Dem Ortsbeirat stinkt das marode WC-Häuschen

Die Sache stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel. Dem Beerfeldener Ortsbeirat ist der Zustand der öffentlichen Toiletten auf dem Parkplatz neben dem Oberzent-Museum ein Dorn im Auge. Schon Anfang des Jahres hatte man eine tägliche Reinigung des prominent gelegenen WC-Häuschens gefordert. Das ist inzwischen dauerhaft geschlossen, da der Zustand nicht mehr haltbar ist und eine regelmäßige Reinigung nicht möglich.

Eigentlich war man im Gremium davon ausgegangen, dass anderweitig nicht benötigte Mittel aus dem integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) für eine Sanierung umgeschichtet werden können. „Aber das ist wohl doch jetzt nicht mehr der Fall“, zeigt sich Ralf Fiedler enttäuscht. Das Toilettenhäuschen ist für ihn „nicht mehr zeitgemäß“. Gerade vor dem Hintergrund des boomenden Inlands-Tourismus „ist das kein Aushängeschild für den Ort“, beklagt er.

Über IKEK hatte sich der Ortsbeirat eine 90-prozentige Förderung der Maßnahme erhofft. Das Gremium würde außerdem einen Großteil seines Budgets zur Verfügung stellte, betont Ortsvorsteher Christian Zimmermann. Der sieht ebenfalls „unmögliche Zustände“: Der Parkplatz als Ausgangspunkt für Stadtführungen hat seinen Worten zufolge Besseres verdient. „Andere Kommunen zeigen, wie so etwas geht“, ergänzte Fiedler.

Die nächste öffentliche Toilette befindet sich am Rathaus, erläutert er. Leider gibt es mangels Café auch nicht die Möglichkeit, in der Nähe ein solches aufzusuchen, einen Kaffee zu trinken und das dortige WC zu nutzen. Fiedler bringt eine Bezahlmethode ins Spiel, wie sie schon öfters in Städten zu sehen ist. Für dieses Jahr ist der Zug zwar schon abgefahren, aber zumindest mit Blick auf die kommende Saison sollte man ein schöneres Bild abgeben.

Die Glocke soll endlich läuten

„Die Glocke von Kailbach“ ist kein Odenwald-Stück von Schiller, sondern ein anderer, bereits 20 Jahre währender Klassiker im früheren Hessenecker Ortsteil. Dessen Ortsbeirat kam jetzt im Hesselbacher Dorfgemeinschaftshaus zusammen, weil dieses den meisten Platz zur Abstandswahrung in Corona-Zeiten bietet. Ortsvorsteher Martin Pollak freute sich über die doch ansehnliche Zuschauerzahl.

Es geht um die alte, der Gemeinde gehörende Schulhaus-Glocke in Kailbach. Die ist zwischenzeitlich, nachdem erst die Kirche, dann ein Privatmann das (inzwischen abgerissene) Turmgebäude kaufte, in der Friedhofshalle zwischengelagert. Auf dem Friedhof soll sie in Zukunft wieder erklingen. Bei der Interessengemeinschaft Odenwald (IGO) hatte man einen Antrag auf Förderung für diese Maßnahme aus dem Regionalbudget gestellt, aber der wurde leider abgelehnt.

Davon will man sich aber nicht entmutigen lassen. „Wir wollen das 2021 noch einmal beantragen“, kündigt der Ortsvorsteher an. Parallel läuft demnächst eine Sammlung im Ort an, um alles in Eigenleistung in Zusammenarbeit mit einem Zimmereibetrieb zu stemmen. Denn so langsam will man zu Potte genommen, nachdem die Glocke schon viele Jahre nicht mehr klingt. Mit der Glocke hat es zwar noch nicht hingehauen, aber dafür gibt’s nun eine neue Brücke über den Schöllenbach. Die machte der Oberzent-Bauhof flott, nachdem die bisherige an Altersschwäche litt.

Ist Hesseneck in Sachen Mobilfunk bald kein Tal der Ahnungslosen mehr? Pollak informierte Gremium und Besucher darüber, dass der Mobilfunkanbieter O2-Telefonica in Schöllenbach einen Sendemast aufstellen möchte und eine entsprechende Anfrage bei der Stadt Oberzent startete Hintergrund ist die Förderung der 5G-Technologie.

Der Ortsbeirat sprach sich für die Umsetzung aus. Die Stadt hätte ein Grundstück, alternativ könnte die Errichtung auch auf einem privaten Gelände erfolgen. Laut Pollak kam der Mobilfunkriese „übers badische Schöllenbach bzw. Eberbach auf uns zu“. Dort werde von den Bürgern der Bedarf gesehen.

Seit in der Schöllenbacher Siegfriedstraße nach den Regeln der Straßenverkehrsordnung geparkt wird – also nicht mehr auf dem Gehweg – gibt’s öfter einmal beengte Begegnungen und einige Hupkonzerte, schilderte der Ortsvorsteher die Lage. Sein Wunsch: Das Oberzent-Ordnungsamt sollte die Parksituation vor Ort überprüfen. Möglicherweise macht es an der einen oder anderen Stelle – gerade in Kurven – Sinn, das Parken einzuschränken.

 

 

Olfen sendet nun in die weite Internet-Welt

Der kleine Oberzent-Stadtteil Olfen ist nun mit dem World Wide Web verbunden. Bisher ein Tal der Ahnungslosen, wurde nun (endlich) rund ums Dorfgemeinschaftshaus ein Hotspot installiert, der den bisher internetfreien Olfenern freies WLAN bietet. Dies teilte die Vorsitzende des Ortsbeirats, Gertrud Platt-Roßbach, in der jüngsten Sitzung mit. Sie führte weiter aus, dass auf Bürgerwunsch in der Alten Straße Tempo 30 eingeführt wurde.

In Verbindung mit der Kreisjugendpflegerin findet einmal im Monat ein Kinderfilmtreff statt, den Lena Lilienthal unterstützt von Wilfried Emig organisiert, so ihre Mitteilung weiter. Der größte Teil der Kleinen kommt aus den Nachbardörfern. Aus den Mitteln der Kindertheatergruppe wurde eine Popcornmaschine angeschafft. Die Getränke werden über das Budget des Ortsbeirats finanziert, wofür dieser 100 Euro bereitstellte. „Olfen ist ein gastliches Dorf“, lautete der stolze Kommentar.

Gertrud Platt-Roßbach erwähnte, dass aus den Haushaltsmitteln des Ortsbeirates ein „Waldsofa“ für den Bereich an der Bergwiesenhütte gekauft wurde. Es wird im Frühjahr aufgestellt. Die Restmittel des Budgets aus dem Jahr 2019 von 400 Euro wurden auf 2020 übertragen, sodass nun 1800 Euro als eigene Mittel für Anschaffungen zur Verfügung stehen.

Fürs Regionalbudget, über die Interessengemeinschaft Odenwald (IGO) ausgeschrieben, wurde ein Antrag zur Planung eines Sonnensegels am Kinderspielplatz sowie für eine Feldschachfläche und eine Tischgruppe für Kinder und Erwachsene gestellt. Die eingereichten Angebote für diese Investitionen belaufen sich auf 3800 Euro. Es wird mit einer Förderung von 3000 Euro gerechnet. Die restlichen Mittel sollen aus dem Budget des Ortsbeirats kommen.

Nachdem der Vorplatz an der Aussegnungshalle auf dem Olfener Friedhof sehr zufriedenstellend hergerichtet wurde, fragte Traudel Schnur nach, ob aus den Restmitteln die Holztüren durch eine Glasfront ersetzt werden können, wie dies schon von Anbeginn besprochen worden war, damit die Aussegnungshalle etwas heller wird. Seitens der Stadt wurde über Stefanie  Ampferl mitgeteilt, dass es keine Restmittel gäbe.

Schnur regte an, noch einmal den Beschluss des Ortsbeirates zu überdenken, das Urnengrabfeld in die unterste Ecke des Friedhofs zu legen. Denn dazu müsste ein Weg ausgebaut werden, damit ältere Menschen den Bereich gut erreichen können. Ein Urnengrabfeld unmittelbar neben der neuen Anlage an der Aussegnungshalle würde diese Kosten einsparen und könnte durch eine Bepflanzung mit Rhododendron sehr würdevoll hergerichtet werden. Die Mehrheit im Ortsbeirat lehnte dies ab und verwies auf den mehrheitlich gefassten Beschluss.

Des Weiteren wurde von ihr angesprochen, Sitzgelegenheiten für ältere Teilnehmer an den Trauerfeierlichkeiten zu beschaffen. Weil die Wasserentnahmestelle am Eingang zum Friedhof liegt und ältere Mitbürger Schwierigkeiten haben, die Gießkanne den Berg hinauf zu tragen, regte sie an, eine Leitung bergwärts zu verlegen, um eine neue Wasserentnahmestelle zu schaffen.

Einmütig stimmte der Ortsbeirat den Planungen zu, die Mobilfunk-Funklöcher zu schließen. Er möchte sich bei der Diskussion über die Standorte für die Sendemasten beteiligen. Diskutiert wurde über die Verkehrssicherheit im Straßennetz in Olfen, die ausgefahrenen Bankette und Gefahrenstellen insbesondere für Ortsunkundige.

Über die Planungen zur Einrichtung des kostenlosen Bürgerbusses informierten Brigitte Schanbacher und Werner Fahrbach von der Generationenhilfe. Sie teilten mit, dass es drei Strecken geben soll und Olfen an einer Route liege, die montags bedient werde. Die Linie geht von Beerfelden über Finkenbach und Raubach, Falken-Gesäß und Airlenbach nach Olfen. Mit den Einzelheiten des Fahrbetriebes wird es mit Sicherheit einen Zeitraum geben müssen, in dem Erfahrungen bei der Bedienung gesammelt werden.

Bessere Verbindung von Hainbrunn nach Hirschhorn gewünscht

Positives Echo für den Vereinsbus der Generationenhilfe: Den stellten Vorsitzende Brigitte Schanbacher und Klaus Kaden auf der Sitzung des Ortsbeirats vor. Was den Hainbrunnern aber fast mehr auf den Nägeln brennt: eine bessere Verbindung ins benachbarte Hirschhorn. Da das aber dem Kreis Bergstraße mit eigenem Nahverkehrsplan angehört, lässt der ÖPNV dorthin zu wünschen übrig. Jedoch fährt von dort die S-Bahn nach Heidelberg, außerdem verdienen viele ihre Brötchen im Neckartal.

Einmal in der Woche soll der Bürgerbus auch durchs Finkenbachtal fahren, berichteten die Aktiven der Generationshilfe bei der Vorstellung. Er kommt von Beerfelden, nimmt den Weg über Finken-, Hinter- und Raubach Richtung Neckar, dient dann auch Hirschhorn an und fährt über Kortelshütte und Rothenberg wieder zurück. Das Ganze soll dienstags drei Mal am Tag außerhalb der sonstigen Busabfahrtszeiten geschehen.

An den Ortsbeirat wurde von den Ehrenamtlichen der Wunsch herangetragen, nach möglichen Haltepunkten zu suchen. Denn die müssen ja nicht denen des ÖPNV entsprechen, sondern könnten sich auch danach ausrichten, wo viele Senioren wohnen. Gleichzeitig will man in der Vorlaufzeit die Abfahrtszeiten des Busses mit denen des ÖPNV abgleichen, damit es keine Dopplungen gibt. Auch ist die Generationshilfe noch auf der Suche nach ehrenamtlichen Fahrern.

Auf der Sitzung gab’s einen ÖPNV-Rundumschlag. Denn Mobilitätsberater Matthias Kusch von der OREG stellte Ruftaxi und Taxomobil vor. Im Vergleich zum „normalen“ Bus, wo man einsteigt und das Ticket löst, empfand Ortsvorsteher Stefan Hofmann das System der erstmaligen Aktivierung etwas kompliziert. Gerade ältere Menschen könnten sich damit schwer tun.

All das ist aber eher Beerfelden-zentriert, monierte Hofmann. „Die Anbindung nach Hirschhorn ist bisschen unbefriedigend“, sagte er. Deshalb schaut er interessiert auf die Anfang Dezember stattfindenden Beratungen des Oberzent-Bau-, Umwelt- und Infrastrukturausschusses, wenn es um eine Intensivierung der Linie 54 zwischen Beerfelden und dem Neckar geht. Allerdings wäre diese Erweiterung wohl mit relativ hohen Kosten verbunden.

Dass dieses Thema auch der Bevölkerung auf den Nägeln brennt, zeigte sich an einigen Fragen. Hier wurde unter anderem die Verbindung von Ober-Hainbrunn zu den weiterführenden Schulen im badischen Eberbach angesprochen. Diese könnte sich in spe mit einem Umweg über Beerfelden möglicherweise kompliziert gestalten, befürchtete Hofmann.

Der diesjährige Freiwilligen-Tag war ein großer Erfolg, freute sich der Ortsvorsteher. In einjähriger Arbeit richteten Ehrenamtliche in vielen Arbeitsstunden das alte Schulhaus für die Nutzung durch die Dorfgemeinschaft her. Exakt am Tag der Sitzung wurden auch die Tische geliefert, sodass man den neuen Raum gleich einweihen konnte. Für das kommende Jahr werden Ideen gesammelt, was dann anzugehen ist. Ein Gedanke ist die Aufhübschung des alten Gefriertruhen-Häuschens. Der Ortsbeirat ist für weitere Anregungen dankbar.

Ein anderes Thema waren die alten Ortschilder. An denen nagt zum einen der Zahn der Zeit, zum anderen sind sie noch nicht auf Oberzent umgepolt. Angedacht ist Hofmann zufolge eine Vereinheitlichung, die gleichzeitig die Möglichkeit bietet, zum „Herzlich Willkommen“ per einschiebbarem Aluschild den Hinweis auf aktuelle Veranstaltungen einzubinden.

Der Ortsbeirat machte sich außerdem Gedanken über die Verwendung seines Budgets. Die bereits bestellten beiden Liegebänke sollen noch vor Weihnachten geliefert werden, kündigte Hofmann an. Im kommenden Frühjahr ist die Aufstellung beim Spielplatz und am Panoramaweg geplant. Vom Rest beschaffte man zwei „Street-Buddys“, reflektierende Figuren in Kinder-Größe. Auch fürs kommende Jahr machte man sich Gedanken. Hier soll der SV beim Sporthallen-Umbau im Zuge verschiedener Brandschutzmaßnahmen unterstützt werden.

Brückensanierung in Finkenbach soll Anfang September starten

Christian Niesen (47) ist der neue Ortsvorsteher von Finkenbach, Hinterbach und Raubach. Er wurde auf der vergangenen Sitzung zum Nachfolger des Anfang Juni überraschend verstorbenen Rothenberger Altbürgerbürgermeisters Hans Heinz Keursten gewählt. Sein Stellvertreter ist Detlef Honnen. Nachrücker ist Martin Menges, der früher auf CDU-Liste in der Rothenberger Gemeindevertretung saß. Nach einer Schweigeminute für den Verstorbenen leitete Oberzent-Bürgermeister Christian Kehrer das Wahlprozedere.

Der gebürtige Heidelberger Niesen kam vor mehr als 20 Jahren nach Finkenbach. Durch einen Bekannten verschlug es ihn der Pferde wegen in den Odenwald. Er kam, sah, baute sich ein Haus und blieb. Nach der Ortsbeiratswahl im April 2018 im Zuge der Oberzent-Fusion wurde er vom Gremium damals zum Stellvertreter von Keursten bestimmt. Das war auch in anderer Funktion, beim Heimat- und Verschönerungsverein Finkenbach.

Besprochen wurden auf der Sitzung die Projekte am Freiwilligentag des Odenwaldkreises, der am 14. September stattfindet. So wollen die Ehrenamtlichen das Multifunktionsspielfeld am Schwimmbad-Parkplatz auffrischen. Das hat jedes Jahr eine Frischzellenkur nötig. Bretter müssen ausgetauscht, der Boden abgedampft werden, damit es wieder einsatzbereit ist.

Angedacht ist weiterhin die Reparatur der Buswartehäuschen, damit die ÖPNV-Nutzer beim Warten nicht das kalte Grausen packt. Weiteres ist in der Mache: „Wir sammeln noch Projekte“, erläutert der neue Ortsvorsteher. Dazu könnte auch die Mähaktion im kleinen Park am Feuerwehrhaus im Vorfeld des Weinfests zählen, das die Brandschützer immer im September veranstalten.

Allerdings ist diese Maßnahme abhängig vom Ersatzbau für die Brücke über den Finkenbach. Deren Sanierung soll laut Hessen Mobil Anfang September starten, wobei „oft die Gemeinden erst eine Woche vorher den genauen Termin erfahren“, weiß Niesen. Da der Schwerlastverkehr weiterhin die Odenwald-Quelle erreichen muss und dies über Raubach nicht möglich ist, braucht es eine Ersatzquerung, bevor die alte, marode Brücke abgerissen werden kann.

Kurz vor dem Start der Bauarbeiten, etwa gegen Ende August, wird dann auch das im Grünbereich befindliche Schachbrett rüber ans Freibad verlegt. Es soll mit den schon vorhandenen Kinderspielgeräten und der Tischtennisplatte sowie der noch zu errichtenden Boule-Bahn ein Anlaufpunkt für Jung und Alt sein. Die Baggerarbeiten übernimmt dabei der Bauhof, das Material bezahlt die Stadt, in die Hände gespuckt wird von den vielen Ehrenamtlichen.

Ehrendenkmal soll auf den Friedhof

Das Ehrendenkmal, bisher bei der evangelischen Kirche beheimatet, soll in abgespeckter Form auf den Friedhof versetzt werden. Eine entsprechende Entscheidung traf der Ortsbeirat in Abstimmung mit den Anwesenden auf seiner vergangenen Sitzung, nachdem das Thema schön öfters beraten worden war. Denn die bisherige Zuwegung mit Treppe und Geländer ist weder zeitgerecht noch sicher. Das freiwerdende Gelände soll in ferner Zukunft eventuell als Parkplatz für die Kirche genutzt werden, so der Gedanke.

Der Ortsbeirat beschloss ebenfalls, dass am unteren Friedhofseingang der rechte Teil des Doppeltors fest verriegelt und abgeschlossen werden soll, um die Zufahrt für private Fahrzeuge zu unterbinden. Der andere Teil des Tores muss instand gesetzt werden.

Der im Jakobsgrund (in der Weiterführung des Dorfwegs im nördlichen Bereich) zuvor besprochene Weidedurchgang über Klapptüren wurde aus sicherheitstechnischen Gründen wieder verworfen, hieß es auf der Sitzung. Stattdessen soll es eine Viehtränke mit Wasseranschluss an das örtliche Leitungsnetz geben.

Eine ständige Klage betrifft die Befahrung der Seitenstraßen mit viel zu großen und schweren Müllfahrzeugen. Der Ortsbeirat wandte sich deshalb an die Stadtverwaltung, dass diese sich bei einer Neuvergabe durch Müllabfuhrverträge durch den Kreis dafür einsetzt, die Seitenstraßen mit kleineren Fahrzeugen bedienen. Denn sonst wären Folgekosten für Straßensanierungen durch zu schwere Fahrzeuge unausweichlich, weil die Wege für weniger Tonnagen ausgelegt sind.

Zur Verwendung des Ortsbeiratsbudgets gab es mehrere Vorschläge. Angesprochen wurden Sicherheitshandläufe und ein Kneippbecken am Burgbrunnen, aber auch eine neue Beschilderung für den Dorfweg oder Hinweise an beiden Ortseingängen zu Festveranstaltungen. Dazu Figuren zur  Verkehrsberuhigung und Entspannungsliegen am Aussichtspunkt Schmidthütte.

Fahrradständer für Schulgelände und Spielplatz seien angefordert, hieß es. Die Umsetzung sei Aufgabe des Odenwaldkreises. Zur Sprache kam auch, dass das Verbundpflaster am Dorfgemeinschaftshaus nachgebessert werden muss.

Raser sind den Airlenbachern ein Dorn im Auge

Im Stadtteil gibt’s einiges zu tun, wurde anhand der „To-do-Liste“ der Verwaltung deutlich, die auf die Ortbeiratssitzung abgearbeitet wurde. Neben Reparaturen ist es vor allem die Verkehrssituation entlang der Durchgangsstraße, die den Bewohnern auf den Nägeln brennt, machte Ortvorsteherin Marion Neff deutlich. Die Liste selbst „war fast vollständig“, freute sie sich. Es fehlte nur die Zufahrt zum Sportplatz. Bisher nur geschottert, „wird sie laufend ausgespült“. Hier soll eine beständigere Lösung her. „Das muss noch ergänzt werden“, betonte Neff.

Unter anderem ist das Dach der Leichenhalle sanierungsbedürftig, teilte sie bei der Sitzung des Gremiums mit. Allerdings ist noch unklar, wann es angegangen werden soll. Im kommenden Jahr ist der Erneuerung der beiden Treppen auf dem Friedhof vorgesehen. Die dortigen Holzstufen, um die 20 Jahre alt, wurden mit Teppich belegt, weil sie zu rutschig waren. Diese Notlösung soll nun in Form von Betonstufen einen Ersatz bekommen. Schon erledigt sind die Undichtigkeiten am Sporthaus, wo es reinregnete.

Die Raser auf der Landesstraße quer durch den Ort sind ein andauerndes Ärgernis. „Das ist Wahnsinn, was da im Sommer durchbrettert“, meinte Neff, selbst Anliegerin. Es sind nicht nur Autofahrer, die viel zu schnell durchs Dorf und den angrenzenden 60-Kilometer-Bereich düsen, sondern an den Wochenenden vor allem Motorradfahrer, die zusätzlich noch für einen hohen Lärmpegel sorgen. Auch das benachbarte Mossautal weiß ein Lied davon zu singen, weshalb eine konzertierte Aktion mit Oberzent angedacht ist.

Die Ortsvorsteherin weiß aus Gesprächen, dass die Stadtverwaltung an dem Thema verstärkt dran ist. Der inzwischen verstorbene Hans Rausch hatte bereits vor einigen Jahren eine Studie erstellen lassen, inwieweit sich vielleicht an bestimmten Punkten eine Verkehrsberuhigung erzielen lässt. Allerdings „müssen wir der Stadt ein bisschen Zeit lassen“, meinte sie. Weil es eine Landesstraße ist, kann diese nicht allein entscheiden. Hessen Mobil ist auch mit im Boot.

Sowieso wird sich die Straßenführung nicht ändern: „Die ist halt lang und gerade“, so Neff. Damit lädt die Strecke uneinsichtige Verkehrsteilnehmer quasi zum Schnellfahren ein. Inwieweit ab kommenden Jahr verstärkte Geschwindigkeitskontrollen möglich sind, muss geklärt werden. Außerhalb des Ortskerns gibt es daneben einen Schotterrandstreifen, der als provisorischer Gehweg dient. Dieser „ist kaum noch zu benutzen“. Jetzt wird über Möglichkeiten nachgedacht, eine langfristige Lösung zu gestalten.

Die Ortsvorsteherin informierte das Gremium weiter darüber, dass es am im vergangenen Jahr sanierten Hardtweg noch einige Schönheitsfehler gebe, die nachgebessert werden sollen. Außerdem schießt von einem bergseitigen Waldweg zu viel Wasser auf die Straße. Hier will sich Stadtbaumeister Peter Bauer mit Hessen Forst kurzschließen, ob die Mitarbeiter vielleicht oberhalb eine Abflussmöglichkeit schaffen können. An einem zweiten Punkt ist der Übergang von der Straße zu einem weiteren Waldweg noch im Bauzustand. Diese Thematik soll ebenfalls im kommenden Jahr angegangen werden.

Die Ortsvorsteherin informierte darüber, dass angedacht sei, am Ehrenamtstag 2019 zusammen mit dem Dorfverein ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Ein weiteres Thema war das geplante, projektgebundene Budget für die Ortsbeiräte. Noch in diesem Jahr soll zwischen den Jahren eine Wanderung nach Gammelsbach stattfinden, die der Ortsbeirat für die Bevölkerung anbietet, erläuterte sie.

Am Kindergarten soll es bald Tempo-30-Schilder geben

Die öffentliche Toilettenanlage am Brunnenparkplatz ist in keinem guten Zustand. Sie stinkt quasi wortwörtlich zum Himmel. Ortsbeirat Rico Scheuermann hatte ein paar Bilder vom Stein des Anstoßes in die Sitzung mitgebracht. Handlungsbedarf wurde allgemein gesehen. Zum einen ist das Pissoir defekt, zum anderen wird nur einmal die Woche geputzt. Was für ein öffentliches WC eindeutig zu wenig ist, monierte Ortsvorsteher Christian Zimmermann. Außerdem fehlen im Behinderten-WC die Stangen zum Festhalten beim Aufstehen.

Der Ortsbeirat wünscht sich eine vernünftige Sanierung, betonte er. Es gab daneben die Anregung, die Behinderten-Toilette mit einem Euro-Schlüssel zu versehen, damit sie nicht allgemein zugänglich ist. Um Vandalismus zu verhindern, gab es weiterhin die Idee, die Toilette in spe mit einem Münzschloss zu versehen, sodass 50 Cent entrichtet werden müssen. „Da geht dann nur der rein, der wirklich muss“, so Zimmermann.

Laut Bürgermeister Christian Kehrer sollte das Ansinnen über die Stadtverordneten-Versammlung angestoßen werden, damit dann auch eine Kostenaufstellung erfolgen kann. Das Budget des Ortsbeirats reicht für diese Maßnahme nicht aus. Kehrer erläuterte daneben, dass die angesprochenen Punkte aus der vorigen Ortsbeirats-Sitzung peu à peu abgearbeitet werden.

Dazu zählt unter anderem die wöchentliche Bekanntgabe, wo sich gerade in der Mümlingtalstraße die Baustelle befindet. Die 30er-Schilder, die auf der Gammelsbacher Straße beim Kindergarten angebracht werden sollen, sind bestellt. Die rechtliche Prüfung, ob in diesem Bereich ein Zebrastreifen aufgebracht werden darf läuft, sagte der Bürgermeister. Ebenfalls geordert sind die Hinweis-Beschilderungen für den Friedhof.

Dem Ortbeirat sind die Raser ein Dorn im Auge. Mit dem Sicherheits-Verkehrsmännchen „Buddy“ will man Autofahrer dafür sensibilisieren, die Geschwindigkeit innerorts und am Ortseingang anzupassen. Dabei handelt es sich um etwa einen Meter hohe, grün-orangefarbene Männchen mit Reflektoren, die am Straßenrand aufgestellt werden. Sie sind je nach gewünschtem Einsatzort versetzbar, da lediglich der Fuß mit Sand verfüllt wird und sie über eine Kette befestigt werden. Zehn Stück à 50 Euro will man nun be- und an neuralgischen Stellen aufstellen.

Von zwei Vertretern der Generationshilfe wurde auf der Sitzung das Thema Bürgerbus angesprochen. In Bad König hatte man sich informiert, wie dieses System funktionieren könnte. Der Bürgerbus steht ebenfalls auf Kehrers To-do-Liste, stellte sich heraus. Zusammen mit der OREG und dem Gesundheitsversorgungszentrum will er sich der Sache annehmen. Aufgrund der großen Fläche von Oberzent könnte es mit einem Fahrzeug nicht getan sein, kristallisierte sich heraus.

Saubere Brünnlein fließen jetzt in Rothenberg wieder

Jetzt fließen die Brünnlein wieder. Unter Regie von Ortsbeirat sowie Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVR) mit tatkräftiger Unterstützung der Feuerwehr kümmerte sich am Odenwälder Freiwilligentag eine ansehnliche, über den Tag hinweg ständig wachsende Truppe um die verschiedenen Rothenberger Wasserspender, reinigte sie, spritzte sich aus, mähte das Umfeld, sodass jetzt alle in neuem Glanz erstrahlen. Die Aktion dauerte deutlich länger als geplant. Es gab viel Arbeit.

Bernds-, Matzen-, Krämers- und Klemertsbrunnen wurden auf Vordermann gebracht, für den Homerichsbrunnen reichte dann die Zeit nicht mehr. Der Eckbüschelbrunnen wird sowieso von den Nachbarn regelmäßig gepflegt. „Morgens um 8 Uhr haben wir mit 15 Helfern begonnen“, schilderte Jan Johe von der Feuerwehr den Beginn das Vorhaben. Im Tagesverlauf kamen aber noch mehr dazu. Mit den Nachbarn, die innerorts an den Brunnen wohnen und teilweise auch halfen, „waren wir 25 Personen“, sagte er. Interessant war auch die Altersspanne bei den Helfern: So war die Jugendfeuerwehr dabei, aber ebenso der eine oder andere Rentner.

Neben dem Klemertsbrunnen im Gammelsbachtal wurde dem Matzenbrunnen im Finkenbachtal besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dieser liegt dem VVR-Vorsitzenden Thomas Wilcke besonders am Herzen. Er liegt nicht herrlich auf halber Höhe, bietet Sitzgelegenheit und Ausblick, sondern hat auch eine große historische Bedeutung. Denn die Quelle befindet sich auf 270 Höhenmetern auf einer Tonschicht. Dort sammelte sich das durch den Sandstein hindurch rauschende Wasser wieder und konnte gefasst werden. Auch die anderen Quellen des Finken- und Gammelsbachtals liegen etwa auf dieser Höhe.

Der Brunnen hat deshalb eine so große Bedeutung, weil er in den Jahren der großen Dürre zwischen 1857 und 1866 half, das weiter oben liegende Rothenberg mit Wasser zu versorgen, betonte Wilcke. Denn durch den Sanduntergrund floss das begehrte feuchte Nass viel zu schnell ab, als dass man es fassen konnte. So musste halb Rothenberg immer 200 Höhenmeter nach unten pendeln, um dort Trinkwasser zu holen oder Wäsche zu waschen – unhaltbare Zustände, die dann um die Jahrhundertwende zur öffentlichen Wasserversorgung führten.

In der heutigen Zeit wurde der Matzenbrunnen bei Starkregen immer wieder überflutet und verschlammt, erläuterte Wilcke. Die unterhalb liegende Wiese war „total verbrombeert“, nachdem eine dort früher zu findende Christbaum-Plantage verwildert war. Die zehn Helfer gingen ohne zu zögern ans Werk und leisteten Schwerarbeit. Es wurde nicht nur der Brunnen freigeschnitten, sondern auch verschiedene Sträucher gestutzt, die Hecken runtergeschnitten und das ganze Gelände ausgenutzt.

Nachdem die Feuerwehr mit ihrem LF 10 KatS zuerst am Berndsbrunnen das Becken gereinigt und mit dem Hochdruckreiniger ausgedampft hatte, ging es für die Brandschützer weiter ins eine, dann ins andere Tal. Moos und Dreck wurden vom Sandstein runter-, die Fugen sauber gemacht. Weil das Wasser nicht abgelassen werden konnte, wurde der Generator ausgepackt und per Pumpe und Schlauch die beiden Becken geleert. Kaum hier fertig, fuhr der Trupp zum Krämersbrunnen weiter.

„Das hier ist einfach eine super Stelle“, freute sich Wilcke darüber, dass der Brunnen gegenüber dem vorherigen Zustand kaum noch wiederzuerkennen ist. An den kühlen Wassergebern ließ sich im heißen Sommer trefflich verweilen. „Ich war an den Sommertagen öfters mal eine Runde laufen“, meinte Johe. Da kam das kühle Nass gerade recht für eine Erfrischung. In Ortsbeirat und VVR wurde dann die Idee geboren, zur Tat zu schreiten. Für die Beteiligten ist es eine Selbstverständlich, sich für den Ort zu engagieren. „Wir sind sowieso alle schon anderweitig im Dorf aktiv“, betonte Johe. Da opfern sie auch gerne einen weiteren Samstag im Dienste der Allgemeinheit.

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Posted by Thomas Wilken on Monday, September 17, 2018

Weg zum Friedhof in Falken-Gesäß soll rutschsicher werden

Der Weg zum Friedhof kann bei nassem Wetter zu einer ungewollten Rutschpartie werden. Die Stellfläche am Sportplatz, an der der unbefestigte Fußweg startet, braucht ebenfalls eine Überholung. Beide Themen wurden auf der vergangenen Ortsbeiratssitzung angesprochen. Wie Ortsvorsteher Manuel Schwinn sagte, gab es seit Beginn der Planungen 2007 so viele Überarbeitungen gegenüber der Ursprungsvariante, dass die jetzige Version noch einmal genehmigt und beschlossen werden musste.

Die Beilage zum Flurbereinigungsplan soll im Oktober abgeschlossen werden, kündigte er an. Dann kann die Teilnehmerversammlung im November abstimmen. Die Mittel sind im Haushalt 2019 eingeplant. Man erhofft sich einen entsprechenden Start der Maßnahme. Der Parkplatz wurde seinen Worten zufolge landschaftsgestalterisch mit Bäumen entwickelt, damit sich nicht wie bisher den Parkenden eine kahle Schotterfläche bietet.

„Ganz wichtig für die Bürger ist der Friedhofsweg“, betonte Schwinn. Der ist ziemlich steil und soll begradigt werden. Bisher läuft bei Regen das Wasser hinunter, was die ganze Strecke verschlammt und schlecht begehbar macht. Aktuell hat der Bauhof eine Übergangslösung gestaltet. Die Planungen trug jeweils Bürgermeister Christian Kehrer auf der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus vor.

 

Hebstahl: Kein Anschluss unter dieser Nummer

Mit der Instandsetzung von zwei beschädigten Außenleuchten am Gemeindezentrum beschäftigte sich der Ortsbeirat in seiner vergangenen Sitzung. Für die beiden beschädigten Lampen, die in gleicher Ausführung nicht mehr lieferbar sind, sollen ähnliche entlang des Bürgersteiges montiert werden und die vorhandene, nicht beschädigte Leuchte auf den Platz oberhalb der Sporthalle umgesetzt werden.

Im Zuge der Arbeiten sind weiterhin die Leuchte an der Ecke Kindergarten/Sportplatz und die Beleuchtung des Bekanntmachungskastens zu überprüfen und instand zu setzen, so der Wunsch der Mandatsträger. Weiterhin sei zu klären, ob der Verursacher des Schadens an der Leuchte bei der Zufahrt bekannt ist und der Schaden an der mit dem LF 10 umgefahrenen Leuchte eventuell über die Vermögenseigenschadenversicherung der Stadt gedeckt ist.

Wichtig ist daneben eine Aktualisierung der Beschilderung am Bürgerzentrum, lautete der Hinweis des Gremiums. Insbesondere der Zugang zum Verwaltungsstützpunkt – sowohl das frei stehende Schild als auch die Schilder direkt am Gebäude – ist nicht mehr aktuell beschildert, da sich Ortsgericht und Schiedsamt nicht mehr in Unter-Sensbach befänden. Da eine Vielzahl von Gebäuden – auch in den anderen Stadtteilen – nicht mehr richtig ausgeschildert sind, wurde der Magistrat gebeten, eine einheitliche Lösung zu veranlassen.

Von Thomas Henrich wurde auch das Thema „Halteverbot“ entlang der L 3120 bei Veranstaltungen sowie vor der Saugstelle angesprochen. Da diese Verbotsschilder häufig nicht beachtet werden, wäre es für die Feuerwehr in Notfällen nicht möglich, das Gelände zu verlassen, monierte er. Von einer Besichtigung der Roste am Falkenberg und im Sauwasen wurde abgesehen, da Stadtbaumeister Peter Bauer über die Angelegenheit bereits informiert war. Der Austausch des deformierten Rostes im Sauwasen gegen den nicht mehr benötigten am Falkenberg soll zeitnah in zwei Bauabschnitten erfolgen.

Der Ortsbeirat bedankte sich beim Bauhof für die prompte Instandsetzung der Parkplätze vor dem Friedhofseingang. Die Schlaglöcher am Höhenweg und an der Zufahrt zum Parkplatz gegenüber wurden aber nicht wie vorgesehen aufgefüllt. Dies sollte unbedingt noch Beginn der kalten Jahreszeit erfolgen, so der Wunsch aus dem Gremium. Beim Forstamt sollte noch einmal nachgehakt werden, dass auch die Wasserführung des Forstweges instand gesetzt wird.

Ein Liefertermin für die bereits 2017 beim Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald bestellten Bänke und Tische konnte noch nicht genannt werden, da diese bei einem kleinen Betrieb bestellt wurden und dort ein Mitarbeiter längerfristig ausgefallen ist. In einer Wohnung des Gemeindezentrums wurde Schimmelbefall gemeldet. Nach Begutachtung durch Bauer wurde festgestellt, dass dieser nicht durch bauliche Mängel oder Ähnliches verursacht wurde, sondern wegen falscher Belüftung.

Nachdem das öffentliche Telefon am Dorfgemeinschaftshaus Hebstahl von der Telekom abgebaut wurde, ist im Dorf wegen des nach wie vor bestehenden Mobilnetz-Funklochs keine Telefonverbindung möglich. Da der Festnetzanschluss für das Dorfgemeinschaftshaus nach wie vor vorhanden ist, sollen die Möglichkeiten, einen Apparat im Gebäude zu installieren, geprüft werden, lautete der Wunsch des Ortsbeirats.

Sanierung Dorfgemeinschaftshaus Falken-Gesäß: Zuerst werden die undichten Fenster erneuert

Im Rahmen des IKEK-Programms soll der ehemalige Vorstandsraum im Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Nach Schließung der „Traube“ vor bald drei Jahren gibt es keine Gastwirtschaft im Ort mehr. Ein Manko, weil nun ein Raum für Vereinsversammlungen fehlt und es keinen Treffpunkt für die Ortsbevölkerung mehr gibt. Das sogenannte „Käffchen“ im DGH soll in die Bresche springen und auch gastronomisch nutzbar sein. Der Ortsbeirat wurde nun von Bürgermeister Christian Kehrer über den aktuellen Sachstand informiert.

Vor kurzem kam die IKEK-Steuerungsgruppe zusammen, bei deren Treffen das Projekt durchgewunken wurde. „Wir haben es jetzt noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt, damit die Bürger den Fortgang sehen“, betonte Ortsvorsteher Manuel Schwinn. Denn bereits vor sechs Jahren fanden Bürger-Workshops statt, bei denen um es dieses Thema ging.

Als erste Maßnahme kommen nun neue Fenster in den ehemaligen Vorstandsraum. Dies als Vorgriff auf deren Erneuerung im kompletten DGH, „denn es pfeift durch alle Ritzen“. Vor der Sitzung „haben wir noch alles freigeräumt“, damit die beauftragte Firma das Aufmaß nehmen kann. So hofft man, dass die Arbeiten bis zum Weihnachtsmarkt erledigt sind und dann keine kalte Brise den Nacken hinunterläuft.

Im kommenden Jahr steht dann der Durchbruch zu den Räumlichkeiten des Gesangsvereins an, damit man beide Räume über Schiebeelemente kombinieren kann und somit ein größeres Ganzes erhält. 2019 soll auch die Erneuerung von Türen, Decken, Böden und Küche starten, erläuterte der Bürgermeister auf der Sitzung. Dann können Gottesdienst und Singstunden nicht mehr in den bisherigen Räumen stattfinden. „Wir suchen derzeit nach Ausweichmöglichkeiten“, sagte Schwinn. Feuerwehrhaus oder Sporthalle bieten sich an.

Da in spe eine Verpachtung und ein gastronomischer Betrieb angedacht sind, wurde die ursprüngliche Planung im Rahmen der IKEK-Förderung ausgedehnt, meinte er. Was entsprechend auch mit höheren Kosten einhergeht. Man wollte aber kein Stückwerk machen und in nicht allzu ferner Zukunft das nächste Gewerk angehen müssen. „Die Komplettlösung ist sinnvoller“, so Schwinn. Wenn es nächstes Jahr in die Vollen geht, wird vielleicht der eine oder andere Ehrenamtliche aus dem Ort mit anpacken, kündigte er an.

Die Ortsbürger verhalten sich vorbildlich, wenn es um die Entsorgung der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner geht, lobte der Ortsvorsteher in der Sitzung. Allerdings fehlen noch die richtigen Behältnisse dafür, weswegen das eingetütete, stinkende Etwas seinen Weg in die Mülleimer an den Bushaltestellen fand. Im Sommer platzten die Tüten wegen der Hitze auf, was zur Folge hatte, dass es keiner mehr in der Nähe aushielt. Jetzt soll Abhilfe her.

„Wir bekommen über die Stadt Hundekotbehälter und der Ortsbeirat bestimmt, wo sie aufgehängt werden“, lautete Schwinn zufolge die Übereinkunft mit Bürgermeister Christian Kehrer. Auf jeden Fall außerhalb der Bushäuschen, kündigte er an. Wie in den anderen Ortsteilen auch sind Motorradlärm und zu schnelles Fahren ein Thema im Dorf. „Wie es manche schaffen, auf den engen Seitenstraßen schneller als 50 unterwegs zu sein, ist mir ein Rätsel“, meinte Schwinn. Kehrer zufolge soll sich mit der geplanten Einstellung eines Hilfspolizisten die Situation verbessern.

Zum Bild: Im ersten Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses Falken-Gesäß (von der Straße her gesehen) befindet sich der ehemalige Vorstandsraum, der zum „Käffchen“ umgebaut werden soll. Außerdem soll es einen Durchbruch zu den Räumen des Gesangvereins geben. Als erste Maßnahme werden die Fenster erneuert.

Sanierung der Sporthalle in Unter-Sensbach ist dringend erforderlich

„Die Sanierung der Sporthalle wird im Dorf sehnlichst erwartet“, verdeutlichte Ortsvorsteher Tobias Kuhlmann die Dringlichkeit. Er stellte bei der Ortsbeiratssitzung weiterhin heraus, dass die Planungen dafür schon einige Jahre laufen und nicht erst mit der Fusion aufgekommen sind. „Die Maßnahme ist erforderlich“, betonte er.

Laut Ex-Bürgermeister Egon Scheuermann wurden die notwendigen Mittel noch von der ehemaligen Gemeinde Sensbachtal für den diesjährigen Haushalt angemeldet. Sie werden zwar in 2018 nicht mehr gebraucht, aber dann nach 2019 geschoben. Um die Details zu erläutern, waren Architektin Steffi Holschuh und Stadtbaumeister Peter Bauer ebenfalls zur Sitzung gekommen.

Die Halle wird Scheuermann zufolge nicht nur für Sportzwecke stark genutzt, sondern auch für kulturelle Veranstaltungen. 2010 dachte man im Rahmen des Konjunkturprogramms schon einmal über die Sanierung nach, stellte sie aber dann zurück. Ende 2016 kam das Thema im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms (KIP) wieder auf. Die energetische Sanierung mit Austausch der Glasbausteine, der Beleuchtung und der Sanitäreinrichtungen stand zuerst im Fokus.

Im vergangenen Jahr befasste sich die Gemeindevertretung dann intensiver mit der Thematik. Unter anderem wurde die Sporthalle Rothenberg mit ihrer Deckenstrahler-Heizung in Augenschein genommen. Fazit: „Wir wollten unsere Halle ganzheitlich angehen“, so Scheuermann. Elektro, Nebenräume, Boden und Heizung kamen mit in die Überlegungen hinein. In der ersten Variante mit nur zwei Gewerken kam man auf 196.000 Euro Gesamtkosten, wovon übers KIP-Programm 144.000 Euro gefördert werden.

Die große Variante beziffert sich nun auf 444.000 Euro inklusive der Baunebenkosten. Die Rest-Mittel von 300.000 Euro könnten aus dem 90-prozentigen Investitionszuschuss der Hessenkasse bestritten werden oder aus Oberzent-Eigenmitteln, so der ehemalige Bürgermeister. Alle Redner warben um Verständnis bei den örtlichen Vereinen und Organisationen für die damit verbundene Schließung. „Fastnacht muss auf jeden Fall noch stattfinden“, so Scheuermann.

Die bisherigen Glasbausteine sollen gegen dreiteilige Alufenster mit Kippfunktion ausgetauscht werden, erläuterte die Architektin. Auf der Südseite soll es zusätzlich die Möglichkeit zur Verschattung geben, im Eingangsbereich einen Windfang. Diese 69.000-Euro-Nettovariante könnte um 25.000 Euro günstiger werden, wenn spezielle Fensterelemente verwendet werden, die weniger Licht und Wärme durchlassen.

Handlungsbedarf besteht auch bei der Anlagentechnik. „Zuerst haben wir auf einen Durchlauferhitzer gesetzt“, so Holschuh. Allerdings sitzt an der Leitung ein Haushalts-Wassermesser, der nicht verwendet werden darf. Bei einem entsprechenden Umbau „wäre der Hausmittelraum zu klein. Da ist kein Platz für eine Heizung.“ Die Idee: zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn im Gemeindezentrum ist eine alte Heizanlage drin, die man erneuern und durch eine Fernleitung mit der Halle verbinden könnte. Zuerst für Warmwasser, dann in spe auch für die Heizung. Kosten der großen Variante: netto über 250.000 Euro.

Wenn eine Deckenstrahler-Heizung wie in Rothenberg eingebaut wird, dann beläuft sich diese auf etwa 67.000 Euro. Dazu noch Sanitärarbeiten mit 26.500 Euro, LED-Beleuchtung, Erdarbeiten, Elektroinstallation: Es leppert sich, legte die Architektin den Mandatsträgern beim Ortstermin dar. Dazu kommt der Boden: „Wenn wir sowieso alles anpacken, dann müssen wir auch die Innenräume wiederherstellen“. Außerdem stehen Trockenbau- und Schreinerarbeiten an. Somit kam sie auf 386.000 Euro Bau- plus etwa 15 Prozent Nebenkosten.

„Ich halte nichts von Stückwerk“, betonte Holschuh. Ihr ist es am liebsten, alles am Stück durchzuziehen, die Maßnahmen öffentlich rechtzeitig zu kommunizieren und mit den Nutzern abzusprechen. Darauf wies auch Manfred Heiss hin. Aufgrund der Vorlaufzeit rechnet sie mit einem Baubeginn frühestens im kommenden Frühjahr mit Kernzeitraum Sommerferien.

 

Bessere Beschilderung wird in Beerfelden gewünscht

Der Friedhof soll vom Metzkeil her besser ausgeschildert werden und außerdem schöner gestaltet werden. So der Tenor im Ortsbeirat bei dessen Sitzung. Generell wurde angeregt, das Thema Beschilderung von öffentlichen Gebäuden (wie auch Feuerwehr), Gewerbe und Einzelhandel in einem Gesamtkonzept für alle Stadtteile zu lösen und dazu Haushaltsmittel bereitzustellen. Auch für die Verkehrsinseln wünscht man sich – mit Beispielen aus anderen Kommunen – eine ansprechendere Gestaltung. Genannt wurde der Kreisel in Fürth.

Ortsbeirat André Berger stellte einen Vorschlag zur Diskussion, den er schon einmal eingebracht hatte. Demnach soll der Beerfeldener Friedhof einen eher parkähnlichen Charakter erhalten. Gleichzeitig soll der Pflegeaufwand geringer werden. Berger stellte eine Gemeinschaftsurnengrab-Anlage in den Raum, die aber keine Konkurrenz zum Friedwald sein solle. Hauptwege und Friedhofkapelle sind seinen Worten zufolge zu sanieren.

Bürgermeister Christian Kehrer erläuterte, dass das Thema Friedhöfe in allen Stadtteilen zur Diskussion anstehe. Es geht um ein Gesamtkonzept auch mit Blick auf die Gebühren. Eine Verschönerung des Friedhofs am Freiwilligentag 15. September wurde angesprochen. Da aber die Mauer unter Denkmalschutz steht, sah man davon ab.

Zur Sprache kam ein öffentlicher Bücherschrank in Beerfelden. Ortsvorsteher Christian Zimmermann könnte sich den gut im Eingangsbereich des ehemaligen Kaufhauses Knoll vorstellen und will die Voraussetzungen abklären. Ideen für Alternativ-Standorte sind auch gern gesehen. Die Generationen-Hilfe würde sich an der Aktion beteiligen und die spätere Betreuung übernehmen.

Stadtführungen in Beerfelden werden vom Ortsbeirat unterstützt und befürwortet. Das Thema ist schon länger in der Diskussion, auch in der früheren Beerfeldener Stadtverordneten-Versammlung. Für den Metzkeil ist eine Beflaggung mit Oberzent-Flaggen und eigenem Logo vorgesehen, wurde aus dem Magistrat bekannt. Wünschenswert wäre ein Stadtentwicklungskonzept, hieß es aus dem Gremium. Von Besucherseite wurde die Notwendigkeit eines Bürgerbusses angesprochen.

Löschteich in Ober-Sensbach hat nach Einsatz noch genug Wasser

Informationen zum Freizeit- und Feuerlöschteich gaben auf der Ortsbeiratssitzung Tobias Leiß (Feuerwehr) und Herbert Obenauer (Nabu). Der Wasserstand habe sich beim Feuerwehr-Großeinsatz am Wald (wir berichteten) lediglich um zehn bis 15 Zentimeter abgesenkt, so dass noch ausreichend Wasserreserven vorhanden waren, so Leiß. Lediglich die Wasserentnahme gestaltete sich aufgrund der vielen Einsatzfahrzeuge etwas schwierig.

Seitens der Feuerwehr ist seinen Worten zufolge zu klären, wie das Entnahmerohr an der K 39 genutzt werden kann. Ebenso sei zu hinterfragen, warum das für Brandfälle im Bauhof bereitstehende und befüllte Wasserfass nicht eingesetzt werden konnte und wie dies in Zukunft gehandhabt werden soll. Thomas Henrich und Tobias Leiß wollen dies bei nächster Gelegenheit klären.

Die um den Teich stehenden Bäume sollen ausgelichtet werden. Zur Durchführung der Arbeiten habe sich die Nabu-Gruppe bereits im Vorjahr bereit erklärt, erläuterte Obenauer. Aus Personal- und naturschutzrechtlichen Gründen konnten diese Arbeiten jedoch noch nicht erfolgen und werden auch nicht im Rahmen des Freiwilligentages am 15. September, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt, sagte er. Weiterhin sei zu überlegen, das anfallende Restholz – eventuell nach Aufarbeiten des stärkeren Holzes – von einem örtlichen Landwirt in Eigenregie rücken und zu Hackschnitzeln verarbeiten zu lassen.

Für Stadteile besteht die Möglichkeit, an einem Förderprojekt des Landes Hessen für Ortschaften teilzunehmen, erläuterte Bürgermeister Christian Kehrer. Olfen erhielt hieraus bereits eine Zuwendung von 4900 Euro. Da das Programm noch ein weiteres Jahr läuft, will der Ortsbeirat überlegen, was in Ober- und Unter-Sensbach sowie Hebstahl zur Förderung angemeldet werden könne.

Am Freiwilligentag, 15. September, wird sich im Sensbachtal der TSV beteiligen, wurde bekannt gegeben. Seitens des Vereins ist beabsichtigt, das Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten am Sportplatz herzurichten. Weiter wurde vom Gremium ans Bauamt der Wunsch herangetragen, noch einmal beim Geopark nachzuhaken, bis wann mit der Lieferung der noch von der Gemeinde Sensbachtal im Vorjahr bestellten zwölf Bänke und zwei Tische zu rechnen sei.

Über die seitens der Stadt geplanten Maßnahmen bezüglich der Themen zu hoher Geschwindigkeit in den Ortschaften, Motorradlärm und ruhender Verkehr informierte Kehrer. So sollen demnächst Plakate in allen Stadtteilen aufgehängt werden, die auf langsameres und leiseres Fahren hinwirken. Der Ortsbeirat stimmte diesem Vorhaben zu und wird sich um die Aufhängung kümmern. Weiterhin soll im kommenden Jahr laut Kehrer ein Hilfspolizist mit einer halben Stelle zur Überwachung des ruhenden und des fließenden Verkehrs eingestellt werden.