Sturm und Borkenkäfer sägen an den Holzpreisen

Erst „Friederike“ und dann ein „heißer“ Käfer: Dem Wald wurde in diesem Jahr kräftig zugesetzt. Mit dem Ergebnis, dass die Holzpreise einen Sinkflug hinlegten. Von mehr als 90 Euro ging es runter auf etwa 50 für den Festmeter Nadelholz. Das schlägt sich auf den Waldwirtschaftsplan 2019 der Stadt Oberzent nieder. In guten Jahren würde die Holzvermarktung einen Überschuss von mehr als 300.000 Euro erbringen. 2019 rechnet der Chef des Forstamts Beerfelden, Forstdirektor Norbert Sasse, aber „nur“ mit 100.000 Euro, erläuterte er dem Haupt- und Finanzausschuss.

Durch den Januar-Orkan sowie die durch Trockenheit und Hitze entstandene Borkenkäfer-Überpopulation „ist es in Mitteleuropa ist es zu einem starken Markteinbruch beim Nadel-Sägeholz gekommen“, erläuterte Sasse. Da auch kommendes Jahr mit großen Borkenkäferschäden zu rechnen ist, „sind die Planungen mit großen Unsicherheiten behaftet“, warnte er.

Insgesamt sollen laut Plan 16.255 Festmeter (Fm) Holz eingeschlagen werden, wovon Sasse zufolge 14.626 Fm verwertbar sind. Daraus errechnet er im Plan Holzerlöse von fast 734.000 Euro bei Gesamteinnahmen von 790.000 Euro. Bei den Ausgaben (insgesamt 690.000 Euro) nannte er die Beschäftigung von zwei Forstwirten mit fast 120.000 Euro, der Unternehmereinsatz in der Holzernte mit etwa 283.000 und die Beförsterungsbeiträge an Hessen-Forst mit 138.000 Euro als größte Posten.

In 2019 sollen 4500 Tannen, 5000 Douglasien, 3000 Buchen, 1500 Bergahorn gepflanzt werden, sagte der Forstamtschef. Neben 2000 Festmeter Buche sollen 8.400 Fm Fichte und 5400 Fm Kiefer geschlagen werden, wobei die Aufarbeitung des Käferholzes Priorität hat. Der Stadtwald Oberzent ist 2420 Hektar groß, davon sind 2261 Hektar Bäume, so Sasse, der Rest Wege und Wiesen, listete er auf.

Es kamen diverse Fragen zum Thema Borkenkäfer. Kann man vorbeugend was tun? Nicht viel, sagte Sasse, „nur hinterherrennen und Schaden begrenzen“. Man spreche von Milliarden Tieren. Das eingesetzte Insektizid schade anderen Insekten grundsätzlich nicht, da es nur am Wegrand und in ganz geringen Mengen eingesetzt werde. Der Ausschuss empfahl der am 10. Dezember tagenden Stadtverordneten-Versammlung einstimmig den Beschluss des Waldwirtschaftsplans.

Ebenso einstimmig wurde die Empfehlung zur Gründung des Forstzweckverbands Hessischer Odenwald ausgesprochen. Hintergrund ist die vom Land gewünschte Trennung von Beförsterung und Holzvermarktung. Gründungsmitglieder zum 1. Januar sind Abtsteinach, Fränkisch-Crumbach, Grasellenbach, Hirschhorn, Michelstadt, Neckarsteinach, Oberzent und Wald-Michelbach. Der Beitritt aller Kommunen im Odenwaldkreis sowie weiterer Gemeinden des Kreises Bergstraße ist beabsichtigt. Die Vermarktung soll über die Forstliche Vereinigung Odenwald-Bauland in Buchen erfolgen.

Es gab den Hinweis, dass man den Satzungsentwurf erst beschließen könne, wenn der Text endgültig ausformuliert sei (was er durch ausstehende Abklärungen noch nicht ist). Die Satzung werde von der Verbandsversammlung beschlossen, so Bürgermeister Christian Kehrer. Er wies darauf hin, dass Waldwirtschaftsplan auch in Zukunft Sache der Stadtverordnetenversammlung sei. Dies wurde von den Ausschussmitgliedern als sehr wichtig erachtet.

Private Waldbesitzer sind beim Zweckverband laut Kehrer derzeit leider außen vor, weil eine wirtschaftliche Betätigung der Kommune durch die hessische Gemeindeordnung untersagt ist. Eventuell werde der Paragraf 121 aber geändert, stellte er in Aussicht.

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Der Wald soll Rothenberg fast 130.000 Euro Gewinn bringen

Der Wald bringt der Gemeinde ein erkleckliches Sümmchen Geld: Auf 128.000 Euro beläuft sich der geplante Überschuss aus dem Waldwirtschaftsplan 2017, wie ihn jetzt Forstdirektor Norbert Sasse vom Forstamt Beerfelden und Revierförster Reiner Grünberg der Gemeindevertretung vorstellten. Dass darin durchaus noch durch Luft nach oben ist, zeigt der Verlauf des Jahres 2016: Hier kommen, so die aktuellen Haushaltszahlen, auf die geplanten Einnahmen von 280.000 nochmal mehr als 50.000 Euro obendrauf. Die Mandatsträger billigten den Plan einstimmig.

Im Rückblick auf das abgelaufene Jahr sagte Sasse, dass dieses „frei von größeren Katastrophen war“. Allgemein gab es eine kühle und feuchte Witterung, nur unterbrochen von einigen heißen Wochen im Spätsommer, „sodass wir dann ein paar Borkenkäfer hatten“. Der Holzmarkt habe sich erfreulich entwickelt. Das im Rothenberger Gemeindewald vorherrschende Nadelholz erziele generell gute Preise, nur beim unbedeutenden Industrielaubholz habe es einen Rückgang gegeben.

Der neue Plan sei „der letzte fürs alte Gemeindegebiet“, erläuterte Sasse. Denn der kommende, Ende 2017 vorzulegende, beinhalte dann schon die neue Stadt Oberzent mit 2400 Hektar Wald statt bisher 700 für Rothenberg allein. Beim Forstamt werde man sich im nächsten Jahr Gedanken über die neue Form und Aufstellung machen, sagte der Behördenchef.

4720 Festmeter Holz sollen 2017 im Rothenberger Wald eingeschlagen werden, teilte Sasse mit. Davon seien 4272 fm verwertbar. Bei einem Durchschnittserlös von knapp über 64 Euro/fm erwartet er zusammen 275.000 Euro aus dem Holzverkauf. Dieser bildet auch das Gros der erwarteten Gesamteinnahmen von 295.600 Euro. Jagdpachten stehen mit 17.500 Euro im Plan, Nebennutzungen mit 3000 Euro. In den Vorjahren, so Sasse, sei gegenüber der zehnjährigen Forsteinrichtung etwas mehr geschlagen worden, weshalb man jetzt „etwas einspare“.

Der Schwerpunkt der Holzernte liegt laut dem Forstdirektor auf den Nadelhölzern Kiefer (1410 fm) und Fichte (2740 fm), und wozu auch Douglasie und Strobe zählen. Buche (470) und Eiche (100 fm) sind zu vernachlässigen. Je nach Entwicklung des Holzpreises könnten sich im Laufe des Jahres noch kleinere Änderungen zugunsten des Nadelholzes ergeben, sagte er.

Der Unternehmereinsatz für die Holzernte schlägt bei den Ausgaben als größter Posten mit 93.500 Euro zu Buche. Es folgen Materialien und Einsatz für Wegebau (20.000), Waldschutz (1725) und Waldverjüngung (3800 Euro). Beförsterungsbeiträge an Hessen-Forst sind mit 35.700 Euro veranschlagt, Kosten für die Berufsgenossenschaft mit knapp 7000. Insgesamt kommen so Ausgaben von 167.000 Euro zusammen.

Gepflanzt werden sollen dem Forstamtschef zufolge die Klimawandel resistenten Douglasien (300 Stück) und Weißtannen (150). Weiterhin stehen Schutzmaßnahmen gegen Wildschäden und der Schutz von Wald und liegenden Hölzern gegen den Borkenkäfer auf der Agenda. Unterhaltung und Instandsetzung der Gemeindewaldwege, Jungbestandspflege, Grenzsicherung sowie Natur- und Landschaftspflege sind weitere Punkte im neuen Waldwirtschaftsplan. Auch soll der „Baum des Jahres“ gepflanzt werden, dieses Mal die sowieso schon häufig vorkommende Fichte. „Die müssen wir wohl nicht extra kaufen“, scherzte Sasse.

Bürgermeister Hans Heinz Keursten sprach das laufende Verfahren beim Oberlandesgericht Düsseldorf an. Bei diesem wehrt sich das Land Baden-Württemberg gegen ein Kartellurteil, das ihm die gemeinsame Holzvermarktung durch die Forstbehörden untersagen will. Er wollte bei negativem Ausgang mögliche Auswirkungen auf Hessen wissen.

Sasse vermochte keine Prognose zum Urteil abzugeben. Er meinte aber, dass Hessen etwas anders aufgestellt sei. Sicherlich werde aber eine Bestätigung des Kartellurteils Auswirkungen haben, aber nicht zeitnah. Möglicherweise könnte ein eigener Vermarktungsbetrieb eine der Lösungen sein. Revierförster Grünberg führte auf Nachfrage aus dem Gremium den gestiegenen Überschuss in 2016 zum einen auf die konstant guten Holzpreise zurück, zum anderen aber auch auf den preisdrückenden Wettbewerb innerhalb der Holzernte-Betriebe.

Hirschhorner Stadtwald soll 2017 einen kleinen Gewinn abwerfen

Der Stadtwald soll im kommenden Jahr knapp 12.500 Euro Gewinn abwerfen, erläuterte Forstdirektor Norbert Sasse den Mandatsträgern auf der Hirschhorner Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung. Diese wie auch danach die Stadtverordneten verabschiedeten danach den Waldwirtschaftsplan 2017 einstimmig. Dass in der Neckarstadt im Vergleich zu anderen Gemeinden ein relativ geringer Überschuss hängen bleibt, liege an der Beschäftigung von zwei eigenen Forstwirten.

Sasse, der die Zahlen zusammen mit Revierförster Bernd Schmitt vorstellte, wies darauf, dass diese und strukturelle Gegebenheiten der Grund dafür seien, dass nicht so hohe Erlöse wie in anderen Gemeinden übrig bleiben. Zum Vergleich: Beerfelden hat alljährlich ein Plus von über 200.000 Euro, Rothenberg über 100.000 Euro. Selbst im kleinen Hesseneck soll nächstes Jahr ein Überschuss von etwa 17.000 Euro erwirtschaftet werden. Der bedarfsgerechte Einsatz von Unternehmen sei „deutlich günstiger“, so der Forstdirektor.

Der Leiter des Forstamts Beerfelden erläuterte, dass allein der Fixkostenanteil für die städtischen Waldarbeiter 100.000 Euro betrage. Den gibt es zwar in Beerfelden auch, allerdings bei Einnahmen von 660.000 und nicht 208.000 Euro wie in Hirschhorn. Außerdem hat die Oberzent-Stadt eine ansehnliche Waldfläche von 1300 Hektar vorzuweisen. Sasse regte an, bei neuen Stellenbesetzungen im Bauhof die städtischen Waldarbeiter zumindest mit der hälftigen Arbeitszeit dort einzuplanen.

Holzerlöse machen mit 181.000 Euro den Großteil der Einnahmen aus. Angesetzt wird hier ein Durchschnittspreis von 71 Euro pro Festmeter. Eingeschlagen werden sollen knapp 3000 Festmeter, davon sind 2500 nutzbar. Mehr als Hälfte davon ist Fichte, etwa ein Fünftel Kiefer, der Rest Buche und Eiche. Pachterlöse kommen mit etwa 7000 Euro hinzu. Zweitgrößter Posten bei den Ausgaben ist der Unternehmereinsatz, vor allem Maschinen bei der Holzernte, mit 51.000 Euro. Wegebaumaterial und Pflanzen sind mit 7200 Euro im Plan, Beförsterungsbeiträge für Hessen-Forst mit 23.700 Euro und die Berufsgenossenschaft schlägt mit 5400 Euro zu Buche.

Wie Sasse dem Gremium mitteilte, sollen 2017 im Hirschhorner Stadtwald 2000 Douglasien und 1000 Weißtannen neu gepflanzt werden. Beide Baumarten gelten als besonders widerstandsfähig bei wärmerer, feuchterer Witterung, wie sie im Zuge des Klimawandels zu erwarten ist. Neben der Kulturpflege stehen auch der Schutz gegen Wildschäden sowie das Waldes allgemein und des liegenden Holzes gegen Borkenkäfer im Vordergrund. Jungbestandspflege, Wertästung, Grenzsicherung sowie Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sind weitere Punkte.

Im Blick zurück sagte Sasse, dass 2016 „ein relativ normales Jahr ohne Probleme war“. Es habe „keine Naturkatastrophen und kaum Borkenkäfer gegeben“. Die fast durchgehend gute, nicht zu trockene Witterung tat dem Wald gut. Nur zum Spätsommer hin fehlte etwas Regen. Besonders gefragt ist seinen Worten zufolge aktuell Nadelstammholz, für das sich gute Preise erzielen ließen.

Hessenecker Waldwirtschaftsplan 2017 in der Gemeindevertretung vorgestellt und verabschiedet: Plus von 17.000 Euro vorgesehen

Im Vergleich zu den anderen Oberzent-Gemeinden rangiert die kleine Kommune mit ihrem Waldbestand eher unter ferner liefen. 77 Hektar gegenüber 1300 in Beerfelden oder 700 in Rothenberg sind keine wirklich große Zahl. Doch der alljährliche Überschuss aus der Waldbewirtschaftung ist immer ein gerne gesehenes Zubrot zum chronisch klammen Haushalt des Schutzschirm-Dorfes. Deshalb ist auch Forstdirektor Norbert Sasse zusammen mit Revierförster Klaus Kurzschenkel immer ein gerne gesehener Gast in der Gemeindevertretung, wenn er den jeweiligen Waldwirtschaftsplan vorstellt.

Der Gemeindewald soll im kommenden Jahr ein Plus von 17.000 Euro erwirtschaften, sagte Sasse. Die Einnahmen werden vor allem durch den Einschlag von knapp 500 Festmetern bestimmt, wodurch ein Erlös von 38.500 Euro erwartet wird. 50 Festmeter vor allem aus der Buche sind unverwertbar. Hier machte der Forstdirektor Werbung dafür, doch dieses Holz für die eigene Befeuerung zu verwenden. „Brennt bestimmt besser als das aus dem gräflichen Wald“, scherzte er.

Das „richtige“ Geld bringt der Einschlag von 410 Festmeter Fichte. „Ein sehr gutes Holz“, so Sasse, das teilweise Spitzenpreise von bis zu 90 Euro/Festmeter erlöse. Als weiteren kleinen Einnahmeposten nannte er die aus der Jagdpacht mit 1200 Euro. Die Ausgaben im Gemeindewald sollen sich 2017 auf knapp 23.000 Euro belaufen. Dazu zählt als größter Posten der Unternehmereinsatz mit 15.500 Euro, da keine eigenen Waldarbeiter beschäftigt werden. Hessen-Forst erhält fast 4000 Euro Beförsterungsbeiträge, für Wegebau-Material fallen 2000 Euro an.

Die geringe Mitteleinsatz zeigt es schon: „Es ist nichts Besonderes vorgesehen“, meinte der Beerfelder Forstamtschef mit Blick auf 2017. Im Mittelpunkt stehen die Pflege der Kulturen und die Naturverjüngung. Nach Bedarf sollen die Gemeindewaldwege unterhalten oder instandgesetzt werden. Die Gemeindevertretung billigte einstimmig den Waldwirtschaftsplan für nächstes Jahr. Er wird der letzte für Hesseneck sein. „Danach haben wir statt 77 fast 2400 Hektar Fläche“, wies Sasse auf das große Waldgebiet der neuen Oberzent-Stadt hin.

Fraktionsvorsitzender Marcel Gerling (SPD) wollte wissen, ob es denn im Zuge der Fusion zusätzliche Arbeit für den ersten Oberzent-Waldwirtschaftsplan gebe. „Für die Revierförster ändert sich wenig“, sagte der Forstdirektor. Man müsse dann statt für den bisherigen Bezirk in einem größeren Maßstab denken. Zum Tragen kämen Auswirkungen durch die Fusion höchstens im Falle von Windwurf. Was früher bedeutete, dass dann lange kein Einschlag auf Hessenecker Gemarkung mehr stattgefunden hätte, werde nun durch das größere Gebiet abgefedert und einfach an anderer Stelle stattfinden.

Im Blick zurück sagte Sasse, dass 2016 „ein relativ normales Jahr ohne Probleme war“. Es habe „keine Naturkatastrophen und kaum Borkenkäfer gegeben“. Die fast durchgehend gute, nicht zu trockene Witterung tat dem Wald gut. Nur zum Spätsommer hin fehlte etwas Regen. Besonders gefragt ist seinen Worten zufolge aktuell Nadelstammholz, für das sich gute Preise erzielen ließen.

Der Beerfelder Wald soll 2017 über 200.000 Euro Gewinn abwerfen

Die heimischen Hölzer sind jedes Jahr eine feste Bank für den Beerfelder Stadtsäckel. Forstdirektor Norbert Sasse vom hiesigen Forstamt war deshalb wieder ein gern gesehener Gast, als er zuerst im Haupt- und Finanzausschuss und jetzt in der Stadtverordneten-Versammlung den Waldwirtschaftsplan 2017 vorstellte. Der schließt bei Einnahmen von 660.000 und Ausgaben von 452.000 Euro mit einem satten Überschuss von 208.000 Euro ab. Allein der Holzverkauf steuert zu den Erträgen fast 560.000 Euro bei. Das Gremium verabschiedete den Plan einstimmig.

2016 bezeichnete der Forstdirektor als „gutes, normales Jahr“ mit genug Feuchtigkeit und normalen Durchschnitts-Temperaturen. Nur Ende August „hatten wir leichte Probleme mit dem Borkenkäfer“, erläuterte er. Von größeren Schäden sei man in der Oberzent verschont geblieben. „Es gab nur wenig Windwurf“, sagte Sasse, da diesmal auch kein Orkan wütete. Alles in allem für den Forst eine ruhige Periode.

Da die Waldwirtschaftsplan-Zahlen meistens eher konservativ kalkuliert sind, gibt es kurz vor Weihnachten oftmals noch ein kleines Präsent obendrauf. Wie auch jetzt, als Bürgermeister Gottfried Görig in seinen Worten über den Haushaltsvollzug 2016 vermelden konnte, dass der Holzverkauf in diesem Jahr fast 47.000 Euro als veranschlagt – und damit 590.000 Euro – in die Oberzent-Stadtkasse spülte. Mit schöner Regelmäßigkeit bewegen sich die Überschüsse aus dem Wald bei 200.000 Euro oder mehr im Jahr.

Wie Sasse erläuterte, sollen im kommenden Jahr auf Beerfelder Gemarkung knapp 9400 Festmeter Holz eingeschlagen werden, wovon etwas mehr als 8000 verwendbar sind. Die gefällten restlichen etwa 15 Prozent bleiben als Bodenholz oder faule Teile liegen. Der Schwerpunkt des Einschlags liege bei Fichte (5544) und Kiefer (3020 Fm). Eher zu vernachlässigen sind Buche (675) und Eiche (135).

Der Forstdirektor kalkuliert mit einem Durchschnittserlös von knapp 70 Euro pro Festmeter (und damit mehr als 2016), wodurch er auf die prognostizierten 560.000 Euro Einnahmen kommt. Pachteinnahmen für Jagd oder Steinbruch sind mit 29.000 Euro veranschlagt, Nebennutzungen wie Brennholzverkauf an Selbstwerber mit etwas über 4000 Euro.

Größer Ausgabeposten ist laut Sasse der Unternehmereinsatz in der Holzernte. Hierunter fallen Harvester und Rückemaschinen mit 151.000 Euro. 118.000 Euro sind die Entlohnung für die beiden ganzjährig im Stadtwald beschäftigten Forstwirte. Geplant ist daneben eine Waldkalkung auf 300 Hektar, die 72.000 Euro kostet. Davon fließen aber fast 65.000 Euro als Zuschuss wieder zurück. Die an Hessen Forst zu zahlenden Beförsterungsbeiträge belaufen sich auf knapp 70.000 Euro. Für den Waldwegebau werden 17.400 Euro ausgegeben, Beiträge für die Berufsgenossenschaft schlagen mit 13.100 Euro zu Buche.

„Wir versuchen die Bodenschäden bei der Holzabfuhr möglichst vollständig zu vermeiden“, betonte der Forstdirektor. Teilweise handle es sich auf den Wegen auch um keine Schäden, sondern um eine dicke Schlammschicht, „die nach einem Monat wieder verschwunden ist“. Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sind im Zuge des Wegebaus geplant.

Im kommenden Jahr steht Sasse zufolge die Kulturpflege im Vordergrund. Gepflanzt wird in Form von 1000 Tannen aber nur wenig. Wenn man pflanze, müssten die jungen Bäume gleichzeitig auch gegen Verbiss geschützt werden. Naturschutz-, Landschafts- und Jungbestandspflege sind weitere Punkte auf der Agenda 2017. Wichtig sind daneben Schutzmaßnahmen gegen Wildschäden und der Schutz des kompletten Waldes gegen den Borkenkäfer.

Rothenberger Wald soll 2016 einen Überschuss von 120.000 Euro bringen

Ein schönes Sümmchen soll kommendes Jahr durch die Waldbewirtschaftung im Gemeindesäckel verbleiben. Nach dem von Forstdirekter Norbert Sasse vorgestellten Zahlenwerk für 2016 kann Rothenberg mit einem Überschuss von knapp 120.000 Euro rechnen. Was es den Gemeindevertretern leicht machte, dem Waldwirtschaftsplan 2016 einhellig ihre Zustimmung zu geben.

2015 bezeichnete der Chef des Forstamts Beerfelden als „normales Jahr“. Es habe wenige Niederschläge und überdurchschnittlich hohe Temperaturen gegeben. „Der Klimawandel lässt grüßen“, meinte er. Von Schäden „sind wir verschont geblieben“, sagte Sasse. Da aber andere deutsche Regionen unter Sturmschäden und Borkenkäfer-Befall litten, sei der Holzpreis um etwa fünf Euro je Festmeter gefallen.

Der Einschlag im Rothenberger Gemeindewald soll sich laut dem Forstdirektor 2016 auf etwa 5310 Festmeter belaufen. Davon seien 4415 Festmeter verwertbar. „Über 15 Prozent des Einschlags bleiben somit im Wald liegen“, einen kleinen Teil davon könne man vielleicht noch als Brennholz verwenden. Bei einem Erlös von etwa 63,50 Euro pro Festmeter kämen 280.600 Euro als Holzgeld zusammen. Als weitere Einnahmen nannte Sasse Jagdpachten mit 17.500 Euro sowie Brennholz, Weihnachtsbäume und Schmuckreisig mit 3000 Euro.

Größter Ausgabeposten im kommenden Waldwirtschaftsplan sei der Unternehmereinsatz mit 107.000 Euro. Er falle vor allem durch die Holzernte und den Wegebau an. Für Letzteres und die Pflanzenbeschaffung wird auch ein Großteil des Materialverbrauchs von 16.000 Euro verwendet. Weitere größere Posten sind die Beförsterungskosten an Hessen-Forst mit 35.700 Euro sowie Beiträge an die Berufsgenossenschaft von knapp 7000 Euro. Diese würden pro Hektar, nicht pro Person, und per Gesetz ohne Ausnahme fällig, erläuterte der Forstmann auf Nachfrage.

Mehr als die Hälfte des Einschlags, 2910 Festmeter, entfällt auf die Fichtenarten mit Douglasie, Tanne und Strobe. Etwas weniger als ein Viertel sind Kiefer und Lärchen, der Rest Buchenarten mit 710 Festmetern und Eichen (440). Der Einschlag bewege sich ungefähr im jährlichen Mittel und entsprechend dem, was nachwachse, ergänzte Sasse.

Im kommenden Jahr soll auch kräftig neu gepflanzt werden, sagte der Forstdirektor: 1900 Douglasien, 1000 Buchen, 200 Erlen/Eschen. Damit einher gehe der Schutz gegen Wildschäden. Denn die Schäden durch das Rotwild seien zwar zurückgegangen, aber im Vergleich mit dem Forstamts-Durchschnitt immer noch fünfmal höher. Auch der Bekämpfung des Borkenkäfers werde Priorität eingeräumt. Ganz aktuell sei im Wald illegale Fütterung festgestellt worden, der jetzt „behördlicherseits nachgegangen wird“, wie der Forstamtschef mitteilte.

Hirschhorner Wald wirft auch 2016 ein bisschen Geld ab

Die „kleine schwarze Null“ aus dem Waldwirtschaftsplan 2015 soll kommendes Jahr ihre Fortsetzung finden, erläuterte Forstdirektor Norbert Sasse den Stadtverordneten. Knapp 10.000 Euro Erlös sieht das Zahlenwerk für 2016 vor, wie es der Chef des Forstamts Beerfelden jetzt vorstellte. Die Stadtverordneten stimmten den Plan einhellig zu.

Insgesamt, so Sasse beliefen sich die prognostizierten Einnahmen auf 202.000, die Ausgaben auf 192.000 Euro. Das Gros der Erlös stammt aus dem Holzverkauf. Bei einem Durchschnittspreis von 65 Euro rechnet Sasse hier mit 172.000 Euro. Fast 3000 Festmeter Holz sollen eingeschlagen werden, davon seien 2650 verwendbar. Etwa die Hälfte des Einschlags entfalle auf Fichte und Douglasie, ein Viertel auf Kiefer und Lärche sowie der Rest auf Buche und Eiche. 7000 Euro Einnahmen kämen aus als Pachteinnahmen.

Bei den Ausgaben schlägt die Beschäftigung von zwei Forstwirten mit fast 100.000 Euro als größter Posten zu Buche. Danach folgen der Unternehmereinsatz mit über 50.000 Euro, sogenannte Verbrauchsmittel (Wegebaumaterial) mit über 10.000 und Beförsterungsbeträge für Hessen-Forst von 23.700 Euro.

Im kommenden Jahr ist laut Sasse die Pflanzung von Douglasien und Weißtannen zur Naturverjüngung geplant. Gleichzeitig sind in diesem Zusammenhang auch Schutzmaßnahmen notwendig, damit das Wild die jungen Bäume nicht abfrisst. Zugleich soll auch dem Borkenkäfer entgegengetreten werden. Kultur- und Landschaftspflege sowie Unterhaltungs-. Und Instandsetzungsmaßnahmen bilden weitere Aspekte.

2015 bezeichnete der Forstdirektor als „gutes, normales Jahr“ mit wenigen Niederschlägen und hohen Durchschnitts-Temperaturen. Zum Schluss hin „hatten wir leichte Probleme mit dem Borkenkäfer“, erläuterte er. Hier gelte es im kommenden Jahr ein Auge drauf zu haben, „damit es nicht so schlimm wird wie vor zehn Jahren“. Von größeren Schäden sei man aber verschont geblieben.

„Es gab nur wenig Windwurf“, sagte Sasse. Da der aber in anderen Regionen Deutschlands stärker ausfiel, „gaben durch das größere Angebot die Holzpreise im Laufe des Jahres etwas nach“. Deshalb wurde für 2016 nach seinen Worten auch ein niedrigerer Durchschnittserlös von 65 Euro pro Festmeter angesetzt.