Raser sind den Airlenbachern ein Dorn im Auge

Im Stadtteil gibt’s einiges zu tun, wurde anhand der „To-do-Liste“ der Verwaltung deutlich, die auf die Ortbeiratssitzung abgearbeitet wurde. Neben Reparaturen ist es vor allem die Verkehrssituation entlang der Durchgangsstraße, die den Bewohnern auf den Nägeln brennt, machte Ortvorsteherin Marion Neff deutlich. Die Liste selbst „war fast vollständig“, freute sie sich. Es fehlte nur die Zufahrt zum Sportplatz. Bisher nur geschottert, „wird sie laufend ausgespült“. Hier soll eine beständigere Lösung her. „Das muss noch ergänzt werden“, betonte Neff.

Unter anderem ist das Dach der Leichenhalle sanierungsbedürftig, teilte sie bei der Sitzung des Gremiums mit. Allerdings ist noch unklar, wann es angegangen werden soll. Im kommenden Jahr ist der Erneuerung der beiden Treppen auf dem Friedhof vorgesehen. Die dortigen Holzstufen, um die 20 Jahre alt, wurden mit Teppich belegt, weil sie zu rutschig waren. Diese Notlösung soll nun in Form von Betonstufen einen Ersatz bekommen. Schon erledigt sind die Undichtigkeiten am Sporthaus, wo es reinregnete.

Die Raser auf der Landesstraße quer durch den Ort sind ein andauerndes Ärgernis. „Das ist Wahnsinn, was da im Sommer durchbrettert“, meinte Neff, selbst Anliegerin. Es sind nicht nur Autofahrer, die viel zu schnell durchs Dorf und den angrenzenden 60-Kilometer-Bereich düsen, sondern an den Wochenenden vor allem Motorradfahrer, die zusätzlich noch für einen hohen Lärmpegel sorgen. Auch das benachbarte Mossautal weiß ein Lied davon zu singen, weshalb eine konzertierte Aktion mit Oberzent angedacht ist.

Die Ortsvorsteherin weiß aus Gesprächen, dass die Stadtverwaltung an dem Thema verstärkt dran ist. Der inzwischen verstorbene Hans Rausch hatte bereits vor einigen Jahren eine Studie erstellen lassen, inwieweit sich vielleicht an bestimmten Punkten eine Verkehrsberuhigung erzielen lässt. Allerdings „müssen wir der Stadt ein bisschen Zeit lassen“, meinte sie. Weil es eine Landesstraße ist, kann diese nicht allein entscheiden. Hessen Mobil ist auch mit im Boot.

Sowieso wird sich die Straßenführung nicht ändern: „Die ist halt lang und gerade“, so Neff. Damit lädt die Strecke uneinsichtige Verkehrsteilnehmer quasi zum Schnellfahren ein. Inwieweit ab kommenden Jahr verstärkte Geschwindigkeitskontrollen möglich sind, muss geklärt werden. Außerhalb des Ortskerns gibt es daneben einen Schotterrandstreifen, der als provisorischer Gehweg dient. Dieser „ist kaum noch zu benutzen“. Jetzt wird über Möglichkeiten nachgedacht, eine langfristige Lösung zu gestalten.

Die Ortsvorsteherin informierte das Gremium weiter darüber, dass es am im vergangenen Jahr sanierten Hardtweg noch einige Schönheitsfehler gebe, die nachgebessert werden sollen. Außerdem schießt von einem bergseitigen Waldweg zu viel Wasser auf die Straße. Hier will sich Stadtbaumeister Peter Bauer mit Hessen Forst kurzschließen, ob die Mitarbeiter vielleicht oberhalb eine Abflussmöglichkeit schaffen können. An einem zweiten Punkt ist der Übergang von der Straße zu einem weiteren Waldweg noch im Bauzustand. Diese Thematik soll ebenfalls im kommenden Jahr angegangen werden.

Die Ortsvorsteherin informierte darüber, dass angedacht sei, am Ehrenamtstag 2019 zusammen mit dem Dorfverein ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Ein weiteres Thema war das geplante, projektgebundene Budget für die Ortsbeiräte. Noch in diesem Jahr soll zwischen den Jahren eine Wanderung nach Gammelsbach stattfinden, die der Ortsbeirat für die Bevölkerung anbietet, erläuterte sie.

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Am Kindergarten soll es bald Tempo-30-Schilder geben

Die öffentliche Toilettenanlage am Brunnenparkplatz ist in keinem guten Zustand. Sie stinkt quasi wortwörtlich zum Himmel. Ortsbeirat Rico Scheuermann hatte ein paar Bilder vom Stein des Anstoßes in die Sitzung mitgebracht. Handlungsbedarf wurde allgemein gesehen. Zum einen ist das Pissoir defekt, zum anderen wird nur einmal die Woche geputzt. Was für ein öffentliches WC eindeutig zu wenig ist, monierte Ortsvorsteher Christian Zimmermann. Außerdem fehlen im Behinderten-WC die Stangen zum Festhalten beim Aufstehen.

Der Ortsbeirat wünscht sich eine vernünftige Sanierung, betonte er. Es gab daneben die Anregung, die Behinderten-Toilette mit einem Euro-Schlüssel zu versehen, damit sie nicht allgemein zugänglich ist. Um Vandalismus zu verhindern, gab es weiterhin die Idee, die Toilette in spe mit einem Münzschloss zu versehen, sodass 50 Cent entrichtet werden müssen. „Da geht dann nur der rein, der wirklich muss“, so Zimmermann.

Laut Bürgermeister Christian Kehrer sollte das Ansinnen über die Stadtverordneten-Versammlung angestoßen werden, damit dann auch eine Kostenaufstellung erfolgen kann. Das Budget des Ortsbeirats reicht für diese Maßnahme nicht aus. Kehrer erläuterte daneben, dass die angesprochenen Punkte aus der vorigen Ortsbeirats-Sitzung peu à peu abgearbeitet werden.

Dazu zählt unter anderem die wöchentliche Bekanntgabe, wo sich gerade in der Mümlingtalstraße die Baustelle befindet. Die 30er-Schilder, die auf der Gammelsbacher Straße beim Kindergarten angebracht werden sollen, sind bestellt. Die rechtliche Prüfung, ob in diesem Bereich ein Zebrastreifen aufgebracht werden darf läuft, sagte der Bürgermeister. Ebenfalls geordert sind die Hinweis-Beschilderungen für den Friedhof.

Dem Ortbeirat sind die Raser ein Dorn im Auge. Mit dem Sicherheits-Verkehrsmännchen „Buddy“ will man Autofahrer dafür sensibilisieren, die Geschwindigkeit innerorts und am Ortseingang anzupassen. Dabei handelt es sich um etwa einen Meter hohe, grün-orangefarbene Männchen mit Reflektoren, die am Straßenrand aufgestellt werden. Sie sind je nach gewünschtem Einsatzort versetzbar, da lediglich der Fuß mit Sand verfüllt wird und sie über eine Kette befestigt werden. Zehn Stück à 50 Euro will man nun be- und an neuralgischen Stellen aufstellen.

Von zwei Vertretern der Generationshilfe wurde auf der Sitzung das Thema Bürgerbus angesprochen. In Bad König hatte man sich informiert, wie dieses System funktionieren könnte. Der Bürgerbus steht ebenfalls auf Kehrers To-do-Liste, stellte sich heraus. Zusammen mit der OREG und dem Gesundheitsversorgungszentrum will er sich der Sache annehmen. Aufgrund der großen Fläche von Oberzent könnte es mit einem Fahrzeug nicht getan sein, kristallisierte sich heraus.

Saubere Brünnlein fließen jetzt in Rothenberg wieder

Jetzt fließen die Brünnlein wieder. Unter Regie von Ortsbeirat sowie Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVR) mit tatkräftiger Unterstützung der Feuerwehr kümmerte sich am Odenwälder Freiwilligentag eine ansehnliche, über den Tag hinweg ständig wachsende Truppe um die verschiedenen Rothenberger Wasserspender, reinigte sie, spritzte sich aus, mähte das Umfeld, sodass jetzt alle in neuem Glanz erstrahlen. Die Aktion dauerte deutlich länger als geplant. Es gab viel Arbeit.

Bernds-, Matzen-, Krämers- und Klemertsbrunnen wurden auf Vordermann gebracht, für den Homerichsbrunnen reichte dann die Zeit nicht mehr. Der Eckbüschelbrunnen wird sowieso von den Nachbarn regelmäßig gepflegt. „Morgens um 8 Uhr haben wir mit 15 Helfern begonnen“, schilderte Jan Johe von der Feuerwehr den Beginn das Vorhaben. Im Tagesverlauf kamen aber noch mehr dazu. Mit den Nachbarn, die innerorts an den Brunnen wohnen und teilweise auch halfen, „waren wir 25 Personen“, sagte er. Interessant war auch die Altersspanne bei den Helfern: So war die Jugendfeuerwehr dabei, aber ebenso der eine oder andere Rentner.

Neben dem Klemertsbrunnen im Gammelsbachtal wurde dem Matzenbrunnen im Finkenbachtal besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dieser liegt dem VVR-Vorsitzenden Thomas Wilcke besonders am Herzen. Er liegt nicht herrlich auf halber Höhe, bietet Sitzgelegenheit und Ausblick, sondern hat auch eine große historische Bedeutung. Denn die Quelle befindet sich auf 270 Höhenmetern auf einer Tonschicht. Dort sammelte sich das durch den Sandstein hindurch rauschende Wasser wieder und konnte gefasst werden. Auch die anderen Quellen des Finken- und Gammelsbachtals liegen etwa auf dieser Höhe.

Der Brunnen hat deshalb eine so große Bedeutung, weil er in den Jahren der großen Dürre zwischen 1857 und 1866 half, das weiter oben liegende Rothenberg mit Wasser zu versorgen, betonte Wilcke. Denn durch den Sanduntergrund floss das begehrte feuchte Nass viel zu schnell ab, als dass man es fassen konnte. So musste halb Rothenberg immer 200 Höhenmeter nach unten pendeln, um dort Trinkwasser zu holen oder Wäsche zu waschen – unhaltbare Zustände, die dann um die Jahrhundertwende zur öffentlichen Wasserversorgung führten.

In der heutigen Zeit wurde der Matzenbrunnen bei Starkregen immer wieder überflutet und verschlammt, erläuterte Wilcke. Die unterhalb liegende Wiese war „total verbrombeert“, nachdem eine dort früher zu findende Christbaum-Plantage verwildert war. Die zehn Helfer gingen ohne zu zögern ans Werk und leisteten Schwerarbeit. Es wurde nicht nur der Brunnen freigeschnitten, sondern auch verschiedene Sträucher gestutzt, die Hecken runtergeschnitten und das ganze Gelände ausgenutzt.

Nachdem die Feuerwehr mit ihrem LF 10 KatS zuerst am Berndsbrunnen das Becken gereinigt und mit dem Hochdruckreiniger ausgedampft hatte, ging es für die Brandschützer weiter ins eine, dann ins andere Tal. Moos und Dreck wurden vom Sandstein runter-, die Fugen sauber gemacht. Weil das Wasser nicht abgelassen werden konnte, wurde der Generator ausgepackt und per Pumpe und Schlauch die beiden Becken geleert. Kaum hier fertig, fuhr der Trupp zum Krämersbrunnen weiter.

„Das hier ist einfach eine super Stelle“, freute sich Wilcke darüber, dass der Brunnen gegenüber dem vorherigen Zustand kaum noch wiederzuerkennen ist. An den kühlen Wassergebern ließ sich im heißen Sommer trefflich verweilen. „Ich war an den Sommertagen öfters mal eine Runde laufen“, meinte Johe. Da kam das kühle Nass gerade recht für eine Erfrischung. In Ortsbeirat und VVR wurde dann die Idee geboren, zur Tat zu schreiten. Für die Beteiligten ist es eine Selbstverständlich, sich für den Ort zu engagieren. „Wir sind sowieso alle schon anderweitig im Dorf aktiv“, betonte Johe. Da opfern sie auch gerne einen weiteren Samstag im Dienste der Allgemeinheit.

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Posted by Thomas Wilken on Monday, September 17, 2018

Weg zum Friedhof in Falken-Gesäß soll rutschsicher werden

Der Weg zum Friedhof kann bei nassem Wetter zu einer ungewollten Rutschpartie werden. Die Stellfläche am Sportplatz, an der der unbefestigte Fußweg startet, braucht ebenfalls eine Überholung. Beide Themen wurden auf der vergangenen Ortsbeiratssitzung angesprochen. Wie Ortsvorsteher Manuel Schwinn sagte, gab es seit Beginn der Planungen 2007 so viele Überarbeitungen gegenüber der Ursprungsvariante, dass die jetzige Version noch einmal genehmigt und beschlossen werden musste.

Die Beilage zum Flurbereinigungsplan soll im Oktober abgeschlossen werden, kündigte er an. Dann kann die Teilnehmerversammlung im November abstimmen. Die Mittel sind im Haushalt 2019 eingeplant. Man erhofft sich einen entsprechenden Start der Maßnahme. Der Parkplatz wurde seinen Worten zufolge landschaftsgestalterisch mit Bäumen entwickelt, damit sich nicht wie bisher den Parkenden eine kahle Schotterfläche bietet.

„Ganz wichtig für die Bürger ist der Friedhofsweg“, betonte Schwinn. Der ist ziemlich steil und soll begradigt werden. Bisher läuft bei Regen das Wasser hinunter, was die ganze Strecke verschlammt und schlecht begehbar macht. Aktuell hat der Bauhof eine Übergangslösung gestaltet. Die Planungen trug jeweils Bürgermeister Christian Kehrer auf der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus vor.

 

Hebstahl: Kein Anschluss unter dieser Nummer

Mit der Instandsetzung von zwei beschädigten Außenleuchten am Gemeindezentrum beschäftigte sich der Ortsbeirat in seiner vergangenen Sitzung. Für die beiden beschädigten Lampen, die in gleicher Ausführung nicht mehr lieferbar sind, sollen ähnliche entlang des Bürgersteiges montiert werden und die vorhandene, nicht beschädigte Leuchte auf den Platz oberhalb der Sporthalle umgesetzt werden.

Im Zuge der Arbeiten sind weiterhin die Leuchte an der Ecke Kindergarten/Sportplatz und die Beleuchtung des Bekanntmachungskastens zu überprüfen und instand zu setzen, so der Wunsch der Mandatsträger. Weiterhin sei zu klären, ob der Verursacher des Schadens an der Leuchte bei der Zufahrt bekannt ist und der Schaden an der mit dem LF 10 umgefahrenen Leuchte eventuell über die Vermögenseigenschadenversicherung der Stadt gedeckt ist.

Wichtig ist daneben eine Aktualisierung der Beschilderung am Bürgerzentrum, lautete der Hinweis des Gremiums. Insbesondere der Zugang zum Verwaltungsstützpunkt – sowohl das frei stehende Schild als auch die Schilder direkt am Gebäude – ist nicht mehr aktuell beschildert, da sich Ortsgericht und Schiedsamt nicht mehr in Unter-Sensbach befänden. Da eine Vielzahl von Gebäuden – auch in den anderen Stadtteilen – nicht mehr richtig ausgeschildert sind, wurde der Magistrat gebeten, eine einheitliche Lösung zu veranlassen.

Von Thomas Henrich wurde auch das Thema „Halteverbot“ entlang der L 3120 bei Veranstaltungen sowie vor der Saugstelle angesprochen. Da diese Verbotsschilder häufig nicht beachtet werden, wäre es für die Feuerwehr in Notfällen nicht möglich, das Gelände zu verlassen, monierte er. Von einer Besichtigung der Roste am Falkenberg und im Sauwasen wurde abgesehen, da Stadtbaumeister Peter Bauer über die Angelegenheit bereits informiert war. Der Austausch des deformierten Rostes im Sauwasen gegen den nicht mehr benötigten am Falkenberg soll zeitnah in zwei Bauabschnitten erfolgen.

Der Ortsbeirat bedankte sich beim Bauhof für die prompte Instandsetzung der Parkplätze vor dem Friedhofseingang. Die Schlaglöcher am Höhenweg und an der Zufahrt zum Parkplatz gegenüber wurden aber nicht wie vorgesehen aufgefüllt. Dies sollte unbedingt noch Beginn der kalten Jahreszeit erfolgen, so der Wunsch aus dem Gremium. Beim Forstamt sollte noch einmal nachgehakt werden, dass auch die Wasserführung des Forstweges instand gesetzt wird.

Ein Liefertermin für die bereits 2017 beim Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald bestellten Bänke und Tische konnte noch nicht genannt werden, da diese bei einem kleinen Betrieb bestellt wurden und dort ein Mitarbeiter längerfristig ausgefallen ist. In einer Wohnung des Gemeindezentrums wurde Schimmelbefall gemeldet. Nach Begutachtung durch Bauer wurde festgestellt, dass dieser nicht durch bauliche Mängel oder Ähnliches verursacht wurde, sondern wegen falscher Belüftung.

Nachdem das öffentliche Telefon am Dorfgemeinschaftshaus Hebstahl von der Telekom abgebaut wurde, ist im Dorf wegen des nach wie vor bestehenden Mobilnetz-Funklochs keine Telefonverbindung möglich. Da der Festnetzanschluss für das Dorfgemeinschaftshaus nach wie vor vorhanden ist, sollen die Möglichkeiten, einen Apparat im Gebäude zu installieren, geprüft werden, lautete der Wunsch des Ortsbeirats.

Sanierung Dorfgemeinschaftshaus Falken-Gesäß: Zuerst werden die undichten Fenster erneuert

Im Rahmen des IKEK-Programms soll der ehemalige Vorstandsraum im Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Nach Schließung der „Traube“ vor bald drei Jahren gibt es keine Gastwirtschaft im Ort mehr. Ein Manko, weil nun ein Raum für Vereinsversammlungen fehlt und es keinen Treffpunkt für die Ortsbevölkerung mehr gibt. Das sogenannte „Käffchen“ im DGH soll in die Bresche springen und auch gastronomisch nutzbar sein. Der Ortsbeirat wurde nun von Bürgermeister Christian Kehrer über den aktuellen Sachstand informiert.

Vor kurzem kam die IKEK-Steuerungsgruppe zusammen, bei deren Treffen das Projekt durchgewunken wurde. „Wir haben es jetzt noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt, damit die Bürger den Fortgang sehen“, betonte Ortsvorsteher Manuel Schwinn. Denn bereits vor sechs Jahren fanden Bürger-Workshops statt, bei denen um es dieses Thema ging.

Als erste Maßnahme kommen nun neue Fenster in den ehemaligen Vorstandsraum. Dies als Vorgriff auf deren Erneuerung im kompletten DGH, „denn es pfeift durch alle Ritzen“. Vor der Sitzung „haben wir noch alles freigeräumt“, damit die beauftragte Firma das Aufmaß nehmen kann. So hofft man, dass die Arbeiten bis zum Weihnachtsmarkt erledigt sind und dann keine kalte Brise den Nacken hinunterläuft.

Im kommenden Jahr steht dann der Durchbruch zu den Räumlichkeiten des Gesangsvereins an, damit man beide Räume über Schiebeelemente kombinieren kann und somit ein größeres Ganzes erhält. 2019 soll auch die Erneuerung von Türen, Decken, Böden und Küche starten, erläuterte der Bürgermeister auf der Sitzung. Dann können Gottesdienst und Singstunden nicht mehr in den bisherigen Räumen stattfinden. „Wir suchen derzeit nach Ausweichmöglichkeiten“, sagte Schwinn. Feuerwehrhaus oder Sporthalle bieten sich an.

Da in spe eine Verpachtung und ein gastronomischer Betrieb angedacht sind, wurde die ursprüngliche Planung im Rahmen der IKEK-Förderung ausgedehnt, meinte er. Was entsprechend auch mit höheren Kosten einhergeht. Man wollte aber kein Stückwerk machen und in nicht allzu ferner Zukunft das nächste Gewerk angehen müssen. „Die Komplettlösung ist sinnvoller“, so Schwinn. Wenn es nächstes Jahr in die Vollen geht, wird vielleicht der eine oder andere Ehrenamtliche aus dem Ort mit anpacken, kündigte er an.

Die Ortsbürger verhalten sich vorbildlich, wenn es um die Entsorgung der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner geht, lobte der Ortsvorsteher in der Sitzung. Allerdings fehlen noch die richtigen Behältnisse dafür, weswegen das eingetütete, stinkende Etwas seinen Weg in die Mülleimer an den Bushaltestellen fand. Im Sommer platzten die Tüten wegen der Hitze auf, was zur Folge hatte, dass es keiner mehr in der Nähe aushielt. Jetzt soll Abhilfe her.

„Wir bekommen über die Stadt Hundekotbehälter und der Ortsbeirat bestimmt, wo sie aufgehängt werden“, lautete Schwinn zufolge die Übereinkunft mit Bürgermeister Christian Kehrer. Auf jeden Fall außerhalb der Bushäuschen, kündigte er an. Wie in den anderen Ortsteilen auch sind Motorradlärm und zu schnelles Fahren ein Thema im Dorf. „Wie es manche schaffen, auf den engen Seitenstraßen schneller als 50 unterwegs zu sein, ist mir ein Rätsel“, meinte Schwinn. Kehrer zufolge soll sich mit der geplanten Einstellung eines Hilfspolizisten die Situation verbessern.

Zum Bild: Im ersten Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses Falken-Gesäß (von der Straße her gesehen) befindet sich der ehemalige Vorstandsraum, der zum „Käffchen“ umgebaut werden soll. Außerdem soll es einen Durchbruch zu den Räumen des Gesangvereins geben. Als erste Maßnahme werden die Fenster erneuert.

Sanierung der Sporthalle in Unter-Sensbach ist dringend erforderlich

„Die Sanierung der Sporthalle wird im Dorf sehnlichst erwartet“, verdeutlichte Ortsvorsteher Tobias Kuhlmann die Dringlichkeit. Er stellte bei der Ortsbeiratssitzung weiterhin heraus, dass die Planungen dafür schon einige Jahre laufen und nicht erst mit der Fusion aufgekommen sind. „Die Maßnahme ist erforderlich“, betonte er.

Laut Ex-Bürgermeister Egon Scheuermann wurden die notwendigen Mittel noch von der ehemaligen Gemeinde Sensbachtal für den diesjährigen Haushalt angemeldet. Sie werden zwar in 2018 nicht mehr gebraucht, aber dann nach 2019 geschoben. Um die Details zu erläutern, waren Architektin Steffi Holschuh und Stadtbaumeister Peter Bauer ebenfalls zur Sitzung gekommen.

Die Halle wird Scheuermann zufolge nicht nur für Sportzwecke stark genutzt, sondern auch für kulturelle Veranstaltungen. 2010 dachte man im Rahmen des Konjunkturprogramms schon einmal über die Sanierung nach, stellte sie aber dann zurück. Ende 2016 kam das Thema im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms (KIP) wieder auf. Die energetische Sanierung mit Austausch der Glasbausteine, der Beleuchtung und der Sanitäreinrichtungen stand zuerst im Fokus.

Im vergangenen Jahr befasste sich die Gemeindevertretung dann intensiver mit der Thematik. Unter anderem wurde die Sporthalle Rothenberg mit ihrer Deckenstrahler-Heizung in Augenschein genommen. Fazit: „Wir wollten unsere Halle ganzheitlich angehen“, so Scheuermann. Elektro, Nebenräume, Boden und Heizung kamen mit in die Überlegungen hinein. In der ersten Variante mit nur zwei Gewerken kam man auf 196.000 Euro Gesamtkosten, wovon übers KIP-Programm 144.000 Euro gefördert werden.

Die große Variante beziffert sich nun auf 444.000 Euro inklusive der Baunebenkosten. Die Rest-Mittel von 300.000 Euro könnten aus dem 90-prozentigen Investitionszuschuss der Hessenkasse bestritten werden oder aus Oberzent-Eigenmitteln, so der ehemalige Bürgermeister. Alle Redner warben um Verständnis bei den örtlichen Vereinen und Organisationen für die damit verbundene Schließung. „Fastnacht muss auf jeden Fall noch stattfinden“, so Scheuermann.

Die bisherigen Glasbausteine sollen gegen dreiteilige Alufenster mit Kippfunktion ausgetauscht werden, erläuterte die Architektin. Auf der Südseite soll es zusätzlich die Möglichkeit zur Verschattung geben, im Eingangsbereich einen Windfang. Diese 69.000-Euro-Nettovariante könnte um 25.000 Euro günstiger werden, wenn spezielle Fensterelemente verwendet werden, die weniger Licht und Wärme durchlassen.

Handlungsbedarf besteht auch bei der Anlagentechnik. „Zuerst haben wir auf einen Durchlauferhitzer gesetzt“, so Holschuh. Allerdings sitzt an der Leitung ein Haushalts-Wassermesser, der nicht verwendet werden darf. Bei einem entsprechenden Umbau „wäre der Hausmittelraum zu klein. Da ist kein Platz für eine Heizung.“ Die Idee: zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn im Gemeindezentrum ist eine alte Heizanlage drin, die man erneuern und durch eine Fernleitung mit der Halle verbinden könnte. Zuerst für Warmwasser, dann in spe auch für die Heizung. Kosten der großen Variante: netto über 250.000 Euro.

Wenn eine Deckenstrahler-Heizung wie in Rothenberg eingebaut wird, dann beläuft sich diese auf etwa 67.000 Euro. Dazu noch Sanitärarbeiten mit 26.500 Euro, LED-Beleuchtung, Erdarbeiten, Elektroinstallation: Es leppert sich, legte die Architektin den Mandatsträgern beim Ortstermin dar. Dazu kommt der Boden: „Wenn wir sowieso alles anpacken, dann müssen wir auch die Innenräume wiederherstellen“. Außerdem stehen Trockenbau- und Schreinerarbeiten an. Somit kam sie auf 386.000 Euro Bau- plus etwa 15 Prozent Nebenkosten.

„Ich halte nichts von Stückwerk“, betonte Holschuh. Ihr ist es am liebsten, alles am Stück durchzuziehen, die Maßnahmen öffentlich rechtzeitig zu kommunizieren und mit den Nutzern abzusprechen. Darauf wies auch Manfred Heiss hin. Aufgrund der Vorlaufzeit rechnet sie mit einem Baubeginn frühestens im kommenden Frühjahr mit Kernzeitraum Sommerferien.