Bessere Verbindung von Hainbrunn nach Hirschhorn gewünscht

Positives Echo für den Vereinsbus der Generationenhilfe: Den stellten Vorsitzende Brigitte Schanbacher und Klaus Kaden auf der Sitzung des Ortsbeirats vor. Was den Hainbrunnern aber fast mehr auf den Nägeln brennt: eine bessere Verbindung ins benachbarte Hirschhorn. Da das aber dem Kreis Bergstraße mit eigenem Nahverkehrsplan angehört, lässt der ÖPNV dorthin zu wünschen übrig. Jedoch fährt von dort die S-Bahn nach Heidelberg, außerdem verdienen viele ihre Brötchen im Neckartal.

Einmal in der Woche soll der Bürgerbus auch durchs Finkenbachtal fahren, berichteten die Aktiven der Generationshilfe bei der Vorstellung. Er kommt von Beerfelden, nimmt den Weg über Finken-, Hinter- und Raubach Richtung Neckar, dient dann auch Hirschhorn an und fährt über Kortelshütte und Rothenberg wieder zurück. Das Ganze soll dienstags drei Mal am Tag außerhalb der sonstigen Busabfahrtszeiten geschehen.

An den Ortsbeirat wurde von den Ehrenamtlichen der Wunsch herangetragen, nach möglichen Haltepunkten zu suchen. Denn die müssen ja nicht denen des ÖPNV entsprechen, sondern könnten sich auch danach ausrichten, wo viele Senioren wohnen. Gleichzeitig will man in der Vorlaufzeit die Abfahrtszeiten des Busses mit denen des ÖPNV abgleichen, damit es keine Dopplungen gibt. Auch ist die Generationshilfe noch auf der Suche nach ehrenamtlichen Fahrern.

Auf der Sitzung gab’s einen ÖPNV-Rundumschlag. Denn Mobilitätsberater Matthias Kusch von der OREG stellte Ruftaxi und Taxomobil vor. Im Vergleich zum „normalen“ Bus, wo man einsteigt und das Ticket löst, empfand Ortsvorsteher Stefan Hofmann das System der erstmaligen Aktivierung etwas kompliziert. Gerade ältere Menschen könnten sich damit schwer tun.

All das ist aber eher Beerfelden-zentriert, monierte Hofmann. „Die Anbindung nach Hirschhorn ist bisschen unbefriedigend“, sagte er. Deshalb schaut er interessiert auf die Anfang Dezember stattfindenden Beratungen des Oberzent-Bau-, Umwelt- und Infrastrukturausschusses, wenn es um eine Intensivierung der Linie 54 zwischen Beerfelden und dem Neckar geht. Allerdings wäre diese Erweiterung wohl mit relativ hohen Kosten verbunden.

Dass dieses Thema auch der Bevölkerung auf den Nägeln brennt, zeigte sich an einigen Fragen. Hier wurde unter anderem die Verbindung von Ober-Hainbrunn zu den weiterführenden Schulen im badischen Eberbach angesprochen. Diese könnte sich in spe mit einem Umweg über Beerfelden möglicherweise kompliziert gestalten, befürchtete Hofmann.

Der diesjährige Freiwilligen-Tag war ein großer Erfolg, freute sich der Ortsvorsteher. In einjähriger Arbeit richteten Ehrenamtliche in vielen Arbeitsstunden das alte Schulhaus für die Nutzung durch die Dorfgemeinschaft her. Exakt am Tag der Sitzung wurden auch die Tische geliefert, sodass man den neuen Raum gleich einweihen konnte. Für das kommende Jahr werden Ideen gesammelt, was dann anzugehen ist. Ein Gedanke ist die Aufhübschung des alten Gefriertruhen-Häuschens. Der Ortsbeirat ist für weitere Anregungen dankbar.

Ein anderes Thema waren die alten Ortschilder. An denen nagt zum einen der Zahn der Zeit, zum anderen sind sie noch nicht auf Oberzent umgepolt. Angedacht ist Hofmann zufolge eine Vereinheitlichung, die gleichzeitig die Möglichkeit bietet, zum „Herzlich Willkommen“ per einschiebbarem Aluschild den Hinweis auf aktuelle Veranstaltungen einzubinden.

Der Ortsbeirat machte sich außerdem Gedanken über die Verwendung seines Budgets. Die bereits bestellten beiden Liegebänke sollen noch vor Weihnachten geliefert werden, kündigte Hofmann an. Im kommenden Frühjahr ist die Aufstellung beim Spielplatz und am Panoramaweg geplant. Vom Rest beschaffte man zwei „Street-Buddys“, reflektierende Figuren in Kinder-Größe. Auch fürs kommende Jahr machte man sich Gedanken. Hier soll der SV beim Sporthallen-Umbau im Zuge verschiedener Brandschutzmaßnahmen unterstützt werden.

Brückensanierung in Finkenbach soll Anfang September starten

Christian Niesen (47) ist der neue Ortsvorsteher von Finkenbach, Hinterbach und Raubach. Er wurde auf der vergangenen Sitzung zum Nachfolger des Anfang Juni überraschend verstorbenen Rothenberger Altbürgerbürgermeisters Hans Heinz Keursten gewählt. Sein Stellvertreter ist Detlef Honnen. Nachrücker ist Martin Menges, der früher auf CDU-Liste in der Rothenberger Gemeindevertretung saß. Nach einer Schweigeminute für den Verstorbenen leitete Oberzent-Bürgermeister Christian Kehrer das Wahlprozedere.

Der gebürtige Heidelberger Niesen kam vor mehr als 20 Jahren nach Finkenbach. Durch einen Bekannten verschlug es ihn der Pferde wegen in den Odenwald. Er kam, sah, baute sich ein Haus und blieb. Nach der Ortsbeiratswahl im April 2018 im Zuge der Oberzent-Fusion wurde er vom Gremium damals zum Stellvertreter von Keursten bestimmt. Das war auch in anderer Funktion, beim Heimat- und Verschönerungsverein Finkenbach.

Besprochen wurden auf der Sitzung die Projekte am Freiwilligentag des Odenwaldkreises, der am 14. September stattfindet. So wollen die Ehrenamtlichen das Multifunktionsspielfeld am Schwimmbad-Parkplatz auffrischen. Das hat jedes Jahr eine Frischzellenkur nötig. Bretter müssen ausgetauscht, der Boden abgedampft werden, damit es wieder einsatzbereit ist.

Angedacht ist weiterhin die Reparatur der Buswartehäuschen, damit die ÖPNV-Nutzer beim Warten nicht das kalte Grausen packt. Weiteres ist in der Mache: „Wir sammeln noch Projekte“, erläutert der neue Ortsvorsteher. Dazu könnte auch die Mähaktion im kleinen Park am Feuerwehrhaus im Vorfeld des Weinfests zählen, das die Brandschützer immer im September veranstalten.

Allerdings ist diese Maßnahme abhängig vom Ersatzbau für die Brücke über den Finkenbach. Deren Sanierung soll laut Hessen Mobil Anfang September starten, wobei „oft die Gemeinden erst eine Woche vorher den genauen Termin erfahren“, weiß Niesen. Da der Schwerlastverkehr weiterhin die Odenwald-Quelle erreichen muss und dies über Raubach nicht möglich ist, braucht es eine Ersatzquerung, bevor die alte, marode Brücke abgerissen werden kann.

Kurz vor dem Start der Bauarbeiten, etwa gegen Ende August, wird dann auch das im Grünbereich befindliche Schachbrett rüber ans Freibad verlegt. Es soll mit den schon vorhandenen Kinderspielgeräten und der Tischtennisplatte sowie der noch zu errichtenden Boule-Bahn ein Anlaufpunkt für Jung und Alt sein. Die Baggerarbeiten übernimmt dabei der Bauhof, das Material bezahlt die Stadt, in die Hände gespuckt wird von den vielen Ehrenamtlichen.

Ehrendenkmal soll auf den Friedhof

Das Ehrendenkmal, bisher bei der evangelischen Kirche beheimatet, soll in abgespeckter Form auf den Friedhof versetzt werden. Eine entsprechende Entscheidung traf der Ortsbeirat in Abstimmung mit den Anwesenden auf seiner vergangenen Sitzung, nachdem das Thema schön öfters beraten worden war. Denn die bisherige Zuwegung mit Treppe und Geländer ist weder zeitgerecht noch sicher. Das freiwerdende Gelände soll in ferner Zukunft eventuell als Parkplatz für die Kirche genutzt werden, so der Gedanke.

Der Ortsbeirat beschloss ebenfalls, dass am unteren Friedhofseingang der rechte Teil des Doppeltors fest verriegelt und abgeschlossen werden soll, um die Zufahrt für private Fahrzeuge zu unterbinden. Der andere Teil des Tores muss instand gesetzt werden.

Der im Jakobsgrund (in der Weiterführung des Dorfwegs im nördlichen Bereich) zuvor besprochene Weidedurchgang über Klapptüren wurde aus sicherheitstechnischen Gründen wieder verworfen, hieß es auf der Sitzung. Stattdessen soll es eine Viehtränke mit Wasseranschluss an das örtliche Leitungsnetz geben.

Eine ständige Klage betrifft die Befahrung der Seitenstraßen mit viel zu großen und schweren Müllfahrzeugen. Der Ortsbeirat wandte sich deshalb an die Stadtverwaltung, dass diese sich bei einer Neuvergabe durch Müllabfuhrverträge durch den Kreis dafür einsetzt, die Seitenstraßen mit kleineren Fahrzeugen bedienen. Denn sonst wären Folgekosten für Straßensanierungen durch zu schwere Fahrzeuge unausweichlich, weil die Wege für weniger Tonnagen ausgelegt sind.

Zur Verwendung des Ortsbeiratsbudgets gab es mehrere Vorschläge. Angesprochen wurden Sicherheitshandläufe und ein Kneippbecken am Burgbrunnen, aber auch eine neue Beschilderung für den Dorfweg oder Hinweise an beiden Ortseingängen zu Festveranstaltungen. Dazu Figuren zur  Verkehrsberuhigung und Entspannungsliegen am Aussichtspunkt Schmidthütte.

Fahrradständer für Schulgelände und Spielplatz seien angefordert, hieß es. Die Umsetzung sei Aufgabe des Odenwaldkreises. Zur Sprache kam auch, dass das Verbundpflaster am Dorfgemeinschaftshaus nachgebessert werden muss.

Raser sind den Airlenbachern ein Dorn im Auge

Im Stadtteil gibt’s einiges zu tun, wurde anhand der „To-do-Liste“ der Verwaltung deutlich, die auf die Ortbeiratssitzung abgearbeitet wurde. Neben Reparaturen ist es vor allem die Verkehrssituation entlang der Durchgangsstraße, die den Bewohnern auf den Nägeln brennt, machte Ortvorsteherin Marion Neff deutlich. Die Liste selbst „war fast vollständig“, freute sie sich. Es fehlte nur die Zufahrt zum Sportplatz. Bisher nur geschottert, „wird sie laufend ausgespült“. Hier soll eine beständigere Lösung her. „Das muss noch ergänzt werden“, betonte Neff.

Unter anderem ist das Dach der Leichenhalle sanierungsbedürftig, teilte sie bei der Sitzung des Gremiums mit. Allerdings ist noch unklar, wann es angegangen werden soll. Im kommenden Jahr ist der Erneuerung der beiden Treppen auf dem Friedhof vorgesehen. Die dortigen Holzstufen, um die 20 Jahre alt, wurden mit Teppich belegt, weil sie zu rutschig waren. Diese Notlösung soll nun in Form von Betonstufen einen Ersatz bekommen. Schon erledigt sind die Undichtigkeiten am Sporthaus, wo es reinregnete.

Die Raser auf der Landesstraße quer durch den Ort sind ein andauerndes Ärgernis. „Das ist Wahnsinn, was da im Sommer durchbrettert“, meinte Neff, selbst Anliegerin. Es sind nicht nur Autofahrer, die viel zu schnell durchs Dorf und den angrenzenden 60-Kilometer-Bereich düsen, sondern an den Wochenenden vor allem Motorradfahrer, die zusätzlich noch für einen hohen Lärmpegel sorgen. Auch das benachbarte Mossautal weiß ein Lied davon zu singen, weshalb eine konzertierte Aktion mit Oberzent angedacht ist.

Die Ortsvorsteherin weiß aus Gesprächen, dass die Stadtverwaltung an dem Thema verstärkt dran ist. Der inzwischen verstorbene Hans Rausch hatte bereits vor einigen Jahren eine Studie erstellen lassen, inwieweit sich vielleicht an bestimmten Punkten eine Verkehrsberuhigung erzielen lässt. Allerdings „müssen wir der Stadt ein bisschen Zeit lassen“, meinte sie. Weil es eine Landesstraße ist, kann diese nicht allein entscheiden. Hessen Mobil ist auch mit im Boot.

Sowieso wird sich die Straßenführung nicht ändern: „Die ist halt lang und gerade“, so Neff. Damit lädt die Strecke uneinsichtige Verkehrsteilnehmer quasi zum Schnellfahren ein. Inwieweit ab kommenden Jahr verstärkte Geschwindigkeitskontrollen möglich sind, muss geklärt werden. Außerhalb des Ortskerns gibt es daneben einen Schotterrandstreifen, der als provisorischer Gehweg dient. Dieser „ist kaum noch zu benutzen“. Jetzt wird über Möglichkeiten nachgedacht, eine langfristige Lösung zu gestalten.

Die Ortsvorsteherin informierte das Gremium weiter darüber, dass es am im vergangenen Jahr sanierten Hardtweg noch einige Schönheitsfehler gebe, die nachgebessert werden sollen. Außerdem schießt von einem bergseitigen Waldweg zu viel Wasser auf die Straße. Hier will sich Stadtbaumeister Peter Bauer mit Hessen Forst kurzschließen, ob die Mitarbeiter vielleicht oberhalb eine Abflussmöglichkeit schaffen können. An einem zweiten Punkt ist der Übergang von der Straße zu einem weiteren Waldweg noch im Bauzustand. Diese Thematik soll ebenfalls im kommenden Jahr angegangen werden.

Die Ortsvorsteherin informierte darüber, dass angedacht sei, am Ehrenamtstag 2019 zusammen mit dem Dorfverein ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Ein weiteres Thema war das geplante, projektgebundene Budget für die Ortsbeiräte. Noch in diesem Jahr soll zwischen den Jahren eine Wanderung nach Gammelsbach stattfinden, die der Ortsbeirat für die Bevölkerung anbietet, erläuterte sie.

Am Kindergarten soll es bald Tempo-30-Schilder geben

Die öffentliche Toilettenanlage am Brunnenparkplatz ist in keinem guten Zustand. Sie stinkt quasi wortwörtlich zum Himmel. Ortsbeirat Rico Scheuermann hatte ein paar Bilder vom Stein des Anstoßes in die Sitzung mitgebracht. Handlungsbedarf wurde allgemein gesehen. Zum einen ist das Pissoir defekt, zum anderen wird nur einmal die Woche geputzt. Was für ein öffentliches WC eindeutig zu wenig ist, monierte Ortsvorsteher Christian Zimmermann. Außerdem fehlen im Behinderten-WC die Stangen zum Festhalten beim Aufstehen.

Der Ortsbeirat wünscht sich eine vernünftige Sanierung, betonte er. Es gab daneben die Anregung, die Behinderten-Toilette mit einem Euro-Schlüssel zu versehen, damit sie nicht allgemein zugänglich ist. Um Vandalismus zu verhindern, gab es weiterhin die Idee, die Toilette in spe mit einem Münzschloss zu versehen, sodass 50 Cent entrichtet werden müssen. „Da geht dann nur der rein, der wirklich muss“, so Zimmermann.

Laut Bürgermeister Christian Kehrer sollte das Ansinnen über die Stadtverordneten-Versammlung angestoßen werden, damit dann auch eine Kostenaufstellung erfolgen kann. Das Budget des Ortsbeirats reicht für diese Maßnahme nicht aus. Kehrer erläuterte daneben, dass die angesprochenen Punkte aus der vorigen Ortsbeirats-Sitzung peu à peu abgearbeitet werden.

Dazu zählt unter anderem die wöchentliche Bekanntgabe, wo sich gerade in der Mümlingtalstraße die Baustelle befindet. Die 30er-Schilder, die auf der Gammelsbacher Straße beim Kindergarten angebracht werden sollen, sind bestellt. Die rechtliche Prüfung, ob in diesem Bereich ein Zebrastreifen aufgebracht werden darf läuft, sagte der Bürgermeister. Ebenfalls geordert sind die Hinweis-Beschilderungen für den Friedhof.

Dem Ortbeirat sind die Raser ein Dorn im Auge. Mit dem Sicherheits-Verkehrsmännchen „Buddy“ will man Autofahrer dafür sensibilisieren, die Geschwindigkeit innerorts und am Ortseingang anzupassen. Dabei handelt es sich um etwa einen Meter hohe, grün-orangefarbene Männchen mit Reflektoren, die am Straßenrand aufgestellt werden. Sie sind je nach gewünschtem Einsatzort versetzbar, da lediglich der Fuß mit Sand verfüllt wird und sie über eine Kette befestigt werden. Zehn Stück à 50 Euro will man nun be- und an neuralgischen Stellen aufstellen.

Von zwei Vertretern der Generationshilfe wurde auf der Sitzung das Thema Bürgerbus angesprochen. In Bad König hatte man sich informiert, wie dieses System funktionieren könnte. Der Bürgerbus steht ebenfalls auf Kehrers To-do-Liste, stellte sich heraus. Zusammen mit der OREG und dem Gesundheitsversorgungszentrum will er sich der Sache annehmen. Aufgrund der großen Fläche von Oberzent könnte es mit einem Fahrzeug nicht getan sein, kristallisierte sich heraus.

Saubere Brünnlein fließen jetzt in Rothenberg wieder

Jetzt fließen die Brünnlein wieder. Unter Regie von Ortsbeirat sowie Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVR) mit tatkräftiger Unterstützung der Feuerwehr kümmerte sich am Odenwälder Freiwilligentag eine ansehnliche, über den Tag hinweg ständig wachsende Truppe um die verschiedenen Rothenberger Wasserspender, reinigte sie, spritzte sich aus, mähte das Umfeld, sodass jetzt alle in neuem Glanz erstrahlen. Die Aktion dauerte deutlich länger als geplant. Es gab viel Arbeit.

Bernds-, Matzen-, Krämers- und Klemertsbrunnen wurden auf Vordermann gebracht, für den Homerichsbrunnen reichte dann die Zeit nicht mehr. Der Eckbüschelbrunnen wird sowieso von den Nachbarn regelmäßig gepflegt. „Morgens um 8 Uhr haben wir mit 15 Helfern begonnen“, schilderte Jan Johe von der Feuerwehr den Beginn das Vorhaben. Im Tagesverlauf kamen aber noch mehr dazu. Mit den Nachbarn, die innerorts an den Brunnen wohnen und teilweise auch halfen, „waren wir 25 Personen“, sagte er. Interessant war auch die Altersspanne bei den Helfern: So war die Jugendfeuerwehr dabei, aber ebenso der eine oder andere Rentner.

Neben dem Klemertsbrunnen im Gammelsbachtal wurde dem Matzenbrunnen im Finkenbachtal besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dieser liegt dem VVR-Vorsitzenden Thomas Wilcke besonders am Herzen. Er liegt nicht herrlich auf halber Höhe, bietet Sitzgelegenheit und Ausblick, sondern hat auch eine große historische Bedeutung. Denn die Quelle befindet sich auf 270 Höhenmetern auf einer Tonschicht. Dort sammelte sich das durch den Sandstein hindurch rauschende Wasser wieder und konnte gefasst werden. Auch die anderen Quellen des Finken- und Gammelsbachtals liegen etwa auf dieser Höhe.

Der Brunnen hat deshalb eine so große Bedeutung, weil er in den Jahren der großen Dürre zwischen 1857 und 1866 half, das weiter oben liegende Rothenberg mit Wasser zu versorgen, betonte Wilcke. Denn durch den Sanduntergrund floss das begehrte feuchte Nass viel zu schnell ab, als dass man es fassen konnte. So musste halb Rothenberg immer 200 Höhenmeter nach unten pendeln, um dort Trinkwasser zu holen oder Wäsche zu waschen – unhaltbare Zustände, die dann um die Jahrhundertwende zur öffentlichen Wasserversorgung führten.

In der heutigen Zeit wurde der Matzenbrunnen bei Starkregen immer wieder überflutet und verschlammt, erläuterte Wilcke. Die unterhalb liegende Wiese war „total verbrombeert“, nachdem eine dort früher zu findende Christbaum-Plantage verwildert war. Die zehn Helfer gingen ohne zu zögern ans Werk und leisteten Schwerarbeit. Es wurde nicht nur der Brunnen freigeschnitten, sondern auch verschiedene Sträucher gestutzt, die Hecken runtergeschnitten und das ganze Gelände ausgenutzt.

Nachdem die Feuerwehr mit ihrem LF 10 KatS zuerst am Berndsbrunnen das Becken gereinigt und mit dem Hochdruckreiniger ausgedampft hatte, ging es für die Brandschützer weiter ins eine, dann ins andere Tal. Moos und Dreck wurden vom Sandstein runter-, die Fugen sauber gemacht. Weil das Wasser nicht abgelassen werden konnte, wurde der Generator ausgepackt und per Pumpe und Schlauch die beiden Becken geleert. Kaum hier fertig, fuhr der Trupp zum Krämersbrunnen weiter.

„Das hier ist einfach eine super Stelle“, freute sich Wilcke darüber, dass der Brunnen gegenüber dem vorherigen Zustand kaum noch wiederzuerkennen ist. An den kühlen Wassergebern ließ sich im heißen Sommer trefflich verweilen. „Ich war an den Sommertagen öfters mal eine Runde laufen“, meinte Johe. Da kam das kühle Nass gerade recht für eine Erfrischung. In Ortsbeirat und VVR wurde dann die Idee geboren, zur Tat zu schreiten. Für die Beteiligten ist es eine Selbstverständlich, sich für den Ort zu engagieren. „Wir sind sowieso alle schon anderweitig im Dorf aktiv“, betonte Johe. Da opfern sie auch gerne einen weiteren Samstag im Dienste der Allgemeinheit.

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Posted by Thomas Wilken on Monday, September 17, 2018

Weg zum Friedhof in Falken-Gesäß soll rutschsicher werden

Der Weg zum Friedhof kann bei nassem Wetter zu einer ungewollten Rutschpartie werden. Die Stellfläche am Sportplatz, an der der unbefestigte Fußweg startet, braucht ebenfalls eine Überholung. Beide Themen wurden auf der vergangenen Ortsbeiratssitzung angesprochen. Wie Ortsvorsteher Manuel Schwinn sagte, gab es seit Beginn der Planungen 2007 so viele Überarbeitungen gegenüber der Ursprungsvariante, dass die jetzige Version noch einmal genehmigt und beschlossen werden musste.

Die Beilage zum Flurbereinigungsplan soll im Oktober abgeschlossen werden, kündigte er an. Dann kann die Teilnehmerversammlung im November abstimmen. Die Mittel sind im Haushalt 2019 eingeplant. Man erhofft sich einen entsprechenden Start der Maßnahme. Der Parkplatz wurde seinen Worten zufolge landschaftsgestalterisch mit Bäumen entwickelt, damit sich nicht wie bisher den Parkenden eine kahle Schotterfläche bietet.

„Ganz wichtig für die Bürger ist der Friedhofsweg“, betonte Schwinn. Der ist ziemlich steil und soll begradigt werden. Bisher läuft bei Regen das Wasser hinunter, was die ganze Strecke verschlammt und schlecht begehbar macht. Aktuell hat der Bauhof eine Übergangslösung gestaltet. Die Planungen trug jeweils Bürgermeister Christian Kehrer auf der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus vor.