Rino Galiano mischt bei seinem Gastauftritt mit „Another Livetime“ das Hüttenwerk auf

Was für ein fetziger musikalischer Abschluss des Jahres: Die Hausband „Another Livetime“ hatte einmal wieder ins Hüttenwerk eingeladen und rockte bis fast 1 Uhr die Hütte mit einer perfekten Mischung aus Rock-, Soul-, Funk- und Disco-Stücken. Was die sechs mitsamt ihren Gästen bieten, hat sich schon längst herumgesprochen: An diesen Abenden platzt der Saal regelmäßig aus allen Nähten. Die Musiker müssen gar nicht viel Stimmung machen, die ist sowieso von Anfang an super.

Mit dem Mannheimer Rino Galiano, vor ein paar Jahren unter der Fittiche von Xavier Naidoo „Voice of Germany“-Teilnehmer, hatte das Team um Sängerin Michi Tischler einen Glücksgriff getan. Der „Monnemer“ mit italienischen Wurzeln ist ein begnadeter Entertainer und hat immer einen frechen Spruch auf den Lippen. Er ist für jeden Spaß zu haben, ist sich für keinen Scherz zu schade und macht jeden Unsinn mit.

Mal ganz abgesehen von seinen stimmlichen Fähigkeiten. Wie er „Master Blaster“ von Stevie Wonder, „Rock with you“ von Michael Jackson oder „I’m still standin‘“ von Elton John performt, ist schon eine Schau. Den 43-Jährigen hält es nie an einem Platz, er braucht Raum, um die Songs mit viel Einsatz rüberzubringen, dopst wie ein Gummiball quer über Bühne. Nicht fehlen darf natürlich sein „You give me something“ von James Morrison, mit dem er die Jury bei den Blind Auditions von „Voice of Germany“ überzeugte.

Mit den fetzigen Saxophon-Solos von Anke Rible (Lindenfels) ist für den perfekten Background-Sound gesorgt. Sie drückt etlichen Songs ihren Stempel mit melodiösen Soli ihren Stempel auf, lässt sich von Galiano auch mal gern zum „Battle“ bitten, das natürlich nur eine Siegerin kennen kann. Dazu kommt noch ihr Backgroundgesang, der zusammen mit den anderen beiden die Lieder vierstimmig werden lässt – und damit für einen fetten Klang sorgt.

Gitarrist Jens Reyer (Fürth) zeigt ein ums andere Mal, dass er ein Meister auf den sechs Saiten ist. Dieses Mal darf er etwa bei „Kiss in my list“ oder dem Police-Stück „So lonely“ auch gesanglich ran. Bandgründer Thomas Klein am Schlagzeug und Keyboarder Axel „Aji“ Imhof (beide aus Michelstadt) machen mit Bassist Christoph Victor Kaiser die Rhythmus-Sektion komplett, die bei jedem Lied für den perfekten Sound sorgt.

Eigentlich sollte Anna Minges an diesem Abend mit auf der Bühne stehen, aber sie musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Der „Ersatz“, der aber viel mehr als das war, ist im Hüttenwerk bestens bekannt: Esra Karahan aus Bad König ließ sprichwörtlich aufhorchen. Die 25-Jährige, vor einem Jahr das erste Mal auf großer Bühne mit einer richtigen Begleitband, rockte den Saal und heimste begeisterten Applaus ein.

Mit voluminöser Stimme und ausdrucksvoller Bühnenperformance ließ sie ihre drei Stücke zum Erlebnis werden. Gloria Gaynors „I will survive“ sorgte gewaltig für Furore. „Rollin’ in the deep” von Adele und „Umbrella“ von Rihanna waren weitere Songs, bei denen die kleine Künstlerin mit der riesigen Stimme gefeiert wurde. Von der jungen Studentin, die auch bei der Swing Fever Big Band singt, wird man sicherlich noch einiges hören.

Dritte im Bunde am Mikro ist Michi Tischler. Die ist auch Dreh- und Angelpunkt von „Another Livetime“. Wie sie mit „On the radio” von Donna Summer die Disco-Queen gibt, ist das herrlich anzuschauen. Mit ihrer Stimme drückt sie aber auch „Like a virgin“ von Madonna oder „Ain’t nobody” von Chaka Khan, im fulminanten Duett mit Rino Galiano, ihre Visitenkarte auf.

Das gemeinsam gesungene „Finally“ vor der Pause macht viel Laune auf mehr, was es danach auch ohne Ende gibt: Ob Rino seinem Landsmann Eros Ramazzotti nacheifert („Cose della vita“) oder zum „Maniac“ wird (wird?) – er ist einfach omnipräsent. „Billie Jean“ von Michael Jackson oder „Freedom“ von George Michael machen die große Party perfekt. Da darf Galiano mit seiner Monnemer Schwertgosch auch mal bös-verschmitzt über die Odenwälder lästern, das nimmt ihm keiner übel.

Info: „Another Livetime“ tritt am Samstag, 19. Januar, 21.30 Uhr, wieder im Hüttenwerk Michelstadt auf. Als Gäste sind geplant: Menoosha Susungi und Dominik Steegmüller.

AnotherLiveTime – Hausband des HüttenwerksThomas KleinMichi TischlerEventlokal Hüttenwerk Musik und mehrRino…

Posted by Neckartal-Nachrichten on Sunday, December 23, 2018

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