Der Eutersee bei Schöllenbach soll wieder in altem Glanz erstrahlen

Der Aufruf zeigte Wirkung: 15 Freiwillige kamen trotz Schneeniesel, matschigem Boden und Temperaturen um den Gefrierpunkt am Eutersee zusammen, um dort in einem ersten Arbeitseinsatz das idyllische Kleinod von zu viel Ästen, Sträuchern, Bäumen und Gebüsch zu befreien. Projektlotsin Anneli Hieronymus zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz auf das Vortreffen Ende Januar. Die Helfergruppe will nach und nach das Naherholungsziel nördlich des Eberbacher/Oberzenter Stadtteils wieder aufhübschen.

Die ehrenamtlich Engagierten brachten nicht nur Muskelschmalz mit, sondern teilweise auch ihre eigenen Gerätschaften inklusive des Traktors, um Schwereres zu transportieren. Von der Stadt war ein Bauhof-Mitarbeiter samt seinem Equipment dabei, um mit dem professionellen Material zu unterstützen. Der Gehölzschnitt wurde vor allem an Ein- und Auslauf vorgenommen. Entlang des Wegs am westlichen Ufer gingen die Helfer ebenfalls kräftig zu Werke. Der war in der Vergangenheit heftig zugewuchert und ist jetzt wieder frei begehbar.

Alles geschah natürlich im Einklang mit den Vorgaben der Naturschutzbehörde. Deshalb werden Hecken, Sträucher und Bäume auch nicht in einem Rutsch zurückgeschnitten, sondern nach und nach. Ein zweiter Teil soll nach der Vegetationsperiode im Oktober erfolgen. Hieronymus freute sich sehr über die positiven Rückmeldungen in der Bevölkerung. „Ich wurde mehrfach angesprochen“, sagte sie. Die Bürger fänden es sehr gut, „dass wieder etwas passiert“.

Bevor es dann rund um den und im See weitergeht, müssen erst einmal Fördergelder her. Darum will sich die Helfergruppe zusammen mit den Verantwortlichen der neuen Stadt Oberzent kümmern. So geht es unter anderem darum, einen Teil des angeschwemmten Sandes auf die Insel zu verbringen. Was einen positiven Effekt hätte: Im See wäre er raus, auf der Insel macht er das Liegen angenehmer. „Sponsoren sind jederzeit willkommen“, meint die Projektlotsin deshalb augenzwinkernd.

Auch ohne Fremdmittel gehen die Ehrenamtlichen im Sommer aufs Neue zu Werke. Dann nehmen sie sich die Hütte zur Brust. Diese soll gereinigt und gestrichen werden. Denn die letzte Aktion dieser Art ist schon einige Zeit her. Dementsprechend sieht es auch aus. Im Sommer soll es dann rund um den Aufenthaltsbereich mit Grillstelle und Bänken eine Mähaktion geben. Daneben kam der Wunsch auf, die frühere Liegewiese wieder herzurichten. An die erinnern sich nur noch die Älteren, schmunzelte Hieronymus.

Früher war von der „Adria des Odenwalds“ die Rede, wenn die Sprache auf den Eutersee kam. Da zählten die Schöllenbacher an einem Tag schon mal 3000 Besucher. Das war aber in den 70er Jahren, der Marbachstausee damals noch nicht gebaut. Auch in späteren Zeiten war das Gewässer, wildromantisch im Tal von Schöllenbach Richtung Bullau gelegen, Ziel vieler Ausflügler aus der gesamten Region.

Idyllisch murmelt der Euterbach ins Tal hinunter, eine Holzbrücke führt übers gurgelnde Gewässer, der See gewinnt nur langsam an Tiefe, auf einem unbefestigten Weg lässt er sich gemütlich umrunden: beste Bedingungen, um hier ein paar unbeschwerte Stunden zu verbringen. Das genossen schon vor 30 oder 40 Jahren Ausflügler aus dem hohen (badischen) Odenwald mitsamt den Hessen. Doch die Natur hat sich in der Zwischenzeit das Gelände wieder zurückgeholt.

Damit es wieder hoch hergehen kann, muss erst das Umfeld stimmen. Eine feste Zuwegung, die nötige Infrastruktur und einen Shuttleservice aufgrund begrenzter Parkplatzzahl nennt Hieronymus als Grundvoraussetzungen. Auf einer Wunschliste wurde beim ersten Treffen das zusammengetragen, was spontan in den Sinn kam. Dazu zählen ein Steg im See, Befestigung der Wege, eine Spielinsel für Kinder, Erhalt der Schutzhütte und Sitzgelegenheiten rund um den See. Eine Toilettenanlage und die Erweiterung des Pflasters rund um die Hütte sind ebenfalls angedacht.

Info: Interessierte und Förderer können sich bei Anneli Hieronymus unter Telefon 06276/554 oder E-Mail anneli.hieronymus@web.de melden.

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Engagierte Ehrenamtliche wollen den Eutersee bei Schöllenbach als Naherholungsgebiet wieder attraktiver machen

Früher war von der „Adria des Odenwalds“ die Rede, wenn die Sprache auf den Eutersee kam. „Da haben wir an einem Tag schon mal 3000 Besucher gezählt“, erinnert sich Rudolf Brandel. Das war in den 70er Jahren, der Marbachstausee damals noch nicht gebaut. Auch in späteren Zeiten war das Gewässer, wildromantisch im Tal von Schöllenbach Richtung Bullau gelegen, Ziel vieler Ausflügler aus der gesamten Region. Jetzt ist es in die Jahre gekommen. Engagierte Bürger wollen dem Gelände zu früherem Glanz verhelfen.

Idyllisch murmelt der Euterbach ins Tal hinunter, eine Holzbrücke führt übers gurgelnde Gewässer, der See gewinnt nur langsam an Tiefe, auf einem unbefestigten Weg lässt er sich gemütlich umrunden: Beste Bedingungen, um hier ein paar unbeschwerte Stunden zu verbringen. Das genossen schon vor 30 oder 40 Jahren Ausflügler aus dem hohen badischen Odenwald mitsamt den Hessen. Doch die Natur hat sich in der Zwischenzeit das Gelände wieder zurückgeholt. An der Grillhütte wurde vor fünf Jahren das letzte Mal gewerkelt.

Jetzt gibt es neue Möglichkeiten: Denn im Rahmen der Beratungen über das IKEK-Programm kam der Gedanke auf, auch am See tätig zu werden, erläutert Anneli Hieronymus. Sie trommelte zehn Interessierte für ein erstes vorbereitendes Treffen zusammen, bei dem Ideen gesammelt wurden, was man wie angehen kann. Vier Arbeitseinsätze im Jahr will die Truppe anstreben. Der erste findet am 17. Februar zwischen 10 und 14 Uhr statt. Dann soll es dem Wildwuchs an die Büsche gehen. Weitere Interessierte sind gerne willkommen.

Renovierungsarbeiten an der in den 80er Jahren entstandenen Hütte will man für den Sommer ins Auge fassen. Es geht außerdem darum, das Brückengeländer instand zu setzen, die Bankanlage wieder auf Vordermann zu bringen und dem Grillplatz neuen Glanz zu verleihen. Im Gespräch ist auch eine Art Hausmeister, der ein Auge auf das Gelände hat. Denn Wildcamper und Feierwütige haben ihre Spuren hinterlassen. Die Hütte ist öffentlich nutzbar, für größere Feiern empfiehlt sich eine Anmeldung, damit dann der Strom freigeschaltet wird.

Anneli Hieronymus stellt sich vor, über das Leader-Programm und den GEO-Naturpark Fördertöpfe anzuzapfen. Darüber hinaus „sind Sponsoren gerne willkommen“, lacht sie. Auch die neue Stadt ist natürlich im Boot. Mit Interims-Bürgermeister Egon Scheuermann, Bauamt und Bauhof steht die Kontaktaufnahme an, um von dort Fachwissen und Manpower zu erhalten.

Rudolf Brandel erinnert sich noch wehmütig an all die vielen Grillfeste, die an dieser Stelle gefeiert wurden. Legendär ist die Beach-Party der Jugendfeuerwehr, die Gäste in großen Scharen anzog. Aber genau das war dann auch das Problem. „Wir konnten die Sicherheit nicht mehr gewährleisten“, bedauert er. „Das ist sehr schade, weil das Gelände ideal für Feiern ist.“ Jetzt dümpelt es seinen Worten nach nur noch vor sich hin, „keiner macht mehr Feste“.

Damit es am Eutersee aber mal wieder hoch hergehen kann, muss erst das Umfeld stimmen. Eine feste Zuwegung, die nötige Infrastruktur und einen Shuttleservice aufgrund begrenzter Parkplatzzahl nennt Hieronymus als Grundvoraussetzungen. Der Weg am anderen Seeufer sollte schon vor längerer Zeit saniert werden. „Wir wollen diese ganzen Maßnahmen jetzt wieder anstoßen“, sagen die Ehrenamtlichen.

Auf einer Wunschliste wurde darüber hinaus das zusammengetragen, was den Teilnehmern spontan in den Sinn kam. Dazu zählen eine Liegefläche, ein Steg im See, Befestigung der Wege, eine Spielinsel für Kinder, Erhalt der Schutzhütte und Sitzgelegenheiten rund um den See. Eine Toilettenanlage und die Erweiterung des Pflasters rund um die Hütte sind ebenfalls angedacht. Man würde auch gerne die direkt angrenzenden Bäume fällen, erläutert Brandner, aber die sind in Privatbesitz.

Der Eutersee, 1971 als Hochwasserrückhaltebecken gebaut, liegt nordöstlich von Badisch- und Hessisch-Schöllenbach. Mit seinem Ostteil gehört er zu Baden-Württemberg. Nur ein paar Meter weiter nördlich ist die bayrische Grenze. Der Stausee hat knapp einen Hektar Fläche. Er wird in Nord-Süd-Richtung vom namengebenden Euterbach durchflossen, der sich im Dorf mit dem Schöllenbach zum Itterbach vereint. Der wird talwärts Itter genannt und mündet bei Eberbach in den Neckar.

Info: Interessierte und Förderer können sich bei Anneli Hieronymus unter Telefon 06276/554 oder E-Mail anneli.hieronymus@web.de melden.

 

Sanierung der Euterbachbrücke in Schöllenbach startet erst nächstes Jahr

Kaum gemeldet, schon Makulatur. Die Sanierung der Euterbachbrücke im Hessenecker Ortsteil Schöllenbach, ursprünglich noch für das Spätjahr geplant, muss ins nächste Jahr verschoben werden. Grund ist laut einer Mitteilung des damit befassten Amts für Bodenmanagement Heppenheim, dass derzeit kein definitiver Liefertermin für die Brücken-Fertigteile genannt werden kann. Ein Abstimmungsgespräch über die weitere Vorgehensweise/Terminierung der Maßnahme findet am Montag, 13. November, um 10 Uhr in der Gemeindeverwaltung Hesseneck (im Rathaus Kailbach) statt.

Der Submissionstermin für den Neubau der Euterbach-Brücke in Schöllenbach stand bei der Flurbereinigungsbehörde Heppenheim Anfang Juli an. Die Baumaßnahme wurde für knapp 212.000 Euro an eine Michelstadter Firma vergeben. Es handelt sich dabei um Arbeiten im Rahmen des Flurbereinigungsverfahren Kailbach-Schöllenbach, das maßgeblich mit Zuschüssen finanziert wird. Die Restkosten teilen sich die beiden Kommunen Eberbach (wegen Badisch-Schöllenbach) und Hesseneck wegen der innerörtlichen Verbindung von Schöllenbach nach Hesselbach.

Bei einem 17,5-prozentigen Anteil der Gemeinde ist mit Kosten von rund 37.000 Euro zu rechnen. Wenn die Erneuerung im kommenden Jahr startet, wird das Bürgermeister Thomas Ihrig zufolge zu einer zeitweisen Vollsperrung mit Ersatzweg über eine Fußgängerbrücke führen. Allerdings wird das nun nicht mehr unter Hessenecker Regie vor sich gehen, sondern in der neuen Stadt Oberzent.

Haushalt bewegt sich im Schutzschirm-Rahmen – Euterbachbrücke in Schöllenbach muss erneuert werden

Einstimmigkeit war Trumpf bei der vergangenen Gemeindevertreter-Sitzung. Die Beschlüsse über Haushaltsplan 2017, Haushaltssicherungskonzept und Investitionsprogramm fielen nach Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss jeweils einstimmig. Das Revisionsamt des Kreises erteilte der Jahresrechnung 2013 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Auch dies nahmen die Mandatsträger einhellig zur Kenntnis.

Das Defizit im ordentlichen Ergebnis des Hessenecker Haushalts geht kontinuierlich nach unten. Waren es 2015 im Plan noch 120.000 Euro Miese (und im Ergebnis minus 96.000 Euro), so sank diese Zahl 2016 schon auf 85.000 Euro. Der Haushaltsplan für 2017 sieht noch eine Unterdeckung von knapp 58.000 Euro vor.

Der ausgewiesene Fehlbetrag liegt noch im Rahmen des im Schutzschirmvertrag vereinbarten Abbaupfades. Dieser lässt für 2017 ein Defizit von knapp 60.000 Euro zu. 850.000 Euro sind als Höchstbetrag der Kassenkredite eingeplant. Der Gesamtbetrag der Kredite für Investitionen wurde auf etwa 138.000 Euro festgesetzt. Davon sind 63.660 Euro für Darlehen im Rahmen des kommunalen Investitionsprogrammes (KIP) gedacht.

Diese Gelder werden für verschiedene Maßnahmen verwendet: etwa den Austausch der Ölheizung mit Baujahr 1986 im Sporthaus Kailbach durch eine Öl-Brennwertheizung sowie der vorhandenen Öltanks aus 1972. Gleiches geschieht mit der Ölheizung im Dorfgemeinschaftshaus Hesselbach. Die Pflasterung der bisher asphaltierten brüchigen Hoffläche vor dem Feuerwehrgerätehaus Kailbach und die Erweiterung zur Verbesserung der Standplatzsituation sind bereits erfolgt.

Die Erträge und Aufwendungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs (KFA) haben sich positiv entwickelt. Hier ergibt sich gegenüber den Ansätzen des Vorjahres eine Verbesserung von etwa 40.000 Euro. Grund hierfür ist unter anderem eine erneute Steigerung bei der Schlüsselzuweisung um 15.000 Euro. Aber auch die anderen Steuer- und Umlageeinnahmen stiegen. Allerdings erhöhten sich ebenso die Umlagen um 28.000 Euro. Im Saldo verbleibt somit aus dem KFA ein Plus von rund 12.000 Euro.

In seinen Mitteilungen ging Bürgermeister Thomas Ihrig darauf ein, dass es bei der Hessen Mobil-Baustelle an der L3108 eine weitere Verzögerung gebe. Die Vollsperrung für den Bau der Stützmauer in Schöllenbach wurde zwischenzeitlich bis zum 30. Juli verlängert. Bis dahin erfolgt auch die Neuverlegung der gemeindlichen Wasserleitung, die der Baumaßnahme zwischenzeitlich im Weg lag und beschädigt wurde.

Gerade aktuell stand der Submissionstermin bei der Flurbereinigungsbehörde Heppenheim für den Neubau der Euterbach-Brücke in Schöllenbach an, sagte er. Dieser soll im Herbst erfolgen. Es handelt laut Ihrig um eine Maßnahme im Rahmen des Flurbereinigungsverfahren Kailbach-Schöllenbach, das maßgeblich mit Zuschüssen finanziert wird. Die Restkosten teilen sich die beiden Kommunen Eberbach (wegen Badisch-Schöllenbach) und Hesseneck wegen der innerörtlichen Verbindung nach Hesselbach. Wenn die Erneuerung startet, wird es dem Bürgermeister zufolge zu einer zeitweisen Vollsperrung mit Ersatzweg über eine Fußgängerbrücke führen.

Wie der Rathauschef daneben erläuterte, habe der Gemeindevorstand den Jahresabschluss 2015 festgestellt. Dieser bewege sich im Rahmen des mit dem Land Hessen abgeschlossenen Schutzschirmvertrags. Er werde nun dem Revisionsamt des Odenwaldkreises zur Prüfung vorgelegt. Bis Ende 2017 ist seinen Worten zufolge auch mit der Aufstellung des Jahresabschlusses 2016 zu rechnen. Damit habe man innerhalb der vergangenen zwei bis drei Jahre den Aufstellungsrückstand aufgrund der guten Arbeit des Kommunalservice Oberzent beheben können.

 

Hessenecker Haushaltsplan 2017

Ergebnishaushalt: Gesamtbetrag der Erträge 1,4 Millionen, Aufwendungen 1,46 Millionen, Fehlbetrag ca. 58.000 Euro.

Finanzhaushalt: Saldo Einzahlungen und Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit minus 15.700 Euro, Zahlungsmittelbedarf 88.700 Euro.

Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer: 380 v. H.

Volltreffer: Wasserleitung bei Straßensanierung beschädigt – L 3108 in Schöllenbach bis Ende Juni dicht

Die Vollsperrung der L 3108 in Schöllenbach wird noch bis Ende Juni dauern, teilte Bürgermeister Thomas Ihrig der Gemeindevertretung auf deren vergangener Sitzung mit. Eigentlich sollte die Strecke schon längst wieder offen sein. Ursache hierfür seien Verzögerungen durch die lange Frostperiode im vergangenen Winter. Außerdem wird im Zuge der Baumaßnahme eine Neuverlegung der Wasserleitung zum Hammerberg auf einer Länge von rund 100 Metern erforderlich, sagte er.

Bereits zu Beginn der Baumaßnahme im März 2016 wurde die im bergseitigen Graben liegende Wasserleitung Ihrig zufolge provisorisch abgetrennt und überbrückt. Es war seinen Worten nach zu befürchten, dass durch den Einbau von Erd-Ankern zur Befestigung des übrig gebliebenen Straßen-Teilstücks die Leitung aus dem Jahr 1951 getroffen werden könnte. Eine Überprüfung habe dies nun tatsächlich bestätigt: „Die verlegte Wasserleitung wurde zumindest an einer Stelle beschädigt.“

Die neue Leitung wird in der Baustelle entlang der Stützmauer und nicht mehr im Graben verlegt. Nach Auskunft von Hessen Mobil übernimmt das Land nach den derzeit gängigen Regeln die in diesem Zusammenhang erforderlichen Erdarbeiten, erläuterte der Bürgermeister. „Wobei Materialkosten zu Lasten der Gemeinde gehen.“ Die Kosten hierfür belaufen sich laut Ihrig grob geschätzt auf bis zu 8000 Euro.

Über die Auftragsvergabe werde kurzfristig der Gemeindevorstand entscheiden, da die Verlegung voraussichtlich Ende Mai in die laufenden Straßenbauarbeiten eingebunden werden muss. Die Sanierung der Verbindung Hesselbach-Schöllenbach wird sich damit voraussichtlich ins Jahr 2018 verschieben, kündigte er an, da die Brückenbau-Arbeiten erst im Herbst vorgenommen werden können.

Das Land Hessen habe den 2015er Förderschwerpunkten ein Angebot zur Umstellung auf ein neugestaltetes Förderverfahren gemacht, so Ihrig zur Dorfentwicklung Hesseneck-Sensbachtal. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen der örtlichen Fachbehörde in Reichelsheim wurde eine mögliche Umstellung auf die neuen Förderrichtlinien beraten „und für unser Verfahren als nicht sinnvoll angesehen“.

Am 10. Mai findet dem Bürgermeister zufolge eine Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kailbach-Schöllenbach statt. Dabei werden aktuelle Informationen zum Stand der geplanten Investitionsmaßnahmen erwartet. Es gehe insbesondere um die Erneuerung der Euterbach-Brücke in Schöllenbach unter Beteiligung von Eberbach. Diese Maßnahme solle wohl in jedem Fall noch in diesem Jahr ausgeführt werden. Auch für die bereits schon einmal 2016 geplante Erneuerung der Bahnhofstraße in Kailbach wird laut Ihrig mit näheren Informationen gerechnet.

Die Überlegungen, auf den drei gemeindlichen Friedhöfen jeweils Beerdigungsmöglichkeiten für Urnengräber anzubieten, sind dem Bürgermeister zufolge zwischenzeitlich fortgeschritten. Da Sensbachtal derzeit die gleichen Überlegungen verfolgt, „ist die Idee entstanden, eine gemeinsame Besichtigungstour für Mandatsträger anzubieten“.

Die Gemeindevertretung beschloss darüber hinaus einstimmig die im Haushaltsjahr 2014 aufgetretenen über- und außerplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen in einer Gesamthöhe von knapp 126.500 Euro (Ergebnisrechnung 45.500 und Finanzrechnung 81.000 Euro). Der Jahresabschluss ist bereits dem Revisionsamt übersandt. Wie Ihrig sagte, rechnet man für das 2013er-Werk demnächst mit dem Eingang des Prüfberichts. Bis zum Jahresende sollen noch die Jahresabschlüsse 2015 und 2016 fertig sein.

Zur Kenntnis genommen wurden von den Mandatsträgern die vorläufigen Zahlen fürs Haushaltsjahr 2016, wie sie der Bürgermeister vorstellte. Demnach rechnet man beim vorläufigen ordentlichen Ergebnis von minus 73.000 Euro mit einer Unterschreitung des Abbaupfads von minus 94.500 Euro. Dieser ist durch den kommunalen Schutzschirm vorgegeben. Auch gegenüber der Haushaltsplanung (minus 85.000 Euro) stellen sich die Zahlen besser dar. An Investitionskrediten werden zum Jahresende 1,18 Millionen Euro gelistet. Aktuell besteht ein Kassenkredit in Höhe von 700.000 Euro.