mitarbeit im aktiven Team. „Ich bilde mit Begeisterung Ehrenamtliche für diesen Dienst aus. Mir ist die Qualität der Vorbereitung wichtig und ich habe großen Respekt vor ihrem engagierten und kompetenten Dienst“, sagt sie: E-Mail: AHerrmann-Winter@t-online.de. Stellvertreter ist Rothenbergs Pfarrer Reinhold Hoffmann, ebenfalls seit 2004, wirkt seit 1999 im Team mit. „Die Beteiligung der Ehrenamtlichen im Team ist mir ein Hoffnungszeichen. Es tut mir gut zu sehen, dass Menschen bereit sind in außergewöhnlichen und oft erschreckenden Ereignissen Unbekannten zur Seite zu stehen. Jeder darf, aber niemand muss mit schwierigen Eindrücken alleine sein. Ich habe Hochachtung davor, dass diese Ehrenamtlichen bereit sind, sich auf fremde Wertvorstellungen und Lebensgestaltungen einzulassen, ohne zu werten.“. E-Mail: kgm@rothenberg-evangelisch.de

„Gute Laune bei schlechtem Wetter“ war das Motto beim Jugendfeuerwehrtag der Odenwaldkreis-Wehren

Zum Schluss hin war die Nässe dann doch in die Knochen gekrochen. Etwas früher als geplant gab es den Abpfiff für den Kreisjugendfeuerwehrtag auf der Rothenberger Höhe. Denn nach sonnigem Beginn hatte der Regen am Tag danach ganze Arbeit geleistet und alles durchweicht. Die Stimmung bei den über 600 Jugendlichen aus dem gesamten Odenwaldkreis war trotzdem super. Sie erlebten drei tolle Tage unter Gleichgesinnten.

„Die Organisation und Vorbereitung durch die Feuerwehr Rothenberg war wieder wie gewohnt super“, lobte Kreisjugendfeuerwehrwart Dominic Groh. Das Team um Benjamin Götz, Marco Johe, Jochen Weinthäter und Janis Heckmann wisse, worauf es bei der Organisation einer solchen Veranstaltung ankomme. „Deshalb macht es immer wieder besonders Spaß, nach Rothenberg zu kommen.“ Alles, was die Helfer beeinflussen konnten, lief seinen Worten zufolge super ab. Weshalb er den lokalen Brandschützern einen ganz großen Dank abstattete.

Das wechselhafte, zum Teil schlechte Wetter tat nach den Beobachtungen von Groh der ganzen Stimmung im Großen und Ganzen keinen Abbruch. „Gute Laune bei schlechtem Wetter“ war das Motto beim Großteil der jugendlichen Teilnehmer. Besonders freute ihn, dass in diesem Jahr „seit Langem mal wieder alle 15 Kommunen aus dem Odenwaldkreis vertreten waren“.

Der Rothenberger Jugendwart Janis Heckmann war mit dem Verlauf angesichts des Wetters zufrieden. „Leider mussten wir einige wenige Workshops absagen“, bedauerte er – der Regen hatte ganze Arbeit geleistet. Mit dem Modellfliegen war darunter eine besonders stark nachgefragte Veranstaltung. Aber auch der zweite Durchgang des Mountainbike-Downhills konnte nicht stattfinden. Jedoch: „Alles, was nicht wetterabhängig war, lief super“, freute er sich.

Dazu zählte auch „Jumping Fitness“ in der ausgeräumten Feuerwehr-Fahrzeughalle. Nach schwachem Anmeldebeginn gingen die Teilnehmerzahlen plötzlich rapide in die Höhe. Nämlich dann, als sich alle etwas darunter vorstellen konnten und dass die Sache riesigen Spaß machen würde. Geocaching, Schmieden, Bogenschieße und Erste Hilfe waren weitere Angebote für die Jugendlichen. Dazu gab „just for fun“ ein Fußballturnier, Tauziehen, Kistenturmbauen und eine Cocktailparty.

„Alles hat super funktioniert“, so Heckmann. „Wir haben auch lange genug im Vorfeld geplant“, sagte er. In der Woche vor dem Start waren die Rothenberger quasi nonstop im Einsatz. Den JFW-Tag bezeichnete er als „Highlight des gesamten Jahres“. Wenn er vorbei sei, freuen sich viele schon auf die kommende Veranstaltung. Denn bei diesem Event kommen Jugendliche zusammen, „die man sonst das Jahr über nicht sieht“. Es sei immer schön, Angehörige anderer Kreiswehren zu treffen.

Das gefielt auch der 14-jährigen Lara aus Beerfelden: „Ich freue mich, dass ich meine Freunde hier wieder sehe“, sagte sie. Sie bedauerte wie die anderen Jugendlichen auch das schlechte Wetter. Aber ansonsten „war das Zeltlager gut“. Von den Angeboten gefiel ihr Jumping Fitness besonders gut. Auch die Cocktailbar „war super“.

Der Workshop Geocaching und das abendliche Grillen am Lagerfeuer hatte es Leon (12) und Luis (13 Jahre) aus Weiten-Gesäß am meisten angetan. „Alles war gut organisiert“, freuten sie sich. Leon hatte noch mehr Grund zur Freude: „Schön, dass mein Handy wieder gefunden wurde, das ich verloren hatte.“ Dem 14-jährigen Jonas aus Lützelbach sagte die Gemeinschaft in der Gruppe „mit meinen Freunden beim Zeltlager“ sehr zu. Er lobte auch das von der Rothenberger Feuerwehr zubereitete Essen.

Während sich draußen die Jungen austobten, saßen in der frisch sanierten Sporthalle die Veteranen der Kreiswehren gemütlich beisammen. Über 400 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen aus allen Ecken und Enden des Odenwaldkreises tauschten Erinnerungen von früher aus. Die ältesten zählten dabei schon 90 Lenze und stellten sich über 70 Jahre bei der Wehr in den Dienst der Allgemeinheit. Für die passende musikalische Umrahmung sorgte die Feuerwehrkapelle Beerfelden unter Leitung von Wolfgang Hörr.

Kreisentscheid Bundeswettbewerb

14 Mannschaften aus dem Odenwaldkreis nahmen teil, davon vier Staffeln und zehn Gruppen, unter diesen wiederum zwei reine Mädchenmannschaften. Wertung gemischte Gruppen: 1. Brombachtal (1403), 2. Rothenberg (1400), 3. Ober-Hainbrunn (1385), 4. Höchst-West (1363,9), 5. Beerfelden (1359), 6. Finkenbach (1347), 7. Höchst/Mümling-Grumbach (1116), 8. Reichelsheim (698,9). Wertung Mädchen Gruppen: 1. Rothenberg (1399,9), 2. Beerfelden (1379). Wertung Gemischte Staffeln: 1. Nieder-Kainsbach (1377), 2. Kortelshütte (1357), 3. Brombachtal (1295), 4. Hainstadt (1285). Die Erstplatzierten qualifizierten sich für den Landesentscheid am 27. August in Alsfeld.

600 Jugendfeuerwehrleute des Odenwaldkreises kommen in Rothenberg zusammen

Vom Freitag, 30. Juni, bis zum Sonntag, 2. Juli, findet der Kreisjugendfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehren des Odenwaldkreises in Rothenberg statt. Rund um die Sporthalle werden sich etwa 600 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuern einfinden, um drei ereignisreiche und spannende Tage in einem großen Zeltlager zu verbringen.

Ihnen werden in diesen Tagen verschiedene Workshops und Turniere angeboten. Unter anderem finden neben Fußball- und XXL-Kicker-Turnier zahlreiche Workshops wie zum Beispiel Mountainbiken, Modellfliegen oder Geocaching statt. Ebenso messen sich die Jugendlichen beim jährlich stattfindenden Bundeswettbewerb in Schnelligkeits- und feuerwehrtechnischen Übungen, um den Kreissieger zu ermitteln.

Außerdem findet am Samstag, 1. Juli, ab 14 Uhr unter dem Motto „Old meets young“ das Veteranentreffen der Alterskameraden aus den Odenwälder Feuerwehren statt. Hierzu werden etwa 450 ehemalige Brandschützer der Ehren- und Altersabteilungen in der Sporthalle erwartet. In diesen drei Tagen kann es in der Umgebung des Zeltplatzgeländes rund um die Sporthalle etwas lauter werden, bitten die Rothenberger Wehrleute um das Verständnis der Anwohner.

Ab Donnerstag, 29. Juni, bis Sonntag, 2. Juli, gilt außerdem eine Einbahnstraßenregelung. Ab Höhe Landwehrstraße 25 bis zur Kreuzung Sonnenweg/Gammelsbacher Weg wird der Verkehr nur in eine Richtung möglich sein. Dies wird dementsprechend ausgeschildert. Zu diesem Festwochenende sind alle Mitbürger einladen, die Aktivitäten der Odenwälder Jugendfeuerwehren zu besuchen. Für das leibliche Wohl ist seitens der Rothenberger (Jugend-)Feuerwehr bestens gesorgt.

Beerfelder Ausschuss empfiehlt Klage gegen die Ablehnung des gemeinsamen Odenwaldkreis-Flächennutzungsplans Windkraft

Nun zieht auch Beerfelden nach: Einstimmig empfahlen Haupt- und Finanz- sowie Sozial- und Marktausschuss auf ihrer gemeinsamen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung, der Klage des Hessischen Städte- und Gemeindebundes gegen die Ablehnung des gemeinsamen Flächennutzungsplans (FNP) Windkraft beizutreten. Anfang Dezember hatte das Darmstädter Regierungspräsidium (RP) den von allen Gemeinden des Odenwaldkreises aufgestellten FNP zurückgewiesen.

„Das RP hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt“, beklagte Bürgermeister Gottfried Görig. Dem Antrag des Odenwaldkreises auf Fristverlängerung sei nicht stattgegeben worden. Es habe nur die Wahl zwischen Überarbeitung nach RP-Vorgaben (hin zu „weichen“ Kriterien) oder Ablehnung gegeben, so Görig. Ein „Kooperationsangebot“ des Regierungspräsidiums habe es zu keiner Zeit gegeben, stellte er klar.

Wichtigstes Kriterium des gemeinsamen FNP sei der 1000-Meter-Abstand zu jeglicher Bebauung gewesen, egal ob zu größeren Ortschaften oder kleinen Weilern (die „harten“ Kritierien). Damit habe man einer „Verspargelung“ der Landschaft vorbeugen wollen. „Wir können keinem Menschen klarmachen, dass wir davon jetzt wieder abgehen sollen“, sah Görig Probleme. Das nachgereichte Gutachten zur Sensbacher Höhe sei vom RP nicht mehr angenommen worden, kritisierte er.

„Wir Bürgermeister waren über das Verhalten des RP verwundert“, brachte es der Beerfelder Bürgermeister als Vorsitzender der Kreisversammlung zum Ausdruck. Aktuell sei die Gesetzeslage so, „dass ein Antrag auf Windkraftnutzung nicht zurückgewiesen werden kann“. Voraussetzung sei natürlich, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt würden.

Der Rathauschef vermochte auf Nachfrage keine Aussage darüber zu treffen, wie lange der Klageweg dauern werde. Von einem halben Jahr bis hin zu zwei Jahren sei alles möglich. Ausschuss-Vorsitzender Erwin Körber (SPD) hoffte, dass das RP während des schwebenden Verfahrens mit Genehmigungen zuwarte. Da man den gemeinsamen FNP unterstützt habe, werde man „auch den Klageweg mittragen“, sagte Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne).

Wie eine chronologische Dokumentation auflistet, wurden vom RP Ende Juli 2015 erstmals die „harten“ und „weichen“ Kriterien angesprochen. In der Folgezeit drängte die Behörde immer wieder darauf, dass die eingereichten Unterlagen überarbeitet werden sollten. Ende September kam dann die „offizielle“ Empfehlung, den Antrag auf Genehmigung zurückzunehmen und in den kommunalen Gremien noch einmal den Siedlungsabstand zu beraten. Dieses Ansinnen wurde, in der Folgezeit zweimal wiederholt, von den Odenwaldkreis-Gemeinden Ende November zurückgewiesen. Daraufhin erfolgte Anfang Dezember die Ablehnung.

Die Klage thematisiert, dass laut HSGB die Entscheidung des RP in Bezug auf harte und weiche Kriterien „erhebliche fachliche/rechtliche Mängel aufweist“. Das im Ablehnungsbescheid herangezogene Urteil werde in einem falschen rechtlichen Kontext gesehen. Daneben beschwerte sich der HSGB beim zuständigen Staatsminister über die unterschiedlichen Handhabungen innerhalb der Regierungsbezirke Hessens. Hintergrund ist, dass im Bereich des RP Gießen das 1000-Meter-Kriterium ohne Ausnahmen Anwendung findet.

Auch das Thema FFH-Verträglichkeit und Naturschutz, wie es in der RP-Stellungnahme genannt wurde, lassen die Kläger näher prüfen. Eine erneute Überarbeitung oder Abwägung, wie es das RP gefordert hatte, ist in den Augen der Kommunen „nicht realistisch“, da dies eine komplette Überarbeitung der gesamten Planungsdokumentation zur Folge hätte. Die jetzigen Kosten für die Klage trägt der Odenwaldkreis. (Foto: Windpark Mossautal, Joe Biermann)

Ablehnung des Windkraft-Flächennutzungsplans: Rothenberg schließt sich der Klage des Odenwaldkreises gegen Regierungspräsidium an

Wie andere Odenwaldkreis-Gemeinden zuvor hat nun auch Rothenberg zugestimmt, gegen die Ablehnung des gemeinsamen Flächennutzungsplans (FNP) Windkraft durch das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt Klage zu erheben. Damit zogen die Gemeindevertreter in ihrer vergangenen Sitzung „offiziell“ nach, denn zur Fristwahrung hatten pro forma bereits im Vorfeld die jeweiligen Bürgermeister ihr Einverständnis erteilt.

Bevollmächtigt mit der Interessenswahrnehmung wurde der Hessische Städte- und Gemeindebund (HSGB). Dieser hatte bereits Ende des vergangenen Jahres im Namen der Kommunen die Klage eingereicht. Nach Bekanntwerden der FNP-Ablehnung durch das RP hatten Bürgermeister und Gemeindevertreter sowohl in Rothenberg als auch in Beerfelden in den Sitzungen der Kommunalparlamente ihr Unverständnis darüber geäußert.

Knackpunkt im eingereichten FNP sind die sogenannten „harten“ und „weichen“ Kriterien in Bezug auf den Abstand möglicher Windräder zu Siedlungen. Die Odenwaldkreis-Kommunen wollten die für geschlossene Ortschaften sowieso geltenden 1000 Meter auch für kleinere Weiler festschreiben. Auf dem Gemeindegebiet Rothenberg ist dieses Kriterium besonders in der Raubach und in Hinterbach relevant. Eine „Verspargelung“ der Landschaft soll damit vermieden werden.

„Wir wollen mit der Klage Klarheit schaffen“, betonte Bürgermeister Hans Heinz Keursten. Denn, war bereits im Dezember deutlich geworden, das RP sei in die Entwicklung des FNP im sachlichen Teilbereich Windkraft lange eingebunden gewesen. Gerade die Abstände zu Siedlungen habe die Behörde längere Zeit mitgetragen. Umso mehr sind Bürgermeister und Mandatsträger nun von diesem Meinungsumschwung im vergangenen halben Jahr irritiert.

Wie eine chronologische Dokumentation auflistet, wurden vom RP Ende Juli erstmals die „harten“ und „weichen“ Kriterien angesprochen. In der Folgezeit drängte die Behörde immer wieder darauf, dass die eingereichten Unterlagen überarbeitet werden sollten. Ende September kam dann die „offizielle“ Empfehlung, den Antrag auf Genehmigung zurückzunehmen und in den kommunalen Gremien noch einmal den Siedlungsabstand zu beraten. Dieses Ansinnen wurde, in der Folgezeit zweimal wiederholt, von den Odenwaldkreis-Gemeinden Ende November zurückgewiesen. Daraufhin erfolgte Anfang Dezember der Ablehnungsbescheid.

Die Klage thematisiert, dass laut HSGB die Entscheidung des RP in Bezug auf harte und weiche Kriterien „erhebliche fachliche/rechtliche Mängel aufweist“. Das im Ablehnungsbescheid herangezogene Urteil werde in einem falschen rechtlichen Kontext gesehen. Daneben beschwerte sich der HSGB beim zuständigen Staatsminister über die unterschiedlichen Handhabungen innerhalb der Regierungsbezirke Hessens in diesem Punkt. Hintergrund ist, dass beim RP Gießen das 1000-Meter-Kriterium ohne Ausnahmen Anwendung findet.

Auch das Thema FFH-Verträglichkeit und Naturschutz, wie es in der RP-Stellungnahme genannt wurde, lassen die Kläger näher prüfen. Eine erneute Überarbeitung oder Abwägung, wie es das RP gefordert hatte, ist in den Augen der Kommunen „nicht realistisch“, da dies eine komplette Überarbeitung der gesamten Planungsdokumentation zur Folge hätte. Die schlug für die Odenwald-Gemeinden schon jetzt mit 600.000 Euro zu Buche. Die jetzigen Kosten für die Klage trägt der Odenwaldkreis. (Foto: Joe Biermann)